MÄRKTE USA/Etwas leichter - Fed-Redner und Biden-Reise nach Europa im Blick
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NEW YORK (Dow Jones)--Mit kleinen Verlusten dürften die US-Börsen am Mittwoch in den Handel starten. Die Futures auf die großen Aktienindizes tendieren vorbörslich etwas leichter. Die zuletzt deutlich falkenhafteren Aussagen von Vertretern der US-Notenbank und der unvermindert andauernde Krieg in der Ukraine dürften die Anleger zurückhaltend agieren lassen. Gegenwind kommt ferner von den steigenden Ölpreisen, die Inflationsängste schüren.
Im Blick steht auch der Besuch von US-Präsident Joe Biden in Europa. Biden wird in Brüssel und Warschau zu multinationalen Gesprächen über die Lage in der Ukraine erwartet. Beobachter gehen davon aus, dass der Präsident weitere Sanktionen gegen Russland verhängt und zusätzlichen Druck auf China ausübt, um Peking von der Unterstützung Russlands abzuhalten.
Die Agenda der Konjunkturdaten ist überschaubar. Veröffentlicht werden nur die Februar-Daten zu den Neubauverkäufen. Allerdings sind Auftritte verschiedener US-Notenbankvertreter angekündigt. Anleger sind gespannt, ob diese auf einer Linie liegen mit den Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, der jüngst die Möglichkeit eines Zinsschrittes um 50 statt 25 Basispunkte bei der nächsten Zinssitzung ins Spiel gebracht hatte.
Enttäuschender Ausblick belastet Adobe
Unter den Einzelwerten fallen Adobe im vorbörslichen Handel um 3,3 Prozent. Das Softwareunternehmen hat zwar in seinem ersten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als von Analysten erwartet, doch enttäuschte der Ausblick.
Gamestop springen um 8,2 Prozent. Hier treibt die Mitteilung, dass RC Ventures, ein Beteiligungsunternehmen von Gamestop-Chairman Ryan Cohen, weitere 100.000 Aktien des Videospieleeinzelhändlers erworben hat. Cohen besitzt damit 11,9 Prozent an Gamestop bzw. 9,1 Millionen Aktien. Erst in der Vorwoche hatte Gamestop einen unerwarteten Verlust, aber auch überraschend gute Umsätze ausgewiesen.
Aussicht auf weitere Sanktionen gegen Russland treibt Ölpreise
Spekulationen auf weitere Sanktionen gegen Russland treiben die Ölpreise nach oben. Stützend wirken nach Angaben aus dem Handel auch Medienberichte, wonach eine wichtige russisch-kasachische Ölpipeline ihre Lieferungen über ein Terminal am Schwarzen Meer mehrere Wochen lang um täglich eine Million Barrel verringern muss. Grund seien Sturmschäden.
Der Dollar profitiert von den zuletzt deutlich falkenhafteren Äußerungen der US-Notenbank. Für den Dollarindex geht es um 0,3 Prozent nach oben. Erwartungen, dass die EZB ihre Zinsen stärker erhöhen wird als bislang gedacht, begrenzen laut Monex Europe derweil die Verluste des Euro zum Dollar. Am Markt würden mittlerweile etwa drei EZB-Zinsanhebungen in den kommenden zwölf Monaten eingepreist, nachdem die Notenbank in der Vorwoche trotz der vom Ukraine-Krieg ausgehenden Unsicherheiten ihre Stimuli-Maßnahmen beschleunigt verringert habe. "Das hat den Euro davor beschützt, am Montag und Dienstag stärker gegenüber dem Dollar nachzugeben und dürfte dem Euro in den kommenden Monaten mit steigenden US-Renditen Halt bieten".
Der Anleihemarkt verzeichnet etwas Zulauf, wobei die Renditen am kurzen Ende deutlich stärker nachgeben als am langen. Damit weitet sich der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Anleihen wieder etwas aus, nachdem der sogenannte Spread in jüngster Zeit stetig kleiner geworden war. Marktteilnehmer befürchteten eine inverse Zinskurve, bei der die Rendite am kurzen Ende höher ist als am langen, was als Vorbote einer Rezession gilt.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,13 -4,5 2,17 139,5
5 Jahre 2,38 -2,2 2,40 111,8
7 Jahre 2,41 -2,2 2,43 97,1
10 Jahre 2,38 -0,7 2,38 86,6
30 Jahre 2,60 +0,3 2,60 70,5
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:57 Uhr Di, 17:13 % YTD
EUR/USD 1,0985 -0,4% 1,1033 1,1017 -3,4%
EUR/JPY 132,52 -0,9% 133,67 132,85 +1,3%
EUR/CHF 1,0270 -0,3% 1,0312 1,0272 -1,0%
EUR/GBP 0,8332 +0,2% 0,8310 0,8312 -0,8%
USD/JPY 120,69 -0,4% 121,14 120,58 +4,8%
GBP/USD 1,3182 -0,7% 1,3277 1,3253 -2,6%
USD/CNH (Offshore) 6,3884 +0,2% 6,3858 6,3761 +0,5%
Bitcoin
BTC/USD 42.094,85 -1,1% 42.241,16 42.697,98 -9,0%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 112,64 109,27 +3,1% 3,37 +52,3%
Brent/ICE 119,20 115,48 +3,2% 3,72 +54,6%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.927,29 1.920,86 +0,3% +6,43 +5,3%
Silber (Spot) 24,94 24,78 +0,6% +0,15 +7,0%
Platin (Spot) 1.023,80 1.025,65 -0,2% -1,85 +5,5%
Kupfer-Future 4,70 4,69 +0,3% +0,01 +5,3%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/err
(END) Dow Jones Newswires
March 23, 2022 08:47 ET (12:47 GMT)
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