MÄRKTE EUROPA/Fester - Bankenkrise verliert an Gewicht


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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen sind mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Dienstag gestartet. Die Anspannung nach den Sorgen um eine mögliche Bankenkrise lasse global nach, heißt es im Handel. In den USA habe sich die Lage um die SVB und in der Schweiz mit der Credit Suisse beruhigt. Dazu seien rein stimmungsgetriebene Kursabschläge wie bei der Deutschen Bank wieder aufgeholt worden, heißt es weiter. Der DAX gewinnt 0,5 Prozent auf 15.197 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,5 Prozent auf 4.187.

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"Die Bankenkrise tritt zumindest für den Moment etwas in den Hintergrund. Ob das für eine längere Erholung am Aktienmarkt ausreicht, muss sich jedoch erst zeigen. Denn je weiter die Bankenkrise in den Hintergrund tritt, desto stärker steigen die Zinsen wieder an. Und damit wird am Aktienmarkt faktisch ein Belastungsfaktor gegen einen anderen ausgetauscht", heißt es beim Vermögensverwalter QC Partners.

Wichtige Inflationsdaten im weiteren Wochenverlauf

Die im weiteren Wochenverlauf anstehenden Inflationsdaten sind laut CMC ein entscheidendes Puzzle für die Europäische Zentralbank, die seit der Bankenkrise vor einem Dilemma stehe. Nur wenn die Kerninflation spürbar falle, sei sie in der Lage, ihr drakonisches geldpolitisches Regime zu adjustieren und den Druck von den Banken zu nehmen. Ihre jüngste Zinserhöhung um 50 Basispunkte habe sie wie ein Chirurg eingesetzt, der während einer Bankenkrise einen riskanten Eingriff durchführe, um das wuchernde Übel der Kerninflation zu entfernen.

Positiv kommen die Jahreszahlen von Evotec (+0,3%) im Handel an. Die hauseigenen Ziele wurden übertroffen, der Umsatz legte auf vergleichbarer Basis um 15 Prozent zum Vorjahr zu. Auch der darauf aufbauende Ausblick für 2023 klinge sehr zuversichtlich, heißt es. Die Forschungs-Pipeline sehe gut aus, die verlängerte Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb zahle sich aus.

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Als überraschend stark werden die Jahreszahlen 2022 von Wacker Neuson (+1,8%) im Handel bezeichnet. "Angesichts der Kostenprobleme im Bausektor dürfte man das nicht erwartet haben", kommentiert ein Händler. Die weiter hohe Investitionsbereitschaft der Wacker-Kunden überrasche. Der Konzernumsatz stieg um 20,7 Prozent. Lediglich die Marge zeige klare Bremsspuren durch den Kostenanstieg, sei aber mit 9,0 Prozent nach 10,3 Prozent immer noch ordentlich.

Unterstützt durch den Abbau des hohen Auftragsbestandes und positive Nachlaufeffekte aus den 2022 durchgeführten Preiserhöhungen erwarte Rational (-4,3%) ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, so Baader Helvea. Die Bruttomarge sieht Rational 2023 auf ähnlichem Niveau wie 2022. Aufgrund erhöhter Aufwendungen für Vertriebsmaßnahmen und strategische Investitionen werde das EBIT voraussichtlich aber etwas langsamer steigen als der Umsatz.

Die Aktien von Tui brechen am Dienstag nur optisch um 48 Prozent oder 7,62 Euro auf 8,08 Euro ein. Hier beginnt der separate Handel mit dem Bezugsrecht, das bei 6,08 Euro notiert. Mit der Kapitalerhöhung über 1,8 Milliarden Euro sollen die Finanzhilfen des deutschen Staates aus der Coronakrise zurückgezahlt werden. Händler erwarten tendenziell etwas Druck auf die Kurse, da der russische Oligarch Alexei Mordaschow wegen der Sanktionen nicht mitmachen kann. Er hält knapp 31 Prozent an Tui.

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Margen-Ausblick von Norma enttäuscht

Norma Group brechen um 10,3 Prozent ein. Händler weisen darauf hin, dass sich der Margenausblick noch stärker als befürchtet negativ auswirke. Analysten hätten hier rund 9 Prozent erwartet, während Norma eher Werte um die 8 Prozent sehe, heißt es. "Dazu kommt auch noch die gesenkte Dividende", sagt ein Händler. Norma will nur 0,55 Euro statt 0,75 Euro wie im vergangenen Jahr pro Schein ausschütten.

Sehr positiv werten Händler einen Großauftrag für Manz (+11,8%) von Daimler Truck. "Das hatte man nicht so auf dem Radar", kommentiert ein Händler. Manz soll Anlagen zur Batterieproduktion bauen. Das Auftragsvolumen wirke mit "im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich" zwar nicht extrem hoch, solle aber bereits im laufenden Jahr und 2024 umsatz- und ertragswirksam werden. "Daher dürften die Konsens-Gewinnschätzungen für Manz jetzt nach oben gehen", so der Händler.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.186,59 +0,5% 21,97 +10,4%

Stoxx-50 3.858,90 +0,5% 18,58 +5,7%

DAX 15.197,34 +0,5% 69,66 +9,2%

MDAX 26.747,87 +0,1% 33,34 +6,5%

TecDAX 3.242,82 -0,6% -18,72 +11,0%

SDAX 12.778,20 -0,0% -3,29 +7,2%

FTSE 7.505,61 +0,5% 33,84 +0,3%

CAC 7.121,01 +0,6% 42,74 +10,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,29 +0,07 -0,28

US-Zehnjahresrendite 3,56 +0,02 -0,32

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:08 Uhr Mo, 17:03 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0826 +0,3% 1,0818 1,0780 +1,1%

EUR/JPY 142,03 -0,0% 141,41 141,74 +1,2%

EUR/CHF 0,9922 +0,3% 0,9896 0,9881 +0,2%

EUR/GBP 0,8790 +0,0% 0,8779 0,8783 -0,7%

USD/JPY 131,19 -0,3% 130,75 131,48 +0,1%

GBP/USD 1,2315 +0,2% 1,2321 1,2274 +1,8%

USD/CNH (Offshore) 6,8878 +0,1% 6,8804 6,8892 -0,6%

Bitcoin

BTC/USD 26.970,07 -0,8% 27.113,57 26.784,36 +62,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 73,05 72,81 +0,3% +0,24 -9,2%

Brent/ICE 78,37 78,12 +0,3% +0,25 -8,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 41,44 42,53 -2,6% -1,09 -45,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.953,93 1.955,80 -0,1% -1,87 +7,1%

Silber (Spot) 22,93 23,13 -0,9% -0,20 -4,3%

Platin (Spot) 970,20 976,50 -0,6% -6,30 -9,2%

Kupfer-Future 4,09 4,08 +0,4% +0,02 +7,3%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 28, 2023 03:59 ET (07:59 GMT)

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14.05.26 TUI Market-Perform Bernstein Research