MÄRKTE USA/Wall Street dank Geopolitik in Feierlaune
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DOW JONES--Die Wall Street reiht sich am Montag in den Reigen der global sehr festen Börsen ein. Die Aktienmärkte feiern die Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs - vor allem aber die für Freitag geplante Öffnung der Seestraße von Hormus. Die Ölpreise fallen in der Folge um über 4 Prozent. "Die Euphorie hält sich heute Morgen an den Märkten, denn nach 107 Tagen und einer scheinbar endlosen Zahl von Fehlalarmen haben wir endlich ein Abkommen zwischen den USA und Iran zur Beendigung des Krieges und zur Öffnung der Straße von Hormus", fasst Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank die Stimmung zusammen.
Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 1,2 Prozent auf 26.483 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ziehen um 1,5 bzw. 2,3 Prozent an. Die stark gesunkenen Ölpreise dämpfen Inflationssorgen, was für zusätzliche Spannung bei den in dieser Woche stattfindenden Notenbanksitzungen sorgt. Von der US-Notenbank wird am Mittwoch zwar kein Zinsschritt erwartet, am Zinsterminmarkt ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September allerdings um knapp 10 Prozentpunkte auf gut 25 Prozent gesunken. Entsprechend sinken die Renditen am Anleihemarkt - zusätzlich belastet von einem sehr schwachen Empire State Index für Juni. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 4 Ticks auf 4,45 Prozent. Die schwächer als gedacht ausgefallene Industrieproduktion für Mai spielt keine Rolle, weil der Vormonat nach oben revidiert wurde.
Der US-Dollar wird von sinkenden Marktzinsen und nachlassendem Zinserhöhungsdruck der Notenbank belastet. Der Dollar-Index verliert 0,3 Prozent. Die Märkte hätten die Aussicht auf eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve nach dem vorläufigen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran zwar reduziert, aber nicht endgültig ausgeschlossen, was die Kursverluste des Greenbacks begrenze, urteilen die Strategen des Investment Institute von Unicredit. Gold profitiert von sinkenden Marktzinsen, vor allem aber von nachgebenden Inflationserwartungen und in der Folge der Spekulation auf geringeren Zinserhöhungsdruck.
Unter den Einzelwerten gilt der Fokus klar dem Börsenneuling SpaceX. Nach dem fulminanten Start am Freitag mit einem Kursplus von rund 20 Prozent gegenüber dem Ausgabekurs zieht der Kurs um weitere 6 Prozent an. Die extrem hoch bewertete Aktie gilt als Lackmustest für die Aufnahmebereitschaft der Börse. Neben SpaceX stehen im zweiten Halbjahr mit OpenAI sowie Anthropic zwei weitere für den Gesamtmarkt äußerst wichtige Börsengänge auf der Agenda.
Der Medienkonzern Fox verstärkt sein Streaminggeschäft mit einer Milliardenübernahme - er übernimmt den Roku-Streamingdienst (-1,5%) für 22 Milliarden US-Dollar - der Kurs stürzt um 15,7 Prozent ab. Salesforce (+1,8%) schluckt derweil Fin für 3,6 Milliarden Dollar.
Micron Technology ziehen um 7,9 Prozent an - neben dem wieder Fahrt aufnehmendem KI-Momentum verweisen Händler auf ein knappes Angebot an Speicherchips. Auch Super Micro Computer (+3,5%) und Marvell Technology (+5,3%) liegen klar im Plus. Gesucht sind mit sinkenden Rohölpreisen auch die Titel der Fluggesellschaften United Airlines, Southwest Airlines und Delta Air Lines - die Kurse legen um bis zu 5,8 Prozent zu.
Dagegen zählt der Ölsektor zu den Verlierern: Marathon Petroleum (-4,6%), ConocoPhillips (-4,5%) und Occidental Petroleum (-3,8%) werden gemieden. Aktien mit Bezug zu Cryptowährungen zählen zu den Gewinnern am Markt - Bitcoin springt auf die höchsten Kurse seit Anfang Juni. In der Folge klettern Coinbase Global um 6,6 Prozent, Robinhood Markets um 4,8 Prozent und Strategy um 7 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 51.822,33 +1,2 +620,07 51.202,26
S&P-500 7.539,83 +1,5 +108,37 7.431,46
NASDAQ Comp 26.482,95 +2,3 +594,11 25.888,84
NASDAQ 100 30.362,93 +2,5 +726,98 29.635,95
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,04 -0,05 4,06 4,02
5 Jahre 4,17 -0,05 4,19 4,14
10 Jahre 4,45 -0,04 4,47 4,42
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:15 Uhr
EUR/USD 1,1614 +0,4 0,0046 1,1568 1,1576
EUR/JPY 185,95 +0,3 0,6300 185,32 185,4500
EUR/CHF 0,9204 -0,2 -0,0015 0,9219 0,9217
EUR/GBP 0,8644 +0,2 0,0020 0,8624 0,8630
USD/JPY 160,09 -0,1 -0,1200 160,21 160,2000
GBP/USD 1,3432 +0,2 0,0026 1,3406 1,3412
USD/CNY 6,757 -0,1 -0,0056 6,7626 6,7626
USD/CNH 6,758 -0,1 -0,0053 6,7633 6,7627
AUS/USD 0,7071 +0,4 0,0028 0,7043 0,7052
Bitcoin/USD 66.764,61 +4,4 2.800,75 63.963,86 64.325,87
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 80,46 -5,2 -4,42 84,88
Brent/ICE 83,29 -4,6 -4,04 87,33
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.358,21 +3,3 139,44 4.218,77
Silber 71,18 +4,7 3,20 67,98
Platin 1.813,25 +5,6 95,73 1.717,52
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/mpt
(END) Dow Jones Newswires
June 15, 2026 09:57 ET (13:57 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 25.06.26 | Micron Technology Buy | Deutsche Bank AG | |
| 25.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets | |
| 25.06.26 | Micron Technology Neutral | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 25.06.26 | Micron Technology Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 15.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets |
