MÄRKTE EUROPA/Sehr fest - Quartalszahlen und Nahost-Schlagzeilen stützen


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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag mächtig zugelegt. Vor allem gute Unternehmenszahlen trieben die Indizes an. Zudem kamen die Ölpreise wieder etwas von den jüngsten Hochs zurück. Die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten am Vortag schürten zwar Ängste, der Konflikt könnte sich nach Wochen relativer Ruhe wieder verschärfen. Wohlwollend nahmen Händler aber zur Kenntnis, dass US-Präsident Donald Trump bislang darauf verzichtet hat, Teheran einen Waffenstillstandsbruch vorzuwerfen. Derweil eskortierte die US-Marine ein Containerschiff der dänischen Reederei Moller-Maersk durch die Straße von Hormus. Schlagzeilen wie diese machten Hoffnung, dass die US-Marine Schiffe gegen iranischen Widerstand durch die Meerenge geleiten könnte.

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Für den DAX ging es um 1,7 Prozent auf 24.402 Punkte nach oben, der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,8 Prozent auf 5.870 Punkte. Am Anleihemarkt gab die deutsche Zehnjahresrendite leicht auf 3,06 Prozent nach, bewegte sich damit aber noch immer auf einem seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich erhöhten Niveau. Sollte die Inflation im Euroraum aufgrund des Iran-Kriegs weiter steigen, könnte die Europäische Zentralbank im Juni die Zinsen anheben, warnte gerade erst Bundesbank-Chef Joachim Nagel. Derweil hat die australische Notenbank ihre Zinsen zum dritten Mal in Folge erhöht wegen der hohen Inflation, und sie schloss weitere Erhöhungen nicht aus.

Bei den Einzelwerten bewegte im Wesentlichen die Berichtssaison. Die Aktie des Brauerei-Konzerns Anheuser-Busch Inbev zog um 9,3 Prozent an. Die Belgier steigerten zur Überraschung des Marktes den Bierabsatz, der von Analysten in einem Abwärtstrend erwartet worden war. Entsprechend fielen auch Gewinn und Umsatz besser als erwartet aus.

Gesucht sind auch Unicredit, die sich um 5,9 Prozent verteuerten. Die Italiener hatten nicht nur gute Geschäftszahlen vorgelegt, sondern auch noch die Jahresprognose erhöht. Nachdem die Unicredit ihr Kaufangebot für die Commerzbank offiziell gemacht hatte, stieg der Kurs der Commerzbank-Aktie im Fahrwasser des Unicredit-Kurses. Die italienische Großbank, die bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile kontrolliert, will sich weitere Anteile sichern und bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 neue Unicredit-Aktien.

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In London ging es für BT Group um 1,7 Prozent voran. Die Bank of America hatte die Aktie auf "Buy" hochgestuft. Wettbewerber Vodafone ermäßigten sich dagegen um 2,2 Prozent. Der britische Telekommunikationskonzern übernimmt die vollständige Kontrolle über die Tochter VodafoneThree - der Kaufpreis liegt bei 4,3 Milliarden Pfund.

Klares Schlusslicht im DAX sind Fresenius Medical Care mit einem Minus von 10,7 Prozent - nach insgesamt unspektakulär ausgefallenen Geschäftszahlen. Das operative Ergebnis verringerte sich um 14 Prozent. Der Ausblick animierte ebenfalls nicht zu Käufen. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Bad Homburger Konzern unverändert mit einem Umsatz ungefähr auf Höhe des Vorjahres. Der Kurs der Mutter Fresenius fiel um 3,4 Prozent.

DAX-Tagessieger waren Infineon mit einem Aufschlag von 6,5 Prozent. Im MDAX lag mit Aixtron eine weitere Chip-Aktie auffallend fest im Markt, sie verteuerte sich um 7 Prozent. Rheinmetall legten um 3,4 Prozent zu. Die Auftragsbücher sind derzeit so voll, dass der Rüstungshersteller mit der Produktion nicht mehr hinterherkommt und Kapazitätsengpässe ausweist. Dadurch verschieben sich einige Liefertermine ins nächste Quartal. Der Auftragsbestand kletterte im ersten Quartal um 31 Prozent, für das Gesamtjahr erwartet Rheinmetall ein Umsatzplus von 40 bis 45 Prozent.

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Schaeffler stiegen um 7,6 Prozent. Der Automobilzulieferer hatte im ersten Quartal sowohl auf der Umsatz- als auch der Gewinnseite besser abgeschnitten als befürchtet. Der Konzern peilt zudem einen Milliardenumsatz im Robotergeschäft an. Im DAX ging es im Sektor für Continental um 1,9 Prozent nach oben.

Hugo Boss schlossen nach volatilem Handel 0,5 Prozent im Plus. Analysten sahen den Modekonzern weiter in einer Übergangsphase. Die DZ Bank konstatierte eine Straffung der Sortimente und eine Verbesserung der Vertriebsqualität. Die (vorsichtigen) Markterwartungen seien leicht übertroffen worden. Einen Satz um 15,7 Prozent machten Hochtief und setzten damit ihre Rally fort. Vor den Erstquartalszahlen hieß es von Analysten, dass die Nachfrage nach Kapazität für Rechenzentren weiterhin deutlich das Angebot übersteige. Davon dürfte Hochtief profitieren.

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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 5.870 1,8 -0,48

Stoxx-50 5.049 0,8 1,81

Stoxx-600 610 0,7 2,25

DAX 24.402 1,7 -2,04

FTSE-100 London 10.364 -1,4 4,36

CAC-40 Paris 7.976 1,1 -2,13

AEX Amsterdam 1.005 1,0 5,64

ATHEX-20 Athen 5.583 1,2 4,33

BEL-20 Brüssel 5.352 1,6 5,39

BUX Budapest 133.586 1,8 20,31

OMXH-25 Helsinki 6.326 0,7 10,91

OMXC-20 Kopenhagen 1.497 0,6 -6,88

PSI 20 Lissabon 9.168 0,0 10,94

IBEX-35 Madrid 17.356 1,8 0,28

FTSE-MIB Mailand 47.478 2,3 5,64

OBX Oslo 1.975 0,1 23,57

PX Prag 2.472 -0,5 -7,96

OMXS-30 Stockholm 3.035 1,2 5,29

WIG-20 Warschau 130.055 0,9 9,91

ATX Wien 5.737 1,1 7,70

SMI Zürich 13.003 0,4 -1,99

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50

EUR/USD 1,1702 +0,1 0,0012 1,1690 1,1695

EUR/JPY 184,57 +0,4 0,7600 183,81 183,8300

EUR/CHF 0,9155 -0,1 -0,0010 0,9165 0,9174

EUR/GBP 0,8623 -0,2 -0,0016 0,8639 0,8636

USD/JPY 157,7 +0,3 0,4800 157,22 157,1400

GBP/USD 1,3568 +0,3 0,0037 1,3531 1,3540

USD/CNY 6,83 +0,0 0,0027 6,8300 6,8300

USD/CNH 6,8269 -0,1 -0,0035 6,8304 6,8278

AUS/USD 0,719 +0,3 0,0023 0,7167 0,7176

Bitcoin/USD 81.505,42 +2,0 1.574,22 79.931,20 78.806,24

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 101,84 -4,3 -4,58 106,42

Brent/ICE 110,64 -3,3 -3,80 114,44

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.563,63 +1,0 43,23 4.520,40

Silber 73,26 +0,7 0,55 72,72

Platin 1.960,80 +0,8 15,88 1.944,92

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/mgo

(END) Dow Jones Newswires

May 05, 2026 12:23 ET (16:23 GMT)

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09:06 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
08:51 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.07.26 Rheinmetall Buy UBS AG
03.07.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
03.07.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.