MÄRKTE EUROPA/Hausse - Fiskalpaket schickt DAX Richtung Allzeithoch


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DOW JONES--Nach dem Ausverkauf am Vortag haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch wieder in Haussemodus gewechselt. Treiber ist die Einigung zwischen CDU/CSU und SPD auf ein massives Fiskalpaket für Deutschland. Der DAX gewinnt am Mittag 3,4 Prozent auf 23.080 Punkte und nimmt das Rekordhoch bei 23.307 wieder ins Visier. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 2,2 Prozent auf 5.506 Zähler nach oben.

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Die Anleihemärkte reagieren auf die Ankündigung des Schuldenpakets mit fallenden Kursen also steigenden Renditen. Denn eine steigende Staatsverschuldung dürfte in den kommenden Jahren strukturell höhere Marktzinsen zur Folge haben. Die Aussicht auf höhere Zinsen in der Eurozone treibt zugleich den Euro weiter an, er steigt auf 1,0676 Dollar, das sind 3 Cent mehr als zum Vorwochenschluss. Er liegt damit auf einem 16-Wochen-Hoch.

Die als Finanzpaket vorgestellten finanzpolitischen Großprojekte der künftigen Regierung im Bereich der Verteidigung und der Infrastruktur werden laut Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ Bank, die deutsche Wirtschaft spürbar beleben. Nach einer Anlaufphase sei mit einem zusätzlichen Investitionsvolumen von mindestens 3 Prozent des BIP pro Jahr zu rechnen - ein erheblicher Impuls für die seit längerem stagnierende Wirtschaft. Die Wirtschaftsleistung dürfte über mehrere Jahre kräftiger zulegen. Allerdings berge der Ausgabenschub auch Risiken: Die deutliche Ausweitung der öffentlichen Verschuldung dürfte die Renditen von Staatsanleihen merklich nach oben treiben.

Für die Kapitalmärkte ergäben sich dennoch überwiegend positive Perspektiven. Die Aktienmärkte hätten zwar bereits teilweise auf die erwartete Ausgabenexpansion reagiert, besäßen aber noch erhebliches Aufwärtspotential - auch abseits der Rüstungsindustrie.

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Rüstungs- und Infrastrukturunternehmen gelten als mutmaßlich größte Profiteure des Schuldenpakets. Nachdem Rüstungsaktien zuletzt aber bereits stark zulegten, führen Titel aus dem Infrastrukturuniversum die Gewinnerliste an. Der Stoxx-Subindex der Bauwerte schießt um 9 Prozent nach oben. Heidelberg Materials gewinnen 8,3, Hochtief 12,3 und Bilfinger 22,5 Prozent. In Wien verteuern sich Wienerberger um 13 und in Paris Saint Gobain um 7,6 Prozent. Thyssenkrupp legen mit der Rüstungsfantasie um 7 Prozent zu, Hensoldt um knapp 10, Rheinmetall um 4,5 und Thales in Paris um 7,1 Prozent.

Bankaktien sind mit der Aussicht auf ein höheres Zinsniveau gesucht, weil dieses attraktivere Margen im Kreditgeschäft verspricht. Der Subindex gewinnt 4,5 Prozent. Raiffeisen Bank legen beispielsweise um 8 Prozent, Deutsche Bank und Commerzbank um gut 6 Prozent zu.

Ausblick von Adidas enttäuscht

Mit Bekanntgabe der endgültigen Adidas-Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr steht der Ausblick für das laufende im Fokus. Der Sportartikelhersteller stellt einen Betriebsergebnis von 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro in Aussicht. Das liegt signifikant unter der Marktschätzung von 2,1 Milliarden. Adidas verlieren 0,6 Prozent.

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Nach ordentlich ausgefallenen Viertquartalszahlen ziehen Bayer um 3,6 Prozent an. Das bereinigte Betriebsergebnis ist laut Jefferies 4 Prozent über der Prognose ausgefallen. Auch der Umsatz habe die Erwartungen geschlagen. Den Ausblick 2025 stufen die Analysten als "in line" ein.

Die Geschäftszahlen von Evonik haben auf der Ergebnisseite die Markterwartungen nicht erreicht. Immerhin soll im laufenden Quartal das Betriebsergebnis über Vorjahr ausfallen. Der Kurs steigt um 9,3 Prozent.

Die Zahlen von Freenet für das abgelaufene Geschäftsjahr bewegen sich sowohl auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie gewinnt 3,4 Prozent.

Der Ausblick von Schaeffler liegt deutlich unter der Markterwartung. Der Automobilzulieferer erwartet eine bereinigte operative Rendite zwischen 3 und 5 Prozent sowie Umsätze zwischen 23 und 25 Milliarden Euro. Dem stünden Marktprognosen von 4,5 Prozent sowie 25,1 Milliarden Euro entgegen, so ein Teilnehmer. Schaeffler verlieren 1,3 Prozent.

Euro-Stoxx-50 5.506,63 +2,2% +119,3% +10,0% +10,0%

Stoxx-50 4.758,70 +0,9% +40,3% +9,5% +9,5%

DAX 23.080,64 +3,4% +753,8% +12,1% +12,1%

MDAX 29.609,89 +5,6% +1571,2% +9,6% +9,6%

TecDAX 3.834,29 +3,1% +115,1% +8,8% +8,8%

SDAX 15.481,73 +5,0% +741,6% +7,5% +7,5%

CAC 8.205,18 +2,0% +157,3% +9,0% +9,0%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:08 Do, 17:15 % YTD

EUR/USD 1,0684 +0,6% 1,0620 1,0451 +2,6%

EUR/JPY 159,6520 +0,4% 159,0375 157,6940 -2,4%

EUR/CHF 0,9498 +0,5% 0,9446 0,9415 +1,1%

EUR/GBP 0,8328 +0,3% 0,8303 0,8260 +0,4%

USD/JPY 149,4245 -0,2% 149,7595 150,8970 -4,8%

GBP/USD 1,2830 +0,3% 1,2790 1,2652 +2,1%

USD/CNY 7,1651 +0,2% 7,1485 7,1799 -0,8%

USD/CNH 7,2631 +0,1% 7,2533 7,3007 -1,1%

AUS/USD 0,6283 +0,2% 0,6269 0,6223 +1,3%

Bitcoin USD 89.836,95 +2,6% 87.572,35 92.489,65 -6,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 67,13 68,26 -1,7% -1,13 -0,0%

Brent/ICE 70,10 71,13 -1,4% -1,03 -4,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.915,69 2.918,13 -0,1% -2,43 +11,2%

Silber (Spot) 30,20 30,12 +0,3% 0,08 +7,8%

Platin (Spot) 903,92 907,03 -0,3% -3,11 +3,6%

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 05, 2025 07:00 ET (12:00 GMT)

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03.07.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.