MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet vor US-Preisdaten am Nachmittag


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DOW JONES--Die europäische Börsen sind am Freitag mit kleinen Aufschlägen in den Handel gestartet. Der Ölpreis und die Renditen kommen von den jüngsten Hochständen etwas zurück, das Umfeld bleibt aber schwierig. Brent geht bei rund 106 Dollar das Fass um und 10-jährige Treasurys kratzen mit 4,95 Prozent weiter an der 5-Prozenthürde. Mit der Einnahme der Stadt Mokka durch Huthi-Truppen droht der weltweiten Energieversorgung ein weiterer Schlag, besteht damit doch die Gefahr, dass die vom Iran unterstützten Rebellen schon bald die Kontrolle über Bab el-Mandeb übernehmen, die nach Hormus zweite Meerenge für den internationalen Öltransport.

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Für den DAX geht es 0,2 Prozent auf 25.408 Punkte nach oben, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,3 Prozent. Am Devisenmarkt ist es ruhig, der Euro handelt etwas niedriger bei 1,1603 Dollar. Die Schlagzeilen vom Persischen Golf treiben das Inflationsgespenst weiter an. Die EZB-Sitzung am Vortag wird an den Märkten eher falkenhaft aufgenommen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach erstmalig davon, dass die Inflation über einen "ausgedehnten Zeitraum" über dem Ziel von 2 Prozent liegen werde. Während die meisten Ökonomen davon ausgehen, dass die Währungshüter im Dezember die Leitzinsen erneut anheben werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Kreise, dass selbst ein Zinsschritt bereits im Oktober grundsätzlich nicht ausgeschlossen werde.

Begründet wird die Börsenresilienz primär durch hohe Unternehmensgewinne. Die Unternehmensergebnisse für das zweite Quartal liegen laut LFDE außerhalb der Energiebranche um 11 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit deutlich über den Erwartungen. Auch unter den Analysten habe sich neuer Optimismus eingestellt, da die Unternehmensziele so stark angehoben worden seien wie seit Ende 2022 nicht mehr.

Den Höhepunkt des Tages liefert die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am Nachmittag. Da es der letzte wichtige Datensatz vor der geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche ist und sich die Fed unter ihrem Chairman Kevin Warsh von der Forward Guidance verabschiedet hat, kommt der Entscheidung aus Marktsicht besondere Bedeutung zu. Derzeit wird mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent eine Zinserhöhung durch die Fed eingepreist. Mit Blick auf die nun anstehenden Preisdaten wird erwartet, dass diese im August um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen sind.

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Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen von Oracle setzen keinen positiven Impuls in der SAP-Aktie (-1,8%). Die Umsätze im wichtigen Cloud-Geschäft stiegen um 121 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar und schlugen damit die Erwartungen. Für das Oracle-Papier ging es nachbörslich in den USA mehr als 4 Prozent nach oben, allerdings hatte die Aktie im regulären Geschäft mehr als 5 Prozent verloren. Die Begeisterung der Anleger hält sich also in Grenzen.

Flatexdegiro verlieren im frühen Handel 6 Prozent nach überraschenden Wechseln im Aufsichtsrat. Der Vorsitzende Hans-Hermann Lotter legte den Vorsitz des Kontrollgremiums am Donnerstag mit sofortiger Wirkung nieder. Bis spätestens 10. Oktober werden Lotter und mit ihm auch Martina Pfeifer aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Hintergrund seien unterschiedliche Auffassungen über wesentliche Fragen der zukünftigen strategischen Ausrichtung und Positionierung des Unternehmens. Das kommt an der Börse nicht gut an.

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Index zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.288,46 +0,3 19,49 6.268,97 8,6

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Stoxx-50 5.316,09 +0,3 15,86 5.300,23 8,1

DAX 25.407,90 +0,2 46,75 25.361,15 3,7

MDAX 31.550,94 -0,1 -45,48 27.039,42 3,0

TecDAX 3.925,09 -0,4 -15,62 3.091,28 8,3

SDAX 18.387,97 -0,2 -26,82 13.062,07 7,1

FTSE 10.622,38 +0,1 13,46 10.608,92 7,0

CAC 8.145,33 +0,4 28,57 8.116,76 -0,1

SMI 13.787,78 +0,4 47,68 13.740,10 3,9

ATX 6.880,27 +0,2 10,46 6.869,81 29,2

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:57 Uhr

EUR/USD 1,1603 -0,1 -0,0007 1,1610 1,1627

EUR/JPY 179,02 -0,2 -0,2800 179,3 179,1300

EUR/CHF 0,9442 +0,1 0,0007 0,9435 0,9431

EUR/GBP 0,8586 -0,1 -0,0007 0,8593 0,8591

USD/JPY 154,28 -0,1 -0,1400 154,42 154,0400

GBP/USD 1,3511 +0,0 0,0003 1,3508 1,3530

USD/CNY 6,7099 +0,1 0,0038 6,7061 6,7061

USD/CNH 6,7099 -0,1 -0,0046 6,7145 6,7128

AUS/USD 0,7168 +0,2 0,0014 0,7154 0,7168

Bitcoin/USD 77.153,50 -0,1 -110,65 77.264,15 77.168,97

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 101,00 -1,4 -1,48 102,48

Brent/ICE 105,61 -1,9 -2,02 107,63

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.346,89 +0,7 31,20 4.315,69

Silber 63,93 +0,6 0,39 63,55

Platin 1.800,87 +1,4 24,19 1.776,68

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 11, 2026 04:12 ET (08:12 GMT)

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08.09.26 SAP SE Neutral UBS AG
26.08.26 SAP SE Neutral UBS AG

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