MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Geschäftszahlen stützen die Stimmung


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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen sind am Donnerstag mit kleinen Kursaufschlägen gestartet. Die Marktteilnehmer sind indes etwas ratlos. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise (CPI) vom Vortag haben keine Klarheit gebracht. Zwar ging die Gesamtrate der US-Inflation wie erwartet dank fallender Energiepreise zurück, die wichtigere Kernrate stieg aber sogar noch weiter an auf 5,6 Prozent. Die Inflation dehnt sich damit immer breiter in der Gesellschaft aus. Das setzt die US-Notenbank unter Druck, die Zinsen weiter zu erhöhen.

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Das Fed-Protokoll von der jüngsten Sitzung der US-Notenbank sorgte am Abend für zusätzliche Verwirrung. Denn dort war eine Abkühlung der US-Wirtschaft herauszulesen, die auch mit der Erwartung einer fallenden Inflation verbunden ist. Unter dem Strich bliesen die US-Börsen danach ihre Rallyversuche ab und schlossen uneinheitlich. Chinesische Wirtschaftsdaten sowie erste starke Geschäftszahlen aus der beginnenden Berichtssaison stützen indes. Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 15.735, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,5 Prozent auf 4.355.

Positive Handelsbilanzdaten aus China

Positiv werden überraschend gute Handelsbilanzdaten aus China gewertet. Der Markt hatte die geringen Inflationsdaten zu Wochenbeginn noch als Zeichen gewertet, dass die Konjunktur nach Corona nicht in Fahrt kommt. Stattdessen wurde nun ein deutlicher Anstieg der Exporte um 14,8 Prozent vermeldet.

Für LVMH geht es gleich um 4,5 Prozent nach oben, nachdem der Luxusgüter- und Spirituosenkonzern deutlich stärkere Umsatzdaten zum ersten Quartal vorgelegt hat. Der Umsatz sprang devisenbereinigt um 17 Prozent zum Vorjahr. "Das untermauert das Bild von der starken Handelsbilanz aus China", sagt ein Händler. Der Markt scheine die Belebung der chinesischen Wirtschaft unterschätzt zu haben und damit ihren hohen Beitrag zum Umsatz bei LVMH.

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Die Citigroup spricht mit Blick auf den jüngsten Zwischenbericht von Tesco (+1,7%) von einem starken Free Cashflow (FCF). Mit 2,13 Milliarden Pfund sei dieser klar über der Konsenserwartung von 1,87 Milliarden ausgefallen. Die Geschäftszahlen selbst bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. Wie erwartet, werde Tesco ein neues Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Pfund auflegen. Für Imperial Brands geht es nach Zahlen hingegen um 1,6 Prozent nach unten - Analysten sprechen von fehlenden Kurstreibern.

Givaudan-Zahlen überzeugen

Als sehr gut werden die Umsatzzahlen von Givaudan (+1,9%) im Handel eingeordnet. Zwar zeige sich ein deutlicher Kostendruck, jedoch sei dies für die Branche bekannt. Auch bei Symrise habe die Marge unter Druck gestanden. "Auf vergleichbarer Basis ging es aber deutlich nach oben", sagt ein Händler: "Die meisten Analysten hatten beim Umsatzwachstum nur Werte von um die 2,5 Prozent erwartet und dürften überrascht sein." Givaudan konnte den bereinigten Umsatz aber sogar um 3,6 Prozent zum Vorjahr steigern. Im Gefolge steigen Symrise gleich um 2,2 Prozent.

Nicht unbedingt zum Hauptthema bei Nordex (+0,5%) muss der Orderrückgang im ersten Quartal werden, heißt es im Handel. Denn der Windanlagenbauer habe an einer anderen entscheidenden Stelle punkten können: "Die gute Nachricht ist der Anstieg der Verkaufspreise", sagt ein Händler. Hier konnte Nordex nun 0,90 nach 0,78 Millionen Euro pro Megawatt verlangen, also über 15 Prozent mehr als im Vorjahr: "Wenn Nordex hier weiter zulegen kann, wird auch die Sorge vor den schwachen Margen zurückgehen." Sollte sich der Markt auf dieses Thema einschießen, könnten die Aktien zulegen.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.355,37 +0,5% 21,34 +14,8%

Stoxx-50 4.018,35 +0,4% 16,43 +10,0%

DAX 15.735,13 +0,2% 31,53 +13,0%

MDAX 27.501,00 +0,6% 160,14 +9,5%

TecDAX 3.314,17 +0,2% 5,98 +13,5%

SDAX 13.263,70 +0,8% 102,54 +11,2%

FTSE 7.827,55 +0,0% 2,71 +5,0%

CAC 7.472,76 +1,0% 75,82 +15,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,35 -0,01 -0,22

US-Zehnjahresrendite 3,40 -0,00 -0,48

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Mi, 17:24 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0996 +0,0% 1,0993 1,0979 +2,7%

EUR/JPY 146,32 -0,0% 146,34 146,18 +4,3%

EUR/CHF 0,9833 -0,2% 1,1159 0,9850 -0,7%

EUR/GBP 0,8799 -0,1% 0,8804 0,8811 -0,6%

USD/JPY 133,06 -0,1% 133,13 133,14 +1,5%

GBP/USD 1,2496 +0,1% 1,2482 1,2459 +3,3%

USD/CNH 6,8787 -0,0% 6,8798 6,8804 -0,7%

Bitcoin

BTC/USD 30.112,20 +0,5% 29.966,77 29.940,94 +81,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 83,20 83,26 -0,1% -0,06 +3,4%

Brent/ICE 87,25 87,33 -0,1% -0,08 +2,8%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 42,34 42,88 -1,3% -0,54 -44,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.023,68 2.014,30 +0,5% +9,38 +11,0%

Silber (Spot) 25,55 25,53 +0,1% +0,02 +6,6%

Platin (Spot) 1.021,38 1.020,00 +0,1% +1,38 -4,4%

Kupfer-Future 4,08 4,08 +0,0% +0,00 +7,0%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 13, 2023 03:52 ET (07:52 GMT)

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Nordex Underperform RBC Capital Markets
03.07.26 Nordex Buy Jefferies & Company Inc.
01.07.26 Nordex Buy Deutsche Bank AG
22.06.26 Nordex Buy Jefferies & Company Inc.
05.06.26 Nordex Underperform RBC Capital Markets