MÄRKTE USA/Leichter - Nasdaq-Indizes fallen etwas stärker zurück
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Von Steffen Gosenheimer
NEW YORK (Dow Jones)--Nach neuen insgesamt durchwachsen ausgefallenen Konjunkturzahlen ist es mit den Indizes an den US-Börsen am Donnerstag von den zuletzt teils erreichten Rekordhochs etwas nach unten gegangen. Unter anderem waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den niedrigsten Stand seit März 2020 gesunken und die Industrieproduktion im Juni etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Als Stimmungsdämpfer machten Marktteilnehmer, Sorgen wegen der sich wieder ausbreitende Corona-Pandemie aus. Sie könnte Störfeuer für die eigentlich fest erwartete globale Öffnung des Wirtschaftslebens bedeuten. "Wir verlieren Zeit" warnte Francis Collins, Leiter der National Institutes of Health, im Sender CNN angesichts des sich verlangsamenden Impftempos in den USA. Daneben sorgten sich die Akteure auch um die hohen Teuerungsraten, die ebenfalls negativ auf das Wirtschaftswachstum ausstrahlen könnten.
Der Markt habe zuletzt eine perfekte Entwicklung eingepreist, diese bekomme nun Risse, kommentierte Marktexperte Derek Halpenny von MUFG. Die Risikoneigung habe definitiv nachgelassen.
Der Dow-Jones-Index ging mit 34.987 Punkten mit einem Plus von 0,2 Prozent aus dem Tag. Die anderen Indizes gaben nach, die nasdaq-Indizes mit 0,7 Prozent am stärksten.
An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.274 (Mittwoch:1.413) Kursgewinner und 2.039 (1.890) -verlierer. Unverändert schlossen 129 (128) Titel.
Marktzinsen weiter auf dem Weg nach unten
Dass US-Notenbankchef Jerome Powell am Vortag trotz der hohen Inflationsraten Spekulationen über eine schneller kommende Straffung der US-Geldpolitik erneut eine Absage erteilt hatte, stützte nicht mehr. Zudem betonte er vor dem Bankenausschuss des Senats, dass die aktuelle Inflation "unangenehm" über dem Niveau liege, das mit den Zielen der US-Notenbank vereinbar sei.
Die Renditen der US-Anleihen, die bereits am Vortag nach den Powell-Aussagen deutlich nachgegeben hatten, sackten weiter ab. Am Markt hieß es, die sinkenden Zinsen zeigten, dass die US-Notenbank beim Wort genommen werde. Daneben sprachen Teilnehmer aber auch von weiter reichlich vorhandener Liquidität, die nach Anlage suche in einem Umfeld global sehr niedriger Zinsen.
Der Dollar stabilisierte sich trotz der weiter sinkenden Zinsen nach seinem Rücksetzer vom Vortag. Der Dollarindex legte um 0,2 Prozent zu und der Euro lag zuletzt nur noch knapp über 1,18 Dollar.
AIG-Aktie profitiert von Deal mit Blackrock
Mit Morgan Stanley (+0,2%) legte die letzte der großen US-Banken Zahlen zum zweiten Quartal vor. Gewinn und Einnahmen waren dabei über den Erwartungen ausgefallen. Bank of New York Mellon gaben nach dem Quartalsbericht um 1,2 Prozent nach, U.S. Bancorp legten nach dem Zahlenausweis dagegen um 3,2 Prozent zu.
Der Krankenversicherer Unitedhealth Group (+1,3%) verbuchte einen Gewinnrückgang, weil Patienten Arztbesuche nachholten, die sie wegen der Pandemie aufgeschoben hatten. Das verursachte höhere Kosten. Dennoch nahm das Unternehmen mehr ein und verdiente auch mehr als erwartet und erhöhte zudem die Jahresprognose.
AIG verteuerten sich um 3,6 Prozent, nachdem der Versicherer einen milliardenschweren Vertrag mit der Beteiligungsgesellschaft Blackstone (+3,9%) geschlossen hat. Unter anderem übernimmt Blackstone Anteile am Geschäftsbereich Life & Retirement für 2,2 Milliarden Dollar. Zudem verkauft AIG Immobilienwerte für 5,1 Milliarden Dollar an Blackstone.
Stark unter Druck standen Biogen (-6,8%). Hintergrund waren Berichte, wonach Krankenhäuser das von Biogen entwickelte Alzheimer-Präparat Aduhelm nicht anwenden wollen, weil sie dessen Wirksamkeit anzweifeln. Zudem hieß es von Unitedhealth, man benötige noch Zeit, um zu entscheiden, ob man die jährlichen Kosten von 56.000 Dollar für Aduhelm trage.
Ölpreise geben nach - Laxere Grenzen bei der Opec?
Die Ölpreise gaben erneut stark nach um rund 2 Prozent, weiter gedrückt von Kreisemeldungen, wonach Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate eine Einigung im Streit um Fördermengen gefunden haben sollen. Demnach dürften ab dem kommenden Monat laxere Grenzen für die Förderobergrenzen gelten.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 34.987,02 +0,2% 53,79 +14,3%
S&P-500 4.360,03 -0,3% -14,27 +16,1%
Nasdaq-Comp. 14.543,13 -0,7% -101,82 +12,8%
Nasdaq-100 14.794,69 -0,7% -105,75 +14,8%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,23 0,4 0,22 10,8
5 Jahre 0,78 -1,8 0,80 41,9
7 Jahre 1,07 -2,7 1,10 42,5
10 Jahre 1,30 -3,9 1,34 38,7
30 Jahre 1,92 -4,8 1,97 27,6
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:19 Uhr Mi, 17:45 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1811 -0,2% 1,1842 1,1825 -3,3%
EUR/JPY 129,68 -0,4% 130,02 130,15 +2,9%
EUR/CHF 1,0841 +0,1% 1,0821 1,0826 +0,3%
EUR/GBP 0,8544 +0,1% 0,8547 0,8534 -4,3%
USD/JPY 109,80 -0,2% 109,80 110,06 +6,3%
GBP/USD 1,3824 -0,3% 1,3856 1,3857 +1,2%
USD/CNH (Offshore) 6,4608 +0,0% 6,4602 6,4648 -0,6%
Bitcoin
BTC/USD 31.603,51 -3,8% 32.616,75 32.807,01 +8,8%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,54 73,13 -2,2% -1,59 +47,9%
Brent/ICE 73,27 74,76 -2,0% -1,49 +43,3%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.829,24 1.827,35 +0,1% +1,89 -3,6%
Silber (Spot) 26,33 26,25 +0,3% +0,08 -0,2%
Platin (Spot) 1.142,68 1.132,23 +0,9% +10,45 +6,8%
Kupfer-Future 4,32 4,28 +0,9% +0,04 +22,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/gos
(END) Dow Jones Newswires
July 15, 2021 16:11 ET (20:11 GMT)
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