MÄRKTE USA/Wall Street dürfte Aufschläge konsolidieren
Werte in diesem Artikel
NEW YORK (Dow Jones)--Nachdem die jüngste Rally am Vortag in die Verlängerung gegangen ist, dürfte die Wall Street am Dienstag konsolidieren. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen wenig veränderten Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Gedämpft wird die Kauflaune am Aktienmarkt etwas vom Ukraine-Konflikt. Die USA haben Familienangehörige von US-Regierungsmitarbeitern in Belarus zum Verlassen des Landes aufgefordert und auf die russische Militärpräsenz entlang der Grenze von Belarus zur Ukraine verwiesen. Die US-Regierung hat darüber hinaus Sanktionen gegen das Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Fall eines Einmarsches in die Ukraine vorbereitet. Die USA drohten Russland für den Fall eines Angriffs auf die Ukraine erneut massive Wirtschaftssanktionen an.
Anleger zögern, an die starken Kursgewinne der beiden vergangenen Sitzungen anzuknüpfen. Diese werden aber als "Lichtblick" angesichts der düsteren Januarbilanz bezeichnet, als Zinserhöhungserwartungen den Aktienmarkt massiv belastet hatten. Doch ob diese Gegenbewegung nun auslaufe, sei noch nicht sicher, heißt es im Handel. "Anleger kaufen in dieser Woche weiterhin fast überall während der Rücksetzer, wobei die Stimmung am Markt durch die bisher gute Berichtssaison, in der die meisten Unternehmen die Erwartungen übertroffen haben, beflügelt wird", erläutert Analyst Pierre Veyret von Activtrades.
Zinserhöhungen kein K.o.-Kriterium für Aktien
Eine andere Stimme aus dem Handel verweist auf den Umstand, dass Phasen steigender Leitzinsen historisch betrachtet Aktien meist nur kurz belastet hätten. Die Inflation sei das größere Problem und die werde nun angegangen, heißt es mit Blick auf die US-Geldpolitik. Doch auch eine straffere Geldpolitik könnte die Konjunktur bremsen. "Der Markt hat sich mit der Erwartung einer Konjunkturabschwächung selbst übertroffen. Wenn wir uns die Wirtschaftsdaten ansehen, deutet wenig darauf hin, dass wir etwas anderes als eine leichte Abschwächung erleben werden", beschwichtigt Chefstrategin Seema Shah von Principal Global Investors.
Unter den Einzelaktien steigen Exxon Mobil vorbörslich um 1,5 Prozent in Richtung eines Zweieinhalbjahreshochs. Der Mineralölkonzern hat die Gewinnerwartungen geschlagen und den Umsatz um 80 Prozent gesteigert. United Parcel Service ziehen gar um 8,2 Prozent an. Auch der Paketlogistiker übertrumpfte die Gewinnprognosen des Marktes und glänzte auch mit der Erlösentwicklung. Besonders gut kommt eine deutliche Anhebung der Quartalsdividende an. Im Schlepptau ziehen FedEx um 3,1 Prozent an.
AT&T stürzen dagegen um 5,7 Prozent ab. Der Telekommunikationskonzern kündigte eine Halbierung der Dividendenausschüttung an und will seine Sparte Warner Media durch eine Abspaltung veräußern. Der Pharmakonzern Moderna hat eine vollständige US-Zulassung für den Covid-19-Impfstoff "Spikevax" für Erwachsene erhalten. Der Kurs zieht um 3,6 Prozent an.
Euro weiter mit Rückenwind
Während der Dollarindex um 0,2 Prozent nachgibt, setzt der Euro seine dynamische Erholungsbewegung des Vortages fort und steigt auf 1,1254 Dollar. In die Woche gestartet war er mit etwa 1,1150. Die vorläufigen Inflationszahlen für Januar aus Deutschland und Spanien hätten deutlich nach oben überrascht und erhöhten den Druck auf die EZB, nun doch verstärkt die Geldpolitik zu straffen, heißt es im Handel. Die Analysten der Unicredit schließen falkenhaftere Signale der EZB daher nicht aus.
Die geopolitischen Spannungen rund um die Ukraine stützen derweil den Rentenmarkt, wo die Renditen sinken. Der schwächere Greenback, sinkende Marktzinsen und die geopolitischen Spannungen stützen unterdessen den Goldpreis. Auch als Inflationsschutz - vor allem in Europa - gewinne das Edelmetall wieder an Bedeutung, heißt es.
Die Erdölpreise kommen von ihren jüngsten Siebenjahreshochs leicht zurück. Händler sprechen von einer überkauften Situation - angesichts der jüngsten Rally. Zinserhöhungen einer- und die Inflation andererseits könnten die Konjunktur und damit die Nachfrage belasten, so Händler. Doch der Ukraine-Konflikt mit dem Ölförderer Russland verhindere kurzfristig einen deutlichen Preisrückgang.
===
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,16 -2,0 1,18 42,7
5 Jahre 1,59 -1,8 1,61 33,2
7 Jahre 1,72 -1,9 1,74 28,0
10 Jahre 1,76 -1,7 1,78 25,3
30 Jahre 2,09 -1,5 2,11 19,4
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:24 Mo, 17:32 % YTD
EUR/USD 1,1267 +0,3% 1,1242 1,1199 -0,9%
EUR/JPY 129,20 -0,1% 129,30 129,10 -1,3%
EUR/CHF 1,0383 -0,3% 1,0400 1,0422 +0,1%
EUR/GBP 0,8352 -0,0% 0,8351 0,8346 -0,6%
USD/JPY 114,69 -0,4% 115,02 115,28 -0,4%
GBP/USD 1,3489 +0,3% 1,3462 1,3421 -0,3%
USD/CNH (Offshore) 6,3673 -0,1% 6,3661 6,3800 +0,2%
Bitcoin
BTC/USD 38.881,85 +1,1% 38.452,96 37.906,19 -15,9%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 87,50 88,15 -0,7% -0,65 +16,9%
Brent/ICE 88,73 89,26 -0,6% -0,53 +14,5%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.803,89 1.798,29 +0,3% +5,60 -1,4%
Silber (Spot) 22,95 22,46 +2,2% +0,49 -1,6%
Platin (Spot) 1.037,00 1.021,43 +1,5% +15,57 +6,9%
Kupfer-Future 4,43 4,32 +2,5% +0,11 -0,7%
===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/mgo
(END) Dow Jones Newswires
February 01, 2022 08:57 ET (13:57 GMT)
Ausgewählte Hebelprodukte auf AT
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf AT
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Aktuelle ExxonMobil Aktie News
ExxonMobil Analysen
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für ExxonMobil nach folgenden Kriterien zu filtern.
Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 01.08.25 | ExxonMobil Sector Perform | RBC Capital Markets | |
| 06.12.23 | ExxonMobil Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 06.12.23 | ExxonMobil Buy | UBS AG | |
| 07.06.22 | ExxonMobil Neutral | Credit Suisse Group | |
| 21.04.22 | ExxonMobil Outperform | RBC Capital Markets |
