MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Hoffen auf Rückkehr zur Normalität
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach den Kursverlusten vom Mittwoch kommt es am Donnerstag an der Wall Street zu einer leichten Gegenbewegung. Anleger hoffen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, nachdem die Corona-Pandemie in vielen Ländern ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheint.
Der Dow-Jones-Index fällt um 0,4 Prozent auf 23.420 Punkte. Hier belastet die schwergewichtete Boeing-Aktie mit einem Minus von 6,2 Prozent. Der S&P-500 gewinnt dagegen 0,4 Prozent. Der Nasdaq-Composite steigt deutlich um 1,5 Prozent.
Am Mittwoch kündigte die deutsche Bundesregierung erste Lockerungen der im Zuge der Pandemie verhängten Beschränkungen an. Am Donnerstag will US-Präsident Donald Trump entsprechende Pläne für die USA vorstellen.
Noch vor der Startglocke an der Wall Street haben weitere Konjunkturdaten Zeugnis vom verheerenden Einfluss der Corona-Krise auf die US-Wirtschaft abgelegt. Sowohl die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche, der Philadelphia-Fed-Index für April und die Märzdaten zu den Baubeginnen und -genehmigungen fielen schwächer aus, als es die ohnehin schon düsteren Prognosen von Volkswirten nahegelegt hatten.
Allerdings entfalten die Daten kein solches "Schock-Potenzial" mehr wie der am Mittwoch gemeldete Absturz des Empire-State-Manufacturing-Index auf ein Rekordtief und der Einbruch der Einzelhandelsumsätze. Vielmehr scheint sich ein Gewöhnungseffekt einzustellen. Mit Blick auf die Erstanträge heißt es, diese seien zwar schlechter ausgefallen als erwartet, hätten aber andererseits kein neuerliches Desaster geliefert. Und im Philly-Fed-Index, der auf den tiefsten Stand seit fast 40 Jahren eingebrochen ist, entdecken Beobachter sogar ein leicht positives Signal: Der Subindex für zukünftige allgemeine Aktivitäten hat sich leicht erholt und den Rückgang des Vormonats fast ausgeglichen.
Gewinneinbruch belastet Morgan Stanley
Geschäftszahlen haben vorbörslich die Bank Morgan Stanley und der Pharmahersteller Abbott Laboratories vorgelegt. Wie andere große US-Banken an den beiden Vortagen meldete auch Morgan Stanley einen überraschend deutlichen Gewinneinbruch. Auch die Einnahmen sanken im ersten Quartal stärker als erwartet. Die Aktie fällt um 0,4 Prozent.
Für die Abbott-Aktie geht es hingegen um 4,2 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Dass es sich wegen der Corona-Krise keinen Ausblick auf das Geschäftsjahr mehr zutraut, scheint niemanden zu überraschen. Vielen anderen Unternehmen geht es inzwischen ähnlich. Positiv dürfte hingegen aufgenommen werden, dass Abbott drei neue Tests auf Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Krankheit, herausbringt. Einer davon, ein Molekulartest, könne schon binnen fünf Minuten ein positives Testergebnis liefern.
Die schon am Vortag nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen des Inneneinrichters Bed Bath & Beyond kommen derweil gut an. Die Aktie springt um 19 Prozent nach oben.
Sichere Häfen erfahren Zulauf
Staatsanleihen sind vor dem Hintergrund der schwachen Konjunkturdaten abermals gesucht, die Notierungen steigen aber merklich langsamer als am Mittwoch. Die Zehnjahresrendite sinkt um 1,8 Basispunkte auf 0,62 Prozent.
Auch beim Gold greifen die Anleger zu. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,4 Prozent auf 1.723 Dollar.
Die Ölpreise tendieren erneut uneineheitlich. Erholungsbewegungen von den jüngsten Verlusten scheitern immer wieder an der Angebotsschwemme auf dem Markt. Das Barrel der US-Sorte WTI steigt um 0,6 Prozent auf 19,99 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent verliert dagegen 0,9 Prozent auf 27,43 Dollar.
Norbert Rücker, Leiter des Bereichs Economics & Next Generation Research von Julius Bär, führt den jüngsten Ausverkauf am Ölmarkt auf Zweifel zurück, die nach der Opec+-Förderkürzung vom vergangenen Freitag wieder hochgekocht seien. Der auf Anfang Mai festgelegte Beginn der Kürzungen sei einfach zu spät. Dazu kämen die drastisch gestiegenen US-Ölvorräte und die gleichzeitig einbrechende Nachfrage in den USA. Der jüngste Zwischenfall im Persischen Golf, bei dem ein Schiff der iranischen Revolutionsgarden einem US-Marineschiff gefährlich nah gekommen sein soll, sei fundamental ohne Bedeutung.
Der Dollar legt zu. Der Euro rutscht im Gegenzug unter die Marke von 1,09 Dollar und steht nun bei 1,0840. Der Greenback profitiere von seinem Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten, heißt es dazu.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 23.419,56 -0,36 -84,79 -17,94
S&P-500 2.794,30 0,39 10,94 -13,51
Nasdaq-Comp. 8.517,40 1,48 124,23 -5,07
Nasdaq-100 8.747,58 1,81 155,62 0,17
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,18 -2,8 0,21 -102,4
5 Jahre 0,33 -0,8 0,34 -159,1
7 Jahre 0,50 -0,5 0,50 -174,7
10 Jahre 0,62 -1,8 0,64 -182,7
30 Jahre 1,23 -4,9 1,27 -184,2
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:26h Mi, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0837 -0,65% 1,0893 1,0904 -3,4%
EUR/JPY 116,74 -0,34% 117,36 117,18 -4,2%
EUR/CHF 1,0511 -0,14% 1,0522 1,0525 -3,2%
EUR/GBP 0,8728 +0,23% 0,8719 0,8717 +3,1%
USD/JPY 107,72 +0,30% 107,74 107,47 -1,0%
GBP/USD 1,2417 -0,88% 1,2495 1,2508 -6,3%
USD/CNH (Offshore) 7,0853 +0,21% 7,0839 7,0710 +1,7%
Bitcoin
BTC/USD 7.033,76 +4,51% 6.681,51 6.727,51 -2,5%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 19,99 19,87 +0,6% 0,12 -66,7%
Brent/ICE 27,43 27,69 -0,9% -0,26 -57,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.722,62 1.716,60 +0,4% +6,02 +13,5%
Silber (Spot) 15,38 15,50 -0,8% -0,13 -13,9%
Platin (Spot) 785,95 781,65 +0,6% +4,30 -18,6%
Kupfer-Future 2,31 2,30 +0,5% +0,01 -17,8%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/raz/cln
(END) Dow Jones Newswires
April 16, 2020 12:12 ET (16:12 GMT)
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 27.08.20 | Abbott Laboratories Sell | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 16.10.18 | Abbott Laboratories Overweight | Barclays Capital | |
| 25.01.18 | Abbott Laboratories Buy | Stifel, Nicolaus & Co., Inc. | |
| 15.12.17 | Abbott Laboratories Outperform | BMO Capital Markets | |
| 19.10.17 | Abbott Laboratories Buy | Stifel, Nicolaus & Co., Inc. |