MÄRKTE EUROPA/Schwach nach neuen Trump-Drohungen


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DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Belastend wirkten neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser erklärte, der Iran habe sich für die Aushandlung eines Friedensabkommens zu viel Zeit gelassen und müsse nun "den Preis dafür bezahlen". Die Anleger dürften aber Zweifel haben, dass die USA tatsächlich eine neue Großoffensive gegen den Iran starten werden. Eine solche dürfte noch weniger Aussicht auf Erfolg haben als die zu Beginn des Irankriegs. Der Preis der Ölsorte Brent zog zwar an, blieb mit 93,69 Dollar aber klar unter den kritischen Niveaus.

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Keine große Rolle spielten US-Militärschläge in der Nacht in Reaktion auf den Abschuss eines Helikopters durch den Iran, worauf wiederum der Iran einen Drohnenangriff auf die fünfte US-Flotte in Bahrain unternahm. Diese Scharmützel dürfte eher symbolhaften Charakter haben.

Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,7 Prozent. Der DAX gab mit minus 1 Prozent auf 24.195 Punkte deutlich stärker nach, auch belastet durch Index-Schwergewichte. An den Anleihe- sowie Devisenmärkten blieb es ruhig.

Etwas Unterstützung kam von den US-Verbraucherpreisen. Im Mai sind diese zwar deutlich um 0,5 Prozent gegenüber April gestiegen wegen der Verteuerung von Benzin. "Ansonsten hält sich der Inflationsdruck im Rahmen, wie die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel von 0,2 Prozent belegt. Die US-Notenbank dürfte daher durch den Inflationsanstieg hindurchschauen und die Leitzinsen nicht anheben", so die Commerzbank.

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Am Donnerstag entscheidet die EZB über ihre Geldpolitik. Es wird erwartet, dass sie die Leitzinsen um 25 Basispunkte anheben wird. Im Fokus dürfte daher der Ausblick stehen.

Unter Abgabedruck standen Softwaretitel. Weiterhin scheint bei den Anlegern die Sorge umzugehen, dass das traditionelle Geschäftsmodell durch die KI-Disruption bedroht ist, die sogenannte "SaaSpocalypse". Für SAP ging es 3,2 Prozent nach unten, Nemetschek verloren 1,9 Prozent und Temenos 0,8 Prozent.

Aber auch Aktien aus dem Chipsektor hatten es schwer. Aixtron verloren 2,3 Prozent, Suss Microtec 2,6 Prozent und Infineon 0,7 Prozent. Für den KI-Ausstatter Siemens Energy ging es gleich um 6,5 Prozent nach unten. Der starke Liquiditätsentzug durch den 80 Milliarden schweren Börsengang von SpaceX am Freitag und die Kapitalerhöhung bei Alphabet - ebenfalls im Umfang von rund 80 Milliarden Dollar - hatten zuletzt belastet. Der Börsengang von SpaceX dürfte Signalwirkung weit über den Techsektor hinaus haben.

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Der am Mittwoch erfolgte erweiterte Start von Amazons Teilladungsverkehr könnte für ein härteres Wettbewerbsumfeld in der Frachtbranche sorgen, so Raymond James. Allerdings merkten die Analysten an, dass etablierte Spediteure in Bereichen wie der Terminaldichte und der Abholungs- und Zustellungsabwicklung weiterhin die Oberhand hätten. Dennoch zeigte sich der Sektor belastet: Im DAX gaben Deutsche Post um 1,8 Prozent nach.

Heidelberger Druckmaschinen will die im abgelaufenen Geschäftsjahr verfehlte Margenverbesserung nun im neuen Jahr schaffen und peilt bei einem stabilen Konzernumsatz eine "spürbare Verbesserung" der bereinigten Marge zum Vorjahr an. Der Kurs legte um 6 Prozent zu.

Am übrigen Markt zeigten sich Krones 2,7 Prozent schwächer, nachdem der Hersteller von Getränkeabfüllmaschinen die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 sowie die bis 2028 angestrebten Mittelfristziele bestätigt hatte. Das war den Anlegern offenbar nicht genug.

Die am Vortag schon festeren Adidas kamen um weitere 2,8 Prozent voran, nachdem die Analysten von RBC die Aktie auf "Outperform" erhöht hatten. Zugleich entzogen sie der Aktie des Konkurrenten Nike die "Overweight"-Empfehlung.

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·Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

·Euro-Stoxx-50 6.010 -0,7 +4,5

·Stoxx-50 5.154 -0,0 +4,8

·Stoxx-600 618 -0,1 +4,5

·DAX 24.195 -1,0 -0,2

·FTSE-100 London 10.227 +0,3 +3,0

·CAC-40 Paris 8.203 -0,5 +0,7

·AEX Amsterdam 1.047 +0,5 +10,1

·ATHEX-20 Athen 6.055 -0,6 +13,2

·BEL-20 Brüssel 5.565 +0,6 +9,6

·BUX Budapest 133.373 -0,9 +20,1

·OMXH-25 Helsinki 6.341 -1,5 +11,2

·OMXC-20 Kopenhagen 1.481 +1,8 -7,9

·PSI 20 Lissabon 8.903 -0,1 +7,7

·IBEX-35 Madrid 18.175 -0,2 +5,0

·FTSE-MIB Mailand 50.263 -0,5 +11,8

·OBX Oslo 1.937 -0,5 +21,2

·PX Prag 2.549 -1,1 -5,1

·OMXS-30 Stockholm 3.070 -0,5 +6,5

·WIG-20 Warschau 134.260 -0,9 +15,5

·ATX Wien 6.009 -0,7 +12,8

·SMI Zürich 13.356 +0,8 +0,7

·* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:20

EUR/USD 1,1550 +0,1 0,0007 1,1543 1,1560

EUR/JPY 185,34 +0,1 0,2500 185,09 185,2300

EUR/CHF 0,9219 +0,1 0,0005 0,9214 0,9208

EUR/GBP 0,8625 +0,0 0,0001 0,8624 0,8629

USD/JPY 160,45 +0,1 0,0900 160,36 160,2300

GBP/USD 1,3387 +0,1 0,0011 1,3376 1,3393

USD/CNY 6,7745 +0,0 0,0023 6,7722 6,7709

USD/CNH 6,7788 +0,0 0,0012 6,7776 6,7735

AUS/USD 0,702 -0,1 -0,0008 0,7028 0,7041

Bitcoin/USD 62.425,89 +0,5 306,87 62.119,02 61.548,52

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 91,01 +3,2 2,81 88,2

Brent/ICE 93,69 +2,5 2,24 91,45

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.125,82 -3,2 -136,70 4.262,52

Silber 64,84 -0,8 -0,51 65,36

Platin 1.694,03 -1,9 -32,52 1.726,55

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 10, 2026 12:08 ET (16:08 GMT)

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG
29.06.26 Infineon Outperform Bernstein Research