MÄRKTE EUROPA/Wartemodus - Atos brechen auf nahe Allzeittief ein


FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen sind gut behauptet in den Handel am Dienstag gestartet. Nachdem zu Wochenbeginn das Geschäft im Zeichen der Europawahl stand, richten sich nun die Blicke auf den morgigen "Super-Mittwoch". Dann stehen erstmals seit Juni 2020 neue US-Inflationsdaten und eine Sitzung der US-Notenbank am selben Tag auf dem Terminkalender. Im Vorfeld halten sich die Akteure zurück.

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Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 18.5312 Punkte, der Euro-Stoxx-50 rückt um 0,3 Prozent auf 5.034 Zähler vor. Am Devisen- und Anleihemarkt tut sich am Morgen wenig, auch die Ölpreise bewegen sich kaum.

Allgemein wird erwartet, dass die US-Notenbank die Leitzinsen unverändert bei 5,25 bis 5,50 Prozent belassen wird. Sie wird zudem die aktualisierten Projektionen der Fed-Gouverneure und -Präsidenten veröffentlichen. Bei den jüngsten Projektionen im März seien für 2024 noch unverändert Zinssenkungen um insgesamt 75 Basispunkte avisiert worden, also 3 Zinsschritte zu je 25 Basispunkten, erinnern die Analysten der Commerzbank.

Mittlerweile mehren sich Expertenstimmen, die für 2024 gar keine Zinssenkung mehr erwarten. Zuletzt hatten am Freitag die Zinssenkungshoffnungen erneut einen Dämpfer erhalten, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht überraschend robust ausgefallen war. Dazu zeigt sich die Inflation hartnäckig zu hoch.

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Autosektor mit EU-Zöllen auf chinesische Importe im Blick

Im Blick steht der Automobilsektor mit den für nach der Europawahl avisierten EU-Zöllen auf chinesische Elektroautos. Die USA haben diesbezüglich bereits vorgelegt. Am Wochenende kündigte auch die Türkei solche Zölle an. Vor allem für deutsche Hersteller sei die Maßnahme ein Thema, weil deutsche Autokonzerne in China E-Fahrzeuge für den europäischen Markt produzierten, merkt die Commerzbank an. Zu bedenken seien die wahrscheinlich folgenden "Vergeltungsmaßnahmen" der Chinesen.

Sollte die EU die Importe chinesischer Elektroautos wie gemutmaßt mit 20 Prozent besteuern, hätte dies nach Berechnungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) spürbare Auswirkungen auf den bilateralen Handel und die Produktion in Europa. Die Menge importierter E-Autos aus China würde demnach um 25 Prozent zurückgehen und wertmäßig fast 4 Milliarden Dollar ausmachen.

Während in China Autoaktien schwach im Markt lagen, zeigen sie sich in Europa in der Breite unauffällig. Der Stoxx-Subindex der Autotitel bewegt sich kaum vom Fleck.

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Atos knicken um 12 Prozent ein

Um gut 12 Prozent nach unten auf 1,00 Euro geht es in Paris für Atos. Der Kurs liegt damit nur knapp über dem jüngsten Allzeittief von 0,91 Euro. Der IT-Dienstleister hat angekündigt, mit dem Onepoint-Konsortium zusammenzuarbeiten, um eine endgültige Vereinbarung über die finanzielle Restrukturierung zu erreichen. Die Maßnahmen werden zu einer massiven Verwässerung der Altaktionäre führen. Die bestehenden Aktionäre werden nach den Kapitalmaßnahmen, zu denen auch die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital gehören, weniger als 0,1 Prozent des Aktienkapitals halten.

In der vierten deutschen Reihe verteuern sich Koenig & Bauer um 3,5 Prozent. Der Druckmaschinenhersteller hat seit Ende Mai 2024 neue Aufträge von 250 Millionen Euro eingefahren und nun die Jahresprognose bestätigt. Im SDAX steigen Heidelberger Druck ähnlich stark. Das Unternehmen hat in seinem Geschäftsjahr 2023/24 seine Ziele erreicht und ist zuversichtlich für 2024/25.

Für Ceconomy geht es mit einem positiven Analystenkommentar um gut 4 Prozent nach oben.

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.032,96 +0,3% 16,48 +11,3%

Stoxx-50 4.566,01 +0,2% 7,67 +11,6%

DAX 18.531,79 +0,2% 36,90 +10,6%

MDAX 26.748,50 +0,0% 7,43 -1,4%

TecDAX 3.458,95 +0,3% 9,18 +3,6%

SDAX 15.067,58 +0,3% 38,33 +7,9%

FTSE 8.241,55 +0,2% 13,07 +6,4%

CAC 7.928,91 +0,4% 34,93 +5,1%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,66 -0,02 +0,09

US-Zehnjahresrendite 4,44 -0,02 +0,56

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:05 Mo, 17:29 % YTD

EUR/USD 1,0767 +0,0% 1,0767 1,0743 -2,5%

EUR/JPY 169,39 +0,2% 169,33 168,61 +8,9%

EUR/CHF 0,9654 +0,1% 0,9653 0,9641 +4,0%

EUR/GBP 0,8465 +0,1% 0,8461 0,8443 -2,4%

USD/JPY 157,33 +0,2% 157,26 156,95 +11,7%

GBP/USD 1,2718 -0,1% 1,2727 1,2725 -0,0%

USD/CNH (Offshore) 7,2693 +0,1% 7,2661 7,2669 +2,0%

Bitcoin

BTC/USD 67.653,77 -2,7% 67.923,23 69.871,00 +55,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 77,74 77,74 0% 0 +7,2%

Brent/ICE 81,58 81,63 -0,1% -0,05 +7,1%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 34,75 34,44 +0,9% +0,31 +7,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.303,51 2.311,13 -0,3% -7,62 +11,7%

Silber (Spot) 29,20 29,78 -1,9% -0,58 +22,8%

Platin (Spot) 960,78 972,50 -1,2% -11,73 -3,2%

Kupfer-Future 4,51 4,54 -0,8% -0,04 +14,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 11, 2024 03:59 ET (07:59 GMT)

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Datum Rating Analyst
22.02.13 ATOS kaufen Barclays Capital
11.12.12 ATOS buy Société Générale Group S.A. (SG)
21.11.12 ATOS buy Société Générale Group S.A. (SG)
16.11.12 ATOS overweight Morgan Stanley
29.10.12 ATOS overweight Morgan Stanley

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