MÄRKTE USA/Freundlich - Intel sorgt für Kaufwelle bei Technologieaktien


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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Im Spannungsfeld der weitgehend unveränderten Lage im Nahen Osten und der Straße von Hormus sowie begeistert aufgenommenen Geschäftszahlen von Intel geht es am Freitag an der Wall Street nach oben. Die Sorgen über schleppende und undurchsichtige Verhandlungen zur Beendigung des Irankrieges treten etwas in den Hintergrund, zumal US-Präsident Donald Trump eine um drei Wochen verlängerte Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon verkündet hat.

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Sorgen bereiten die weiter steigenden Ölpreise. Röhöl der Sorte Brent kostet aktuell gut 105 Dollar. Das hält die Befürchtung einer global anziehenden Inflation am Leben, entsprechend verharren die Renditen der US-Anleihen auf dem zuletzt erhöhten Niveau. Die Zehnjahresrendite liegt wenig verändert bei 4,30 Prozent. Der Dollar kommt nach seinem jüngsten Anstieg leicht zurück, der Euro kostet 1,1714 Dollar.

Der eng gefasste Dow-Jones-Index gibt um 0,3 Prozent nach, der breite und aussagekräftigere S&P-500-Index legt dagegen um 0,7 Prozent zu. Insbesondere Technologieaktien werden gekauft, nachdem der Chiphersteller Intel starke Zahlen präsentiert hat und zudem überraschend für das laufende Quartal einen Gewinn erwartet. Der Markt quittiert das mit einem Kursfeuerwerk um 21,8 Prozent. Entsprechend gewinnen die technologielastigen Nasdaq-Indizes bis zu 1,9 Prozent. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite markieren damit Rekordhochs.

Im Fahrwasser von Intel legen auch andere Chipaktien zu. AMD machen einen Satz um fast 15 Prozent, Arm gewinnen gut 13 Prozent, Nividia kommen um 5,0 Prozent voran. Texas Instruments, die am Vortag nach eigenen starken Zahlen bereits kräftig zugelegt hatten, büßen 2,1 Prozent ein.

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Neben Intel sorgen auch gute Zahlen von SAP für Zuversicht oder zumindest eine Stabilisierung bei zuletzt gebeutelten Aktien aus dem Segment Unternehmenssoftware. Zuletzt gaben hier am Vortag die Kurse sehr stark nach, nach kritisch beäugten Geschäftszahlen von ServiceNow. Im Sog von SAP können sich ServiceNow um 2 Prozent erholen, Salesforce um 1,2 und Workday um 1,6 Prozent.

Für die Nike-Aktie geht es um 0,5 Prozent nach oben. Nach Meta Platforms und Microsoft kündigte mit Nike ein weiteres prominentes Unternehmen einen umfassenden Stellenabbau an, Der Schritt ist Teil des Plans des Unternehmens, die Komplexität seiner weltweiten Abläufe zu verringern. Meta erholen sich um 2,6 und Microsoft um 0,8 Prozent. Beide hatten vortags deutlich verloren.

Alphabet verbessern sich um 1,3 Prozent. Der Google-Mutterkonzern wird laut einem Bericht von Bloomberg 10 Milliarden Dollar in das KI-Startup Anthropic investieren, mit der an Leistungsziele geknüpften Möglichkeit, später weitere 30 Milliarden folgen zu lassen. Erst vor wenigen Tagen hatte Anthropic eine Investition von 5 Milliarden Dollar von Amazon bekannt gegeben, mit der Option auf weitere bis zu 20 Milliarden Dollar in der Zukunft.

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Procter & Gamble legen um 3,3 Prozent zu. Der Anbieter von Haushaltsgütern schnitt im abgelaufenen Quartal besser als gedacht ab. Der etwas enttäuschende Gewinnausblick geht unter.

Comfort Systems verlieren 3,5 Prozent, obwohl der Anbieter von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen besser als erwartet ausgefallene Gewinn- und Umsatzkennziffern gemeldet hat. Hier dürften Gewinne mitgenommen werden, die Aktie liegt seit Jahresbeginn über 80 Prozent im Plus.

Newmont legen um 7,5 Prozent zu; der Goldminenbetreiber überbot die Marktprognosen für den Berichtszeitraum bereits zum sechsten Mal in Folge.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 49.173,91 -0,3 -136,41 49.310,32

S&P-500 7.161,07 +0,7 +52,67 7.108,40

NASDAQ Comp 24.820,79 +1,6 +382,28 24.438,50

NASDAQ 100 27.281,98 +1,9 +499,35 26.782,63

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,78 -0,04 3,85 3,77

5 Jahre 3,92 -0,04 3,98 3,92

10 Jahre 4,31 -0,02 4,36 4,30

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:05

EUR/USD 1,1715 +0,3 0,0032 1,1683 1,1700

EUR/JPY 186,72 +0,1 0,1400 186,58 186,5600

EUR/CHF 0,9196 +0,1 0,0012 0,9184 0,9178

EUR/GBP 0,8668 -0,1 -0,0007 0,8675 0,8672

USD/JPY 159,37 -0,2 -0,3400 159,71 159,4500

GBP/USD 1,3513 +0,3 0,0046 1,3467 1,3489

USD/CNY 6,8359 +0,2 0,0099 6,8260 6,8260

USD/CNH 6,8332 -0,0 -0,0011 6,8343 6,8311

AUS/USD 0,715 +0,3 0,0022 0,7128 0,7153

Bitcoin/USD 77.887,93 -0,0 -33,07 77.921,00 78.449,30

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 93,94 -2,0 -1,91 95,85

Brent/ICE 104,77 -0,3 -0,30 105,07

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.725,07 +0,7 32,38 4.692,69

Silber 76,28 +1,1 0,85 75,43

Platin 2.017,12 +0,6 11,07 2.006,05

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/mgo

(END) Dow Jones Newswires

April 24, 2026 12:47 ET (16:47 GMT)

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