MÄRKTE EUROPA/Nervöse Anleger vor EZB-Entscheid vorsichtig


Werte in diesem Artikel
Aktien

2,998.00 EUR 12.00 EUR 0.40 %

0.25 EUR 0.00 EUR 1.61 %

12.84 EUR -0.01 EUR -0.08 %

57.50 EUR 0.88 EUR 1.55 %

134.40 EUR -3.20 EUR -2.33 %

398.00 EUR -2.00 EUR -0.5 %

239.30 EUR -1.70 EUR -0.71 %

UBS
42.64 EUR -0.08 EUR -0.19 %

22.12 EUR -0.48 EUR -2.12 %

Indizes

25,408.64 EUR 142.11 EUR 0.56 %

FRANKFURT (Dow Jones)--Ganz im Schatten der geldpolitischen Entscheidung der EZB am Nachmittag geht es am Donnerstagvormittag an den Börsen in Europa nach unten. Erwartet wird, dass die Notenbanker die Weichen in Richtung steigender Zinsen stellen wird. Der DAX verliert 0,8 Prozent auf 14.337 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,6 Prozent nach unten. Der Euro gibt leicht nach, am Anleihemarkt sinken die Renditen etwas.

Werbung

Negativ gesehen werden die immer weiter steigenden Ölpreise, weil sie die Inflation zusätzlich anheizen. Brent (aktuell-0,3% auf 123,14 Dollar) liegt nun wieder an den Mehrjahreshochs von Anfang März.

Zudem ist bei den Lieferkettenproblemen keine Entspannung in Sicht, im Gegenteil: Zu befürchten sind nun Schiffstaus in der Nordsee, weil die deutschen Hafenarbeiter am Donnerstag in einen Warnstreik treten. Die nächste Verhandlungsrunde für die 12.000 Beschäftigten an den 58 deutschen Häfen ist für Freitag angesetzt. Verdi fordert Einkommensverbesserungen von 12 bis 14 Prozent. Dazu kommen Berichte über ausgedehnte Lkw-Fahrerstreiks in Südkorea.

Unsicherheit im Vorfeld der EZB-Entscheidung

Die Unsicherheit im Vorfeld der EZB-Entscheidung ist hoch: "Wenn die Ergebnisse am Donnerstagnachmittag bekannt sind, kann es durchaus wieder nach oben gehen", so Jochen Stanzl von CMC Markets. Ein anderer Marktanalyst betont eher die Risiken: "Ein falsches Wort von Christine Lagarde, und der Markt könnte deutlich durchsacken", meint er. "Entscheidend für die Börsen wird sein, wie sich Lagarde zu möglichen großen Zinsschritten von 50 Basispunkten äußert", so QC Partners. Eine Forcierung von großen Zinsschritten könnte für neue Unruhe sorgen.

Werbung

Bankaktien zeigen in diesem Umfeld Relative Stärke. Ihr Branchenindex liegt nur knapp im Minus. "Solange die Wirtschaft nicht in die Rezession geht, ist die geldpolitische Wende positiv", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf die steigenden Marktzinsen. Allerdings nähmen auch die Kreditrisiken wieder zu, wenn die EZB keine Unternehmensanleihen mehr kaufe.

Credit Suisse fallen wieder zurück

Credit Suisse verlieren 3,4 Prozent, nachdem State Street einen Kommentar zu Übernahmegerüchten abgelehnt und mitgeteilt hat, man konzentriere sich auf die Integration des Geschäftsbereichs Investors Services von Brown Brothers Harriman. Ein Finanzportal hatte am Mittwoch berichtet, dass State Street den Credit-Suisse-Aktionären 9 Franken pro Aktie bieten könnte, worauf die zuvor nach einer Gewinnwarnung noch sehr schwache Aktie deutlich ins Plus gedreht hatte.

Hochtief leiden mit Minus von 4,8 Prozent unter einer Kapitalerhöhung zu 57,50 Euro je Aktie. Durch die Ausgabe von 7,065 Millionen Aktien nimmt das Unternehmen etwa 406 Millionen Euro ein, die zur Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet werden sollen.

Werbung

Boozt hat den Ausblick kassiert, der Kurs des schwedischen Online-Händlers und Zalando-Wettbewerbers bricht um 17,3 Prozent ein. Im DAX fallen Zalando um 4,7 Prozent, in London Boohoo um 2,8 Prozent. "Die hohen Preise für Gas, Öl, Benzin und Nahrungsmittel reißen Löcher in die Verbraucher-Budgets, die dann im Einzelhandel fehlen", heißt es im Handel dazu. Der entsprechende Stoxx-Subindex verliert 1,3 Prozent.

Weiter schwach zeigen sich Logistikaktien mit dem Warnstreik der Hafenarbeiter und hohen Lohnforderungen der Gewerkschaft. Deutsche Post geben um 1,9 Prozent nach, Hapag Lloyd um 1,4, Moeller Maersk um 1,6 und Kühne & Nagel um 1,3 Prozent,nachdem sie durchweg am Mittwoch herbe Verluste verzeichneten.

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.765,32 -0,6% -23,61 -12,4%

Stoxx-50 3.629,23 -0,6% -20,09 -5,0%

DAX 14.337,36 -0,8% -108,63 -9,7%

MDAX 29.939,59 -0,8% -239,05 -14,8%

TecDAX 3.144,80 -1,1% -34,79 -19,8%

SDAX 13.741,84 -1,1% -147,40 -16,3%

FTSE 7.548,49 -0,6% -44,51 +2,8%

CAC 6.412,86 -0,6% -35,77 -10,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 1,34 -0,02 +1,52

US-Zehnjahresrendite 3,02 -0,00 +1,51

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 10:00 17:31 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0695 -0,2% 1,0698 1,0738 -5,9%

EUR/JPY 142,78 -0,7% 142,86 143,78 +9,1%

EUR/CHF 1,0477 -0,1% 1,0481 1,0467 +1,0%

EUR/GBP 0,8560 +0,1% 0,8563 0,8559 +1,9%

USD/JPY 133,52 -0,5% 133,46 133,88 +16,0%

GBP/USD 1,2493 -0,4% 1,2495 1,2547 -7,7%

USD/CNH (Offshore) 6,6930 -0,1% 6,6923 6,6899 +5,3%

Bitcoin

BTC/USD 30.446,97 +0,2% 30.506,34 30.459,14 -34,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 121,70 122,11 -0,3% -0,41 +67,2%

Brent/ICE 122,99 123,58 -0,5% -0,59 +63,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.849,75 1.853,43 -0,2% -3,69 +1,1%

Silber (Spot) 21,96 22,06 -0,5% -0,10 -5,8%

Platin (Spot) 988,05 1.009,50 -2,1% -21,45 +1,8%

Kupfer-Future 4,39 4,46 -1,6% -0,07 -1,5%

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 09, 2022 04:13 ET (08:13 GMT)

Aktuelle DHL Group (ex Deutsche Post) Aktie News

Werbung

DHL Group (ex Deutsche Post) Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für DHL Group (ex Deutsche Post) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
13:51 DHL Group (ex Deutsche Post) Overweight JP Morgan Chase & Co.
12:56 DHL Group (ex Deutsche Post) Market-Perform Bernstein Research
18.09.26 DHL Group (ex Deutsche Post) Hold Warburg Research
18.09.26 DHL Group (ex Deutsche Post) Hold Jefferies & Company Inc.
18.09.26 DHL Group (ex Deutsche Post) Buy Deutsche Bank AG

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.