MÄRKTE USA/Abgaben nach Vortagesrally - Ebay-Aktie unter Druck
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach den kräftigen Vortagesgewinnen ist die Wall Street am Donnerstag mit Abgaben in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,9 Prozent auf 33.750 Punkte. Der S&P-500 büßt 1,2 Prozent ein und der Nasdaq-Composite fällt um 1,8 Prozent. Die US-Notenbank hatte die Zinsen wie erwartet um 50 Basispunkte erhöht. Für Erleichterung hatte aber vor allem die Aussage von US-Notenbankpräsident Jerome Powell gesorgt, die Fed erwäge aktuell keine Anhebung der Leitzinsen um 75 Basispunkte, wie vom Markt mehrheitlich für die kommende Sitzung erwartet. Ein solcher Schritt hätte Sorgen ausgelöst, dass die Fed die Zinssätze zu weit und zu schnell erhöhen und die Wirtschaft schließlich in eine Rezession stürzen könnte.
Doch die Zuversicht scheint schon wieder etwas zu schwinden. Selbst wenn eine solch deutliche Zinserhöhung in den kommenden Monaten vom Tisch ist, läuft noch immer die aggressivste Straffung der US-Geldpolitik seit dem Jahr 2000. Viele Investoren fragten sich, wie hoch die Fed die Zinsen in den nächsten zwei Jahren anheben könnte und wie sich dies dann auf die Wirtschaft und die Unternehmensgewinne auswirken werde.
Die Fokussierung der Fed auf die Inflationsbekämpfung birgt nach Ansicht der Ratingagentur Fitch große Risiken für die konjunkturellen Aussichten der USA. Die Fed "versucht, die Zinsen bis Ende des Jahres wieder in den neutralen Bereich zu bringen", so Chefvolkswirt Brian Coulton. "Angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks wächst das Risiko, dass die Straffung der Geldpolitik zu einer deutlichen Wachstumsverlangsamung oder sogar zu einer Rezession im Jahr 2023 führt", warnt Coulton.
Die US-Konjunkturdaten haben enttäuscht. So sind die wöchentlichen Erstanträge stärker als erwartet gestiegen und die Produktivität ex Agrar ging im ersten Quartal deutlicher zurück als prognostiziert.
Dollar leicht erholt von Vortagesverlusten
Der Dollar holt seine Vortagesverluste fast vollständig wieder auf. Der Dollar-Index legt um 0,7 Prozent zu. Der Devisenmarkt habe den Fokus darauf gelegt, dass Fed-Chef Jerome Powell 75-Basispunkte-Schritte de facto für die nächste Zeit ausgeschlossen habe, sagt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Das hätte man nicht unbedingt erwarten müssen, zumal mit James Bullard von einem Mitglied des Offenmarktaussschusses vor Kurzem die Möglichkeit von 75-Punkte-Schritten ins Spiel gebracht worden sei. Leuchtmann betont, dass bei einem Zinserhöhungszyklus das Ausmaß mittelfristig viel wichtiger sei als die Geschwindigkeit. Viel wichtiger sei zudem, was die Fed täte, wenn es zu einer "harten Landung" kommen sollte.
Mit Aufschlägen zeigen sich erneut die Ölpreise. Brent war am Vortag auf den höchsten Stand seit fast drei Wochen gestiegen, nachdem die EU einen Plan zum Verbot russischer Öleinfuhren angekündigt hatte. Die Opec+ hat sich nach Aussagen von Delegierten darauf geeinigt, ihre tägliche Produktionsmenge ab Juni um 432.000 Barrel auszuweiten. Das Kartell bestätigte damit seine im vergangenen Jahr beschlossene Linie einer schrittweisen Produktionserhöhung auf das Vor-Corona-Niveau. Das Angebot dürfte aber weiter knapp bleiben.
Am Rentenmarkt geben die Notierungen ihre kräftigen Vortagesgewinne wieder weitgehend ab - die Renditen legen im Gegenzug kräftig zu. Der Goldpreis baut seine Vortagesgewinne dagegen weiter aus und notiert wieder über der Marke von 1.900 Dollar je Feinunze.
Ebay enttäuscht mit Zahlen und Ausblick
Daneben bestimmt die Berichtssaison das Geschehen. Hier sorgt Ebay für eine Enttäuschung. Das Unternehmen hat im ersten Quartal wegen Verlusten bei einigen seiner Beteiligungsunternehmen rote Zahlen geschrieben. Zudem sank sowohl der Wert der verkauften Waren als auch die Zahl der aktiven Käufer. Der Ausblick für das laufende Jahr wurde gesenkt. Die Erwartungen für das zweite Quartal verfehlten die Markterwartungen. Die Ebay-Aktie verliert 5,8 Prozent.
Der Ölkonzern Conocophillips (-1,6%) hat im ersten Quartal von den anziehenden Ölpreisen profitiert. Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn stärker als von Analysten erwartet. Die Produktionskennziffer verfehlte jedoch die Markterwartungen.
Die Aktien von Booking Holdings legen um 9,6 Prozent zu. Das Online-Reisebüro hat im ersten Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen und erwartet, von einer guten Sommer-Reisesaison zu profitieren.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 33.750,45 -0,9% -310,61 -7,1%
S&P-500 4.247,05 -1,2% -53,12 -10,9%
Nasdaq-Comp. 12.736,13 -1,8% -228,73 -18,6%
Nasdaq-100 13.285,65 -1,8% -250,06 -18,6%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,67 +2,1 2,65 194,1
5 Jahre 2,97 +6,8 2,90 171,2
7 Jahre 3,03 +5,9 2,97 159,1
10 Jahre 3,01 +7,0 2,94 149,5
30 Jahre 3,10 +6,3 3,04 119,8
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:16 Uhr Mi, 17:03 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0552 -0,7% 1,0612 1,0545 -7,2%
EUR/JPY 137,40 +0,1% 137,31 137,08 +5,0%
EUR/CHF 1,0379 +0,4% 1,0338 1,0363 +0,0%
EUR/GBP 0,8513 +1,2% 0,8449 0,8438 +1,3%
USD/JPY 130,11 +0,7% 129,36 129,98 +13,0%
GBP/USD 1,2395 -1,9% 1,2561 1,2496 -8,4%
USD/CNH (Offshore) 6,6589 +0,6% 6,6361 6,6574 +4,8%
Bitcoin
BTC/USD 39.293,56 -1,1% 39.656,76 38.772,94 -15,0%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 110,60 107,81 +2,6% 2,79 +50,7%
Brent/ICE 113,16 110,14 +2,7% 3,02 +48,9%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.901,27 1.881,21 +1,1% +20,06 +3,9%
Silber (Spot) 23,04 22,98 +0,3% +0,06 -1,2%
Platin (Spot) 992,00 994,60 -0,3% -2,60 +2,2%
Kupfer-Future 4,34 4,33 +0,1% +0,00 -2,6%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
May 05, 2022 09:53 ET (13:53 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 08.08.19 | Booking Outperform | Cowen and Company, LLC | |
| 08.08.19 | Booking Buy | Deutsche Bank AG | |
| 08.08.19 | Booking Overweight | Barclays Capital | |
| 21.05.19 | Booking Buy | Needham & Company, LLC | |
| 19.03.19 | Booking Market Perform | Telsey Advisory Group |