MÄRKTE USA/Börsen von Ölpreisrally belastet - Abgaben aber moderat


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DOW JONES--Auf die jüngste Ölpreisexplosion mit deutlich steigenden Anleiherenditen reagiert die Wall Street am Donnerstag erneut mit eher moderaten Abgaben. Dies sorgt im Handel durchaus für etwas Verwunderung. Die Inflation steht mit der Ölpreisrally seit Tagen im Fokus, weil Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank besteht. Denn die Inflationsentwicklung liefert Argumente für Zinserhöhungen, die aber politisch von US-Präsident Donald Trump nicht gewünscht werden. Im frühen Geschäft sinkt der Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent auf 52.169 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,5 bzw. 0,7 Prozent ein.

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Die US-Erzeugerpreise für August liefern nicht die erhofften Erkenntnisse, denn sie werden von der Ölpreisrally überlagert. Die Inflation auf Erzeugerebene ist auf Monatssicht wie erwartet gestiegen, in der Kernrate sogar einen Tick geringer. Allerdings wurde der Wert für Juli hochrevidiert und auf Jahressicht bewegen sich Inflationsdaten klar über der Zielmarke der US-Notenbank. Wichtiger in diesem Zusammenhang sind allerdings die Verbraucherpreise am Freitag. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten spielen keine Rolle, zumal sie sich im prognostizierten Rahmen bewegen.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen mit dem rasanten Anstieg der Ölpreise weiter. Die jüngsten Ankündigungen über Rückkäufe durch das US-Finanzministerium werden von Marktteilnehmern als enttäuschend eingestuft. Die Markterwartung über das Volumen sei bei einigen Akteuren höher ausgefallen, heißt es. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zieht um 8 Basispunkte auf das Mehrjahreshoch von 4,92 Prozent an - getrieben von ölpreisbedingten Inflationssorgen. "Nichts in den heutigen Wirtschaftsdaten hat den am Markt für US-Staatsanleihen zu beobachtenden Verkaufsdruck zerstreuen können", urteilt Analyst Ian Lyngen von BMO Capital Markets.

Die Ölpreisrally nimmt weiter Fahrt auf, der Preis der Rohölsorte Brent klettert um 3,8 Prozent auf 105,10 Dollar pro Fass. Die wechselseitigen militärischen Attacken zwischen den USA und dem Iran schüren Sorgen über Lieferunterbrechungen. Zudem rücken die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen vor und bedrohen damit weitere Wasserwege, die für den Öltransport von Bedeutung sind. US-Präsident Trump hat nach Angaben von US-Vertretern von seinen engsten Beratern den Hinweis erhalten, dass sich der Iran-Krieg möglicherweise bis zum Ende seiner Amtszeit oder darüber hinaus hinziehen könnte.

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Der Dollar-Index steigt mit den anziehenden Marktzinsen um 0,2 Prozent, der Euro neigt trotz Leitzinserhöhung durch die EZB zur Schwäche. Gold gerät mit dem deutlichen Anstieg der Marktzinsen unter Druck - auch die Dollarstärke belastet das Edelmetall.

Unter den Einzelaktien steigen Apple um 1,2 Prozent. Der Technologieriese hat am Vorabend ein faltbares Mobiltelefon vorgestellt. Die Meinungen gehen auseinander: Während einige Marktbeobachter die Innovation begrüßen, kritisieren andere den hohen Preis. Macy's fallen um 2,3 Prozent, obwohl der Einzelhändler mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen geschlagen und die Prognose angehoben hat. Allerdings überzeugt der Umsatzausblick nicht in Gänze.

American Eagle Outfitters brechen um 13,7 Prozent ein, der Modekonzern meldete gesunkene Margen aufgrund verstärkter Werbeaktionen im Kerngeschäft. Nach einer gesenkten Prognose stürzen Cooper Cos um 16,1 Prozent ab. Das Unternehmen hat die Lagerbestände im Kontaktlinsengeschäft reduziert. Skillsoft sausen um 24 Prozent gen Süden - nach einem ebenfalls gesenkten Ausblick. Navan übernimmt die Veranstaltungsplattform BoomPop, der Kurs rutscht um 20,7 Prozent ab.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 52.169,36 -0,4 -211,30 52.380,66

S&P-500 7.598,02 -0,5 -38,34 7.636,36

NASDAQ Comp 26.077,37 -0,7 -175,98 26.253,34

NASDAQ 100 29.164,36 -0,9 -257,19 29.421,55

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,52 +0,09 4,52 4,42

5 Jahre 4,71 +0,10 4,71 4,60

10 Jahre 4,92 +0,08 4,92 4,83

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:42 Uhr

EUR/USD 1,1610 -0,2 -0,0022 1,1632 1,1631

EUR/JPY 179,03 +0,2 0,4200 178,61 178,4300

EUR/CHF 0,9434 +0,1 0,0012 0,9422 0,9418

EUR/GBP 0,8593 +0,1 0,0008 0,8585 0,8583

USD/JPY 154,19 +0,4 0,6500 153,54 153,4100

GBP/USD 1,3508 -0,3 -0,0034 1,3542 1,3549

USD/CNY 6,7062 -0,0 -0,0015 6,7077 6,7077

USD/CNH 6,7119 +0,1 0,0055 6,7064 6,7053

AUS/USD 0,7159 -0,8 -0,0058 0,7217 0,7217

Bitcoin/USD 77.049,18 -1,6 -1.274,36 78.323,54 78.630,11

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 99,50 +3,6 3,45 96,05

Brent/ICE 105,1 +3,8 3,89 101,21

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.370,62 -0,7 -29,87 4.400,49

Silber 64,60 -4,0 -2,67 67,27

Platin 1.812,11 -4,4 -83,73 1.895,84

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mod

(END) Dow Jones Newswires

September 10, 2026 10:00 ET (14:00 GMT)

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