MÄRKTE USA/Börsen wegen Unsicherheiten etwas leichter erwartet
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach dem guten Auftakt in die neue Woche dürfte die Wall Street am Dienstag etwas leichter in den Handel starten. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 gibt vorbörslich 0,4 Prozent nach. Die Blicke der Anleger richten sich auf die Anhörungen von Fed-Chef Jerome Powell und US-Finanzminister Steven Mnuchin vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses, wo es um die staatlichen Corona-Hilfsmaßnahmen geht.
Für Bewegung in die eine oder andere Richtung dürften weiterhin die Entwicklungen rund um die Coronavirus-Pandemie sorgen. Rund sechs Monate, nachdem die ersten Covid-19-Fälle gemeldet wurden, hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor einer weiteren Ausbreitung der Pandemie gewarnt. Und der rasante Anstieg der Zahl an Neuinfizierten vor allem in den USA schürt bei den Börsianern weiterhin die Sorge vor neuen Lockdown-Maßnahmen. So haben weitere US-Bundesstaaten die geplanten Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen ausgesetzt.
Nach Ansicht von einigen Ökonomen ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch kein ausreichender Indikator, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie in Zukunft abzuschätzen. "Die Regierungsbehörden haben nun viel mehr Erfahrung als noch im März oder April", so Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. "Gezielte Maßnahmen wie die Schließung überfüllter Bars und Gesichtsmasken sowie eine Verhaltensänderung werden eine Überlastung der Gesundheitssysteme im Stil New Yorks oder Norditaliens verhindern", so Schmieding.
Für ein gewisses Maß an Optimismus sorgen indessen überraschend gute Konjunkturdaten aus Asien. So sind in China die Aktivitäten in der Industrie deutlicher als erwartet auf ein Dreimonatshoch gestiegen. Zudem rückte der Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor weiter in den expansiven Bereich vor und auch die Lage im Dienstleistungssektor hat sich verbessert.
Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft dürfte kurz nach Handelsbeginn der Einkaufsmanager-Index Chicago für den Monat Juni geben. Ökonomen erwarten hier einen deutlichen Anstieg. Zudem werden - ebenfalls für Juni - Daten zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht, auch hier wird mit einer Verbesserung gerechnet. Die Verbraucher spielen eine besonders wichtige Rolle für die US-Wirtschaft, da ein Großteil des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängt.
Boeing von Auftragsstornierungen belastet
Boeing geben vorbörslich 2,6 Prozent nach. Belastet wird die Aktie von Stornierungen von Norwegian Air. Die Fluggesellschaft hat 92 Maschinen des Problemfliegers 737 Max abbestellt. Die Meldung kommt vor dem Hintergrund eines ersten Testflugs für eine Neuzertifizierung der Boeing 737 Max, 15 Monate nach Inkrafttreten eines weltweiten Flugverbots aufgrund von zwei Abstürzen.
Micron rücken 5,2 Prozent vor. Der Halbleiterkonzern hatte im dritten Geschäftsquartal dank steigender Nachfrage die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Zudem gab der Chiphersteller einen überraschend positiven Ausblick für das abschließende Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 ab.
Die Papiere von Lululemon Athletica verbessern sich um 2,6 Prozent. Der Sportartikeleinzelhändler hatte die Übernahme von Mirror, einem Betreiber einer interaktiven Plattform für sportliche Aktivitäten zu Hause, angekündigt. Die Transaktion kostet Lululemon 500 Millionen Dollar.
Der US-Fahrdienstvermittler Uber plant offenbar sein Geschäft um Essenlieferungen mit einem Milliardenkauf zu verstärken. Informierten Personen zufolge könnte Uber den Essenslieferdienst Postmates für rund 2,6 Milliarden US-Dollar übernehmen. Uber verbessern sich um 3,8 Prozent.
Dollar profitiert von Unsicherheiten
Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar angesichts der anhaltenden Unsicherheiten rund um die Pandemie fester. Der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Der Euro notiert bei 1,1204 Dollar gegenüber 1,1242 am Montagabend.
Die Ölpreise geben mit Sorgen über ein Angebotsüberhang etwas nach. Die US-Sorte WTI verliert 1,9 Prozent auf 38,96 Dollar je Barrel, Brent gibt 1,5 Prozent nach auf 41,09 Dollar.
Gold als vermeintlich "sicherer Hafen" ist nicht gefragt. Der Preis für die Feinunze gibt 0,1 Prozent nach auf 1.768 Dollar. Am Anleihemarkt geht es für die Rendite zehnjähriger US-Anleihen bei leicht steigenden Notierungen um 0,9 Basispunkte nach unten auf 0,61 Prozent.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,14 -1,6 0,16 -106,2
5 Jahre 0,27 -0,6 0,27 -165,9
7 Jahre 0,45 -1,3 0,46 -179,9
10 Jahre 0,61 -0,9 0,62 -183,0
30 Jahre 1,37 -1,2 1,38 -170,1
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:00 Mo, 17:35 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1204 -0,33% 1,1231 1,1242 -0,1%
EUR/JPY 120,70 -0,18% 120,99 121,10 -1,0%
EUR/CHF 1,0648 -0,44% 1,0691 1,0684 -1,9%
EUR/GBP 0,9130 -0,09% 0,9140 0,9163 +7,9%
USD/JPY 107,75 +0,18% 107,73 107,70 -0,9%
GBP/USD 1,2272 -0,23% 1,2288 1,2268 -7,4%
USD/CNH (Offshore) 7,0768 -0,02% 7,0676 7,0789 +1,6%
Bitcoin
BTC/USD 9.109,01 -1,08% 9.120,26 9.073,51 +26,3%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 38,96 39,70 -1,9% -0,74 -33,2%
Brent/ICE 41,09 41,71 -1,5% -0,62 -34,8%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.768,24 1.770,40 -0,1% -2,17 +16,5%
Silber (Spot) 17,87 17,80 +0,4% +0,07 +0,1%
Platin (Spot) 812,00 815,00 -0,4% -3,00 -15,9%
Kupfer-Future 2,71 2,68 +1,2% +0,03 -3,6%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/err/kla
(END) Dow Jones Newswires
June 30, 2020 08:58 ET (12:58 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 25.06.26 | Micron Technology Buy | Deutsche Bank AG | |
| 25.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets | |
| 25.06.26 | Micron Technology Neutral | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 25.06.26 | Micron Technology Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 15.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets |
