MÄRKTE EUROPA/Deutsches BIP bricht um 10% ein - Börsen schwach


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FRANKFURT (Dow Jones)--Kräftige Verluste verbuchen Europas Börsen am Donnerstagmittag. Der Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal in Folge der Corona-Pandemie und des Lockdowns wird als historisch eingestuft. Die Commerzbank spricht von einer "erwarteten Katastrophe" beim BIP-Rückgang im zweiten Quartal. Die Frage ist nun, wie schnell sich die Wirtschaft von dem Schock erholen kann.

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"Bereits im laufenden dritten Quartal werden wir einen kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts sehen - voraussichtlich erneut einen historischen Superlativ", erwartet Sebastian Dullien, Wissenschaftlicher Direktor des IMK. Aber es gibt auch vorsichtige Stimmen, so überwiegt beim Bankhaus Lampe trotz der Zuversicht für eine anhaltende Konjunkturerholung weiter die Skepsis. "Denn angesichts der vorerst unbewältigt bleibenden Corona-Pandemie steht die Rückkehr zu gewohnter wirtschaftlicher Normalität unseres Erachtens nicht bevor", erklärt Chefvolkswirt Alexander Krüger.

An der Börse war indes mit einem deutlichen BIP-Einbruch gerechnet worden. Aktuell geht es für den DAX um 2,4 Prozent auf 12.510 Punkte nach unten, bereits vor den Daten notierte der Index mit 12.630 Punkten kalr im Minus. Der Euro-Stoxx-50 notiert 1,7 Prozent tiefer bei 3.243 Punkten - hier stabilisieren die nur knapp im Minus notierenden Ölwerte. Eine Nachrichtenflut kommt von der Berichtssaison, darunter handfeste Überraschungen.

Deutsche Börse liefert - VW kürzt Dividende

Mit Gewinnmitnahmen geht es für Deutsche Börse um 4,4 Prozent nach unten. "Alles on track, eigentlich ziemlich langweilig", kommentiert ein Händler die Geschäftszahlen. Ähnlich sieht das auch die Citigroup. Auch der Ausblick für das Jahr 2020 sei bestätigt worden, womit sich die Neuigkeiten in Grenzen halten.

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Für Fresenius geht es nach Zahlenausweis 3,8 Prozent nach unten, FMC verlieren 4,4 Prozent. Die Senkung der Prognose bei Fresenius und deren Bestätigung bei FMC seien nur die erwarteten Anpassungen an das Corona-Umfeld, heißt es im Handel.

Als "eigentlich okay" im erwartet negativen Rahmen werden die Geschäftszahlen von VW gesehen. Die Dividendensenkung indes belastet. VW fallen um 5,8 Prozent.

Anheuser-Busch legen Kurssprung hin

Mit einem Kurssprung von 5,4 Prozent reagieren die Aktien von Anheuser-Busch Inbev auf deutlich weniger schlimm als befürchtet ausgefallene Geschäftszahlen. "Q2 überrascht überall", jubeln die Analysten der Citi zu den Zweitquartalszahlen.

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Nestle legen nach durchwachsenen Geschäftszahlen als defensiver Wert um 0,4 Prozent zu. Zwar sei beim organischen Wachstum die Erwartung einen Tick übertroffen worden, allerdings habe Nestle sie für das Gesamtjahr danach gesenkt, heißt es im Handel. Nach schwächeren Zahlen fallen Danone um 6 Prozent. Die organische Umsatzentwicklung ist mit minus 5,7 Prozent laut Jefferies unter der Konsensschätzung von minus 3,3 Prozent geblieben.

Von starken Geschäftszahlen spricht Baader Helvea mit Blick auf die Zweitquartalszahlen von Clariant. Das EBITDA sei 15 Prozent besser als im Konsens erwartet ausgefallen. Allerdings präsentiere sich der Cashflow schwach, da sich das niedrigere Netto-Arbeitskapital noch nicht in den Zahlen widerspielege. Clariant gewinnen 1,2 Prozent.

Lafargeholcim im Minus trotz gutem Ausblick

Als "angesichts der Krise sehr ordentlich" werden die Zahlen der Zementhersteller gesehen. Sowohl Lafargeholcim als auch Heidelbergcement seien einen Tick besser durch die Coronakrise gekommen. "Vor allem der Ausblick bei Lafarge klingt zuversichtlich", so ein Händler. Hier sei es ab Juni zu einer deutlichen Erholung auf Kundenseite gekommen. Lafarge fallen um 1,6 Prozent, während Heidelcement um 5 Prozent nachgeben.

Keine Überraschung liefern die schwachen Geschäftszahlen von Kion. "Als Fabrikausrüster ist man ein Spielball der Investitionsneigung seiner Kunden, aber das was in ihrer Hand liegt, haben sie ordentlich gemacht", kommentiert ein Händler. Kion verlieren 4,0 Prozent.

Krones (minus 12 Prozent) leidet ebenfalls unter der Corona-Krise und hat im zweiten Quartal einen Verlust geschrieben. Die Unsicherheit laste auf der Investitionsbereitschaft der Kunden. Der Auftragseingang verringert sich beim Hersteller von Abfüllanlagen im zweiten Quartal um 38,2 Prozent.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.229,92 -2,13 -70,24 -13,76

Stoxx-50 2.973,78 -1,22 -36,74 -12,61

DAX 12.463,48 -2,80 -358,78 -5,93

MDAX 26.346,33 -1,80 -482,86 -6,95

TecDAX 2.994,68 -2,61 -80,21 -0,67

SDAX 11.688,96 -2,36 -282,14 -6,58

FTSE 6.015,71 -1,89 -115,75 -18,71

CAC 4.875,98 -1,67 -82,76 -18,44

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,54 -0,04 -0,78

US-Zehnjahresrendite 0,56 -0,02 -2,12

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:40h Mi, 17:21 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1750 -0,35% 1,1754 1,1767 +4,8%

EUR/JPY 123,43 -0,24% 123,67 123,63 +1,3%

EUR/CHF 1,0741 -0,17% 1,0743 1,0761 -1,1%

EUR/GBP 0,9036 -0,38% 0,9076 0,9076 +6,8%

USD/JPY 105,06 +0,12% 105,23 105,07 -3,4%

GBP/USD 1,3004 +0,04% 1,2949 1,2964 -1,9%

USD/CNH (Offshore) 7,0077 +0,15% 7,0058 7,0029 +0,6%

Bitcoin

BTC/USD 10.928,26 -3,24% 10.990,26 11.183,76 +51,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 40,64 41,27 -1,5% -0,63 -29,7%

Brent/ICE 43,11 43,75 -1,5% -0,64 -31,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.954,35 1.970,90 -0,8% -16,55 +28,8%

Silber (Spot) 23,37 24,43 -4,3% -1,06 +30,9%

Platin (Spot) 907,25 929,00 -2,3% -21,75 -6,0%

Kupfer-Future 2,92 2,91 +0,2% +0,01 +3,5%

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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/raz

(END) Dow Jones Newswires

July 30, 2020 06:50 ET (10:50 GMT)

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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