MÄRKTE USA/Uneinheitlich - US-Verbraucherpreise setzen keinen Impuls
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DOW JONES--Mit einer uneinheitlichen Tendenz ist die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,2 Prozent auf 48.093 Punkte. Für den S&P-500 geht es dagegen um 0,2 Prozent nach oben und der Nasdaq-Composite legt um 0,6 Prozent zu. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise fielen im Rahmen der Erwartungen aus und sorgen für keinen Impuls.
Der Inflationsdruck in den USA hat im März wie erwartet deutlich zugenommen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent und lagen um 3,3 (Vormonat: 2,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Ökonomen hatten mit exakt diesen Anstiegen gerechnet. Die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges waren vor allem an den Energiepreisen abzulesen. Diese erhöhten sich im März um 10,9 Prozent, darunter die Benzinpreise um 21,2 Prozent.
Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und um 2,6 (Vormonat: 2,5) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 2,7 Prozent erwartet.
Abgesehen von einem starken Anstieg der Energiepreise inmitten des Iran-Krieges sei die Kerninflation im März schwächer als erwartet ausgefallen, aber die gute Nachricht sei möglicherweise nicht von Dauer, so Omair Sharif von Inflation Insights. "Abgesehen von Benzin erfasst der größte Teil der Daten nicht die Auswirkungen des Iran-Krieges, daher erwarte ich, dass die Kerninflationsraten in den kommenden Monaten anziehen werden", ergänzt Sharif.
Daneben bestimmt weiter die Entwicklung des Iran-Krieges die Richtung. Im Vorfeld der ersten Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Wochenende könnten sich Investoren verstärkt in Zurückhaltung üben, denn der Ausgang scheint völlig offen.
Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht derweil weiter auf wackligen Beinen. US-Präsident Trump ist der Ansicht, der Iran leiste "sehr schlechte Arbeit" bei der Erlaubnis für Öltanker, durch die Straße von Hormus zu fahren. Die Öffnung der für den Öl- und Gas-Verkehr wichtigen Wasserstraße war ein zentraler Punkt bei der vereinbarten Waffenruhe. Dazu passend bewegen sich die Ölpreise weiter auf hohem Niveau und auch wieder deutlicher über dem jüngsten Tief nach Bekanntwerden der Waffenpause. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fällt nach zwischenzeitlichen leichten Gewinnen nun um 0,2 Prozent auf 95,76 Dollar.
Auch beim Dollar fällt die Reaktion auf die US-Verbraucherpreise verhalten aus. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,2 Prozent und zeigt sich damit kaum verändert gegenüber dem Stand vor Bekanntgabe der Daten. Auch bei den US-Anleihen lässt sich keine Reaktion ablesen. Die zehnjährige Rendite steigt um 1,0 Basispunkte auf 4,30 Prozent. Die Investoren seien hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Waffenruhe im Nahen Osten sowie der fragilen Aussicht auf einen dauerhaften Frieden vorsichtig, heißt es.
Dagegen geht es für den Goldpreis moderat nach oben, was vor allem am leicht nachgebenden Dollar liegen dürfte. Die Feinunze verteuert sich um 0,5 Prozent auf 4.772 Dollar. "Seit dem Beginn des Konflikts ist Gold um rund 10 Prozent gefallen, was unterstreicht, wie makroökonomischer Gegenwind, insbesondere höhere Realzinsen und ein festerer US-Dollar, die Nachfrage nach sicheren Häfen überwogen hat", sagen die Analysten von ING.
Bei den Einzelwerten klettern Organon um 16,5 Prozent nach oben. Hintergrund ist ein Medienbericht, wonach das indische Unternehmen Sun Pharmaceutical ein verbindliches Angebot für das US-Pharmaunternehmen unterbreitet hat.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 48.092,79 -0,2 -93,01 48.185,80
S&P-500 6.838,34 +0,2 +13,68 6.824,66
NASDAQ Comp 22.954,54 +0,6 +132,12 22.822,42
NASDAQ 100 25.195,21 +0,5 +113,12 25.082,09
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,79 +0,00 3,80 3,75
5 Jahre 3,92 +0,00 3,93 3,89
10 Jahre 4,30 +0,01 4,31 4,28
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr
EUR/USD 1,1730 +0,3 0,0031 1,1699 1,1709
EUR/JPY 186,67 +0,4 0,7300 185,94 185,8600
EUR/CHF 0,9224 -0,2 -0,0020 0,9244 0,9232
EUR/GBP 0,8709 +0,1 0,0005 0,8704 0,8707
USD/JPY 159,14 +0,1 0,2000 158,94 158,7400
GBP/USD 1,3467 +0,3 0,0034 1,3433 1,3445
USD/CNY 6,828 -0,1 -0,0034 6,8314 6,8314
USD/CNH 6,8228 -0,1 -0,0047 6,8275 6,8280
AUS/USD 0,7083 +0,1 0,0004 0,7079 0,7085
Bitcoin/USD 72.240,16 -0,3 -178,07 72.418,23 71.854,26
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 98,34 +0,5 0,47 97,87
Brent/ICE 95,76 -0,2 -0,16 95,92
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.772,19 +0,2 8,57 4.763,62
Silber 76,31 +1,6 1,24 75,07
Platin 2.048,82 -2,6 -54,22 2.103,04
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
April 10, 2026 09:42 ET (13:42 GMT)
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