MÄRKTE USA/Börse von Ölpreisen und Zolleskalation belastet
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DOW JONES--Nach den Vortagesabgaben bleibt die Wall Street am Mittwoch im Verlustmodus. Angesichts des negativen Börsenumfelds mit Ölpreisrally und Zolleskalation halten sich die US-Börsen damit aber recht wacker. Im frühen Geschäft sinkt der Dow-Jones-Index um 0,6 Prozent auf 52.454 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen jeweils 0,3 Prozent ein. Die Ölpreise marschieren schier unaufhaltsam weiter nach oben - die europäische Sorte Brent hat die Marke von 100 Dollar pro Fass übersprungen. Die USA und der Iran überziehen sich weiter gegenseitig mit Militärschlägen. Die USA sollen fünf iranische Tanker in der Straße von Hormus zerstört haben.
"Die Märkte scheinen diese Woche auf der Stelle zu treten, da steigende Energiepreise die Risikobereitschaft dämpfen", befindet Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Die Inflation steht derzeit im Fokus mit der Veröffentlichung von Preisdaten am Donnerstag und Freitag. Ein weiterer Hemmschuh ist der eskalierende Zollstreit zwischen den USA und Kanada. US-Präsident Donald Trump hat Dekrete unterzeichnet, um den Import vieler Milchprodukte, alkoholischer Getränke und Motorräder aus Kanada in drei Wochen zu unterbinden. Damit reagiert er auf kanadische Gegenzölle auf US-Importe, die zuvor in Kraft getreten sind. Trump änderte zudem den Umfang einiger bestehender Zölle auf kanadische Produkte. Die Auswirkungen auf betroffene Branchen könnten ruinös ausfallen, sollten sie tatsächlich in Kraft treten.
Die Ölpreisrally befeuert Inflationssorgen und treibt in der Folge die Kreditkosten in die Höhe. Am Anleihemarkt steigt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen leicht an auf 4,81 Prozent. Anleger warten gespannt auf Details zu den Rückkäufen des US-Finanzministeriums. Trotz hoher Anleiherenditen gibt der Dollar-Index um 0,1 Prozent nach. Die USA hätten bisher davon profitiert, dass sowohl der Dollar als auch ihre Staatsanleihen ungeachtet fiskalischer Bedenken als sichere Häfen gelten. Dies könnte sich nun aber ändern, warnt Analystin Ingvild Borgen von DNB Asset Management. Der Euro legt dagegen zu - gestützt von der Erwartung einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die Europäische Zentralbank am Donnerstag.
Der Goldpreis steigt um 1,0 Prozent auf 4.397 Dollar pro Feinunze trotz gestiegener Marktzinsen. Die Dollar-Schwäche stützt. "Handelshemmnisse und geopolitische Verwerfungen können das Edelmetall stützen, da Anleger nach defensiven Vermögenswerten suchen (...)", erläutert Analyst Naeem Aslam von Zaye Capital Markets.
Unter den Einzelaktien bewegen sich Apple knapp im Minus und zeigen sich damit widerstandsfähig gegenüber anziehenden Marktzinsen. Der Technologiegigant plant auf seiner jährlichen Produktveranstaltung im späten Geschäft die Vorstellung neuer Geräte. Erwartet wird die Präsentation eines faltbaren Mobiltelefons. Meta Platforms klettern derweil um 4,6 Prozent. Die Facebook-Mutter bringt einen persönlichen KI-Agenten auf den Markt.
Chewy stürzen um 9,2 Prozent ab. Der Einzelhändler für Haustierbedarf hat Gewinn und Umsatz im Quartal gesteigert und die Erwartungen getroffen. Allerdings sei der Kurs im Vorfeld des Zahlenausweises deutlich gestiegen und angesichts des schwachen Komsumausblicks wegen der hohen Inflation nähmen Anleger nun Gewinne mit, heißt es. Casey's General Stores brechen mit 15,5 Prozent noch deutlicher ein. Der Einzelhändler meldete im ersten Quartal ein verlangsamtes Wachstum der flächenbereinigten Umsätze.
Chime Financial hat den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Zudem schluckt das Finanzunternehmen Stride Bank für 590 Millionen Dollar. Die Aktie springt um 5,7 Prozent nach oben. Servicetitan prognostiziert für das dritte Quartal einen Umsatz unter Markterwartungen, die Titel des Softwarehauses sausen um 24,8 Prozent gen Süden.
Braze stürzen um 17,6 Prozent nach Bekanntgabe eines Gewinnausblicks unter den Erwartungen der Analysten ab. Rocket Lab ziehen um 2,1 Prozent an - das Raumfahrtunternehmen hat eine neue Solarzelle für den Weltraum entwickelt.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 52.453,91 -0,6 -332,16 52.786,07
S&P-500 7.652,95 -0,3 -20,57 7.673,52
NASDAQ Comp 26.338,19 -0,3 -83,22 26.421,41
NASDAQ 100 29.461,70 -0,2 -46,00 29.507,70
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,42 +0,02 4,43 4,39
5 Jahre 4,59 +0,02 4,59 4,56
10 Jahre 4,81 +0,00 4,81 4,79
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:45 Uhr
EUR/USD 1,1651 +0,2 0,0028 1,1623 1,1627
EUR/JPY 178,65 -0,2 -0,3300 178,98 179,2900
EUR/CHF 0,94 -0,1 -0,0006 0,9406 0,9406
EUR/GBP 0,8592 +0,1 0,0010 0,8582 0,8586
USD/JPY 153,31 -0,4 -0,6500 153,96 154,1900
GBP/USD 1,3559 +0,2 0,0022 1,3537 1,3540
USD/CNY 6,7077 -0,0 -0,0028 6,7105 6,7105
USD/CNH 6,7039 -0,0 -0,0020 6,7059 6,7068
AUS/USD 0,7223 +0,1 0,0010 0,7213 0,7219
Bitcoin/USD 79.357,88 +1,1 869,00 78.488,88 78.717,19
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 95,75 +2,9 2,72 93,03
Brent/ICE 100,76 +2,9 2,84 97,92
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.396,66 +1,0 42,47 4.354,19
Silber 66,06 +0,5 0,30 65,75
Platin 1.852,47 +2,1 38,90 1.813,57
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/hab
(END) Dow Jones Newswires
September 09, 2026 09:50 ET (13:50 GMT)
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