MÄRKTE USA/Aktien auf Richtungsuche - Marktzinsen steigen wieder


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Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Wie schon an den Vortagen tut sich auch am Mittwoch an den US-Börsen wenig. Marktbeobachter sprechen angesichts der zuletzt mal etwas nach oben, mal etwas nach unten tendierenden Indizes von einer Art Richtungssuche. Zum einen warteten Akteure ab, weil sie zunächst tiefere Einblicke erlangen wollten, wie sich die anlaufende Berichtssaison entwickle, zum anderen bremsten die steigenden Marktzinsen und die Aussicht, dass die US-Notenbank im Mai erneut die Zinsen erhöhen dürfte. Zu letzterer trägt bei, dass die britische Inflation im März höher ausgefallen ist als erwartet.

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Am US-Rentenmarkt steigen die Renditen denn auch bereits wieder deutlich, nachdem sie am Vortag ihren Anstieg kurz unterbrochen hatten. Nicht wenige Marktteilnehmer spekulieren zwar darauf, dass die Mai-Erhöhung die letzte des laufenden Zyklus sein könnte, sicher ist das aber nicht. Dazu befürworteten mit James Bullard und Raphael Bostic gerade erst zwei Vertreter der US-Notenbank weitere Zinserhöhungen. Mit den steigenden US-Renditen zieht der Dollar etwas an, gemessen am Dollarindex um 0,2 Prozent.

Zur Mittagszeit in New York büßt der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent ein auf 33.894 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Indizes geben ebenfalls leicht nach. Die Erdölpreise fallen um bis zu 1,9 Prozent. Dabei könnte eine Rolle spielen, dass die Exporte aus den kurdischen Regionen des Irak wieder aufgenommen werden sollen, die wegen politischer Streitigkeiten zuletzt gestoppt worden waren. Dass die offiziellen US-Lagervorräte an Erdöl in der zurückliegenden Woche deutlich gesunken sind, stützt nicht. Zudem sind die Benzinvorräte gestiegen.

Netflix schwach - Travellers und Abbott sehr fest

Unter den Einzelwerten geht es für Netflix um 3,3 Prozent nach unten. Der Streaming-Anbieter hat für das zurückliegende Quartal ein schwächeres Abonnenten-Wachstum vermeldet und auch die Gewinnprognose verfehlt. Zudem teilte Netflix mit, gegen die Mehrfachnutzung von Passwörtern erst etwas verspätet im zweiten Quartal vorzugehen. Immerhin ist das neue werbegestützte Angebot offenbar bislang ein Erfolg.

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Morgan Stanley geben um 0,7 Prozent nach. Die Bank hat belastet von einem schwachen Investmentbanking einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet, schnitt aber dennoch nicht so schwach ab wie von Analysten befürchtet. Western Alliance Bancorporation machen einen Satz um 16,3 Prozent. Die Bank hat nicht nur einen Zuwachs bei den Nettozinseinnahmen vermeldet, sondern auch mitgeteilt, dass sich die Kundeneinlagen erholt haben.

Travellers verbessern sich um 6,5 Prozent. Der Versicherer hat etwas weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, die Markterwartungen aber deutlich übertroffen. Zudem hob er die Quartalsdividende an und kündigte zusätzliche Aktienrückkäufe von 5 Milliarden Dollar an.

Für Abbott Laboratories geht es um 7,7 Prozent aufwärts. Der Gesundheitskonzern hat wegen ausbleibender Erlöse mit Corona-Tests zwar einen Gewinneinbruch verzeichnet, schnitt aber nicht so schwach ab wie befürchtet. Zudem wurde der Ausblick bekräftigt.

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Der Kurs des Börsenbetreibers Nasdaq steigt um 3,3 Prozent. Trotz leicht rückläufiger Einnahmen im ersten Quartal verdiente der Konzern mehr als vom Markt gedacht.

Um 12,7 Prozent aufwärts geht es mit Intuitive Surgical. Das Geschäft mit Operationsrobotern wuchs im ersten Quartal kräftig und damit auch der Umsatz des Medizintechnikunternehmens.

United Airlines hat mit Bekanntgabe der Quartalszahlen für das laufende zweite Quartal und das Geschäftsjahr einen Gewinn in Aussicht gestellt, der deutlich über den bisherigen Erwartungen des Marktes liegt. Der Kurs hebt um über 5 Prozent ab.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 33.893,53 -0,2% -83,10 +2,3%

S&P-500 4.149,84 -0,1% -5,03 +8,1%

Nasdaq-Comp. 12.141,04 -0,1% -12,38 +16,0%

Nasdaq-100 13.081,90 -0,1% -9,89 +19,6%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,28 +7,2 4,20 -14,4

5 Jahre 3,75 +6,5 3,68 -25,3

7 Jahre 3,69 +6,3 3,63 -28,0

10 Jahre 3,63 +5,5 3,58 -24,9

30 Jahre 3,83 +3,6 3,79 -14,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:28 Uhr Di, 17:29 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0954 -0,2% 1,0949 1,0964 +2,3%

EUR/JPY 147,66 +0,4% 147,49 146,88 +5,2%

EUR/CHF 0,9840 +0,0% 0,9842 0,9838 -0,6%

EUR/GBP 0,8804 -0,3% 0,8826 0,8824 -0,5%

USD/JPY 134,79 +0,5% 134,70 133,98 +2,8%

GBP/USD 1,2443 +0,1% 1,2407 1,2424 +2,9%

USD/CNH (Offshore) 6,8971 +0,2% 6,9016 6,8795 -0,4%

Bitcoin

BTC/USD 29.296,17 -3,6% 30.115,37 30.194,67 +76,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 79,36 80,86 -1,9% -1,50 -1,4%

Brent/ICE 83,31 84,77 -1,7% -1,46 -1,8%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 40,06 42,72 -6,2% -2,66 -45,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.991,55 2.004,87 -0,7% -13,31 +9,2%

Silber (Spot) 25,20 25,23 -0,1% -0,03 +5,1%

Platin (Spot) 1.088,80 1.087,00 +0,2% +1,80 +2,0%

Kupfer-Future 4,08 4,09 -0,4% -0,02 +6,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 19, 2023 12:26 ET (16:26 GMT)

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17.07.26 Netflix Overweight JP Morgan Chase & Co.
17.07.26 Netflix Outperform Bernstein Research

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