MÄRKTE EUROPA/Fester - Börsen nehmen Notenbanker-Treffen positiv auf


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FRANKFURT (Dow Jones)--Mit Aufschlägen starten Europas Aktenmärkte in die neue Handelswoche. Das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole wird unter dem Strich positiv aufgenommen, da besonders falkenhafte Aussagen ausgeblieben sind. Viel Bewegung erwarten Händler im Tagesverlauf jedoch nicht, da die wichtigen britischen Marktteilnehmer wegen eines Feiertages der Börse fernbleiben. Der DAX steigt um 0,8 Prozent auf 15.752 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 1,0 Prozent auf 4.277 Punkte zu.

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Interpretation von Jackson Hole im Fokus

Die Auslegung des Notenbanker-Treffens in Jackson Hole gibt die Richtung vor. Die Analysten der Bank of America verglichen die Aussagen mit einem "Rorschach-Test". Hier könne jeder hineininterpretieren was er möchte, die hawkishen und dovishen Kommentare hielten sich die Balance. Wegen der "Datenabhängigkeit" von Fed und auch Europäischer Zentralbank (EZB) bekommen nun die Inflationsdaten aus der EU am Donnerstag und der monatliche US-Arbeitsmarktbericht am Freitag besonderes Gewicht.

US-Notenbankpräsident Jerome Powell hatte bekräftigt, das Inflationsziel von 2 Prozent erreichen zu wollen und behielt eine vorsichtige Haltung bei. Er begrüßte den langsameren Preisanstieg in den USA inmitten strafferer Finanzbedingungen und allmählich nachlassender Angebotsbeschränkungen.

An der Börse stellt man sich auf "higher for longer" bei den Leitzinsen nun mittlerweile ein. Die 10-jährigen US-Renditen notieren ohne Aufwärtsdruck weiter um 4,22 Prozent, auch bei den deutschen Staatsanleihen kommen die Renditen leicht zurück. Der Euro erholt sich dementsprechend auf 1,0815 Dollar. Vor allem bei den zinssensiblen Werten wie aus der Tech-Branche geht es nach oben, der Branchen-Index ist Tagessieger und legt um 1,5 Prozent zu. Im DAX steigen Infineon um 1,7 Prozent.

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Deutsche Konjunktur weiter mau

Weiter nicht gut sieht es für die deutsche Konjunktur aus, die Ifo-Exporterwartungen fallen weiter. Im August bauten sie ihr Minus auf 6,3 Punkte von 6,0 im Juli aus. "Die deutschen Exporteure kämpfen weiterhin mit einer schwachen Weltnachfrage", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Zudem beklagen immer mehr Unternehmen, dass ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit leide."

Hoffungszeichen sendet aber die Chemie-Branche, die vom niedrigen Niveau aus mit einer Erholung rechnet. Bei den Autoherstellern gleichen sich gute und schlechte Nachrichten aus. Im Maschinenbau trüben sich die Erwartungen weiter ein. BASF, VW und Mercedes-Benz legen um bis zu 0,8 Prozent zu.

Wenig Termine und Unternehmensmeldungen

Der Terminkalender ist zum Wochenstart fast leer, auch Unternehmensnachrichten sind Mangelware. Sehr gut kommen die Zahlen zum dritten Quartal von Thyssenkrupp Nucera an. Die Aktien steigen um 3,6 Prozent. Auftragseingang und Umsatz konnten deutlich gesteigert werden. Im Ausblick wird ein weiteres Umsatzwachstum erwartet.

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Bei Bayer wird die Forderung vom Investor Artisan Partners, der die Aufspaltung des Unternehmens fordere, als "nicht neu" bezeichnet. Die Aktie werde, neben des Abschlags wegen der anhängigen Glyphosat-Klagen, ebenfalls mit einem Konglomerats-Abschlag an der Börse bewertet, heißt es im Handel. Bayer-Aktien klettern um 0,8 Prozent.

Zu den wenigen Aktien im Minus zählen Vonovia, mit 1,6 Prozent Abschlag. Die deutsche Immobilien-Branche belastet die erneute Diskussion um eine Mietpreisbremse. Allerdings werde der Bau von politischen Vorschriften wie zur Energieeffizienz künstlich verteuert. Wenn gleichzeitig die Mieten gedeckelt werden sollen, wäre der Wohnungsbau für Investoren uninteressant, heißt es im Handel. Für die Börse sei aber die Aussicht auf ein Ende der Zinserhöhungen wichtiger für die Kurse der globalen Real-Estate-Aktienwerte als solche regionalen Diskussionen.

Auch Umstufungen sorgen für etwas Kursbewegung. So legen Deutsche Pfandbriefbank um 1,7 Prozent zu, nachdem sie von Warburg in der Ersteinstufung mit "Buy" und Kurzsziel 10,40 Euro gestartet wurden.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.276,84 +1,0% 40,59 +12,7%

Stoxx-50 3.947,88 +0,7% 25,92 +8,1%

DAX 15.751,59 +0,8% 119,77 +13,1%

MDAX 27.285,10 +1,1% 285,63 +8,6%

TecDAX 3.116,74 +1,1% 34,19 +6,7%

SDAX 13.108,68 +0,8% 108,90 +9,9%

FTSE 0,00 0% 0,00 -1,5%

CAC 7.297,62 +0,9% 68,02 +12,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,56 +0,01 -0,01

US-Zehnjahresrendite 4,22 -0,01 +0,34

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:16 Fr, 17:28 % YTD

EUR/USD 1,0815 +0,2% 1,0816 1,0787 +1,0%

EUR/JPY 158,35 +0,2% 158,32 157,75 +12,8%

EUR/CHF 0,9545 -0,0% 0,9549 0,9548 -3,6%

EUR/GBP 0,8591 +0,1% 0,8581 0,8578 -2,9%

USD/JPY 146,42 -0,0% 146,37 146,26 +11,7%

GBP/USD 1,2588 +0,0% 1,2606 1,2575 +4,1%

USD/CNH (Offshore) 7,3002 +0,2% 7,2916 7,2958 +5,4%

Bitcoin

BTC/USD 25.918,42 -0,5% 25.953,35 25.952,34 +56,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 80,17 79,83 +0,4% +0,34 +2,4%

Brent/ICE 84,72 84,48 +0,3% +0,24 +2,5%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 35,60 34,78 +2,4% +0,82 -57,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.914,51 1.915,35 -0,0% -0,84 +5,0%

Silber (Spot) 24,15 24,23 -0,3% -0,08 +0,8%

Platin (Spot) 947,23 947,45 -0,0% -0,23 -11,3%

Kupfer-Future 3,76 3,76 -0,0% -0,00 -1,4%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 28, 2023 03:32 ET (07:32 GMT)

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG
29.06.26 Infineon Outperform Bernstein Research