MÄRKTE USA/Wall Street mit Konjunktursorgen leichter erwartet
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach der Feiertagspause belasten Konjunktursorgen und geopolitische Spannungen die Wall Street. Der Aktienterminmarkt deutet auf einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt hin.
Die Hoffnungen einer Konjunkturlokomotive aus China bekommen immer mehr Risse. Auf der Stimmung lastet ein schwächer als erhofft ausgefallener Caixin-Einkaufsmanagerindex für den chinesischen Dienstleistungssektor, der neuerliche Zweifel an der Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weckt. Ohne wirtschaftliche Stimuli dürfte das von der KP Chinas ausgerufene Wachstumsziel kaum erreichbar sein, warnen Marktteilnehmer.
Dazu steht die für diese Woche geplante China-Reise von US-Finanzministerin Janet Yellen unter keinem guten Stern, nachdem die chinesische Regierung am Montag den Export zweier für die Halbleiterindustrie bedeutenden Rohstoffe eingeschränkt hat. Vorbörslich stehen die Sektorwerte daher etwas deutlicher unter Druck.
"Die Daten aus dem chinesischen Dienstleistungssektor zeigen, wie lau die Erholung nach der Pandemie ist, während die Handelsspannungen zwischen Peking und Washington zunehmen", fasst Chefmarktstrategin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown die Sorgen am Markt zusammen. Hoffnungen, Yellen könne die Spannungen mit China eindämmen, hält sie für Wunschdenken.
Während sich die Konjunkturaussichten Chinas immer weiter eintrüben, dürfte das im späten Handel erwartete Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung von Mitte Juni Einblicke über den künftigen Zinspfad, aber auch die konjunkturelle Dynamik in den USA liefern. Dabei ist die Entwicklung ein zweischneidiges Schwert: einerseits hoffen Anleger auf eine weiche Landung der US-Konjunktur ohne Rezession, andererseits öffnete eine zu robuste Wirtschaftsentwicklung die Tür für weitere Zinsanhebungen.
Konjunktursorgen dominieren
Die hochkochenden Konjunktursorgen machen sich am vermeintlich sicheren Rentenhafen kaum bemerkbar, hier tut sich wenig. Die Renditen am kurzen Ende des Marktes geben leicht nach. Dieser Bereich reagiert sensibler auf Änderungen der Zinserwartungen.
Von den Konjunktursorgen profitiert der Greenback, der Dollarindex steigt um 0,2 Prozent. Der Euro zeigt sich in einer engen Spanne volatil, fällt aber wieder unter die Marke von 1,09 US-Dollar, die er im Tageshoch genommen hatte. Daten zur aktuellen Preisentwicklung deuten an, dass der Inflationsdruck in der Eurozone weicht, wenn auch nur langsam. Zudem wurde der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor der Eurozone nach unten auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten revidiert. Insgesamt nehme die Datenlage der EZB in Sachen Zinserhöhung den Wind aus den Segeln, heißt es.
Der Erdölmarkt zeigt sich zweigeteilt: Während der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI anzieht, verbilligt sich die globaler gehandelte Sorte Brent. Bei der europäischen Sorte Brent machten sich die Konjunkturängste in Form von Nachfragesorgen bemerkbar, heißt es. Die Konjunktur in den USA zeige sich jedoch weiter relativ robust.
Allerdings heißt es mit Blick auf WTI auch, dass es hier wegen des US-Feiertages am Dienstag Nachholeffekte gebe, denn in den USA hatte am Vortag nur ein elektronischer Handel stattgefunden. Die Ölpreise waren mit Aussagen über Förderkürzungen aus Saudi-Arabien gestiegen. Rohstoffe wie Kupfer verbilligen sich indes mit den schwachen China-Daten.
Apple mit dem Markt im Minus
Apple zeigen sich vorbörslich mit einem Abschlag von 0,6 Prozent noch relativ unauffällig. Der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn hat einen deutlichen Umsatzrückgang verbucht. Insbesondere im Juni sanken die Erlöse kräftig, was der Konzern, der für Apple iPhones zusammenbaut, unter anderem mit einer Schwäche im Smartphone-Segment begründete.
Meta Platforms sinken um 0,3 Prozent, die Facebook-Mutter startet ihr Konkurrenzangebot zum Kurznachrichtendienst Twitter.
Netflix ziehen gegen den Markttrend um 0,6 Prozent an, Goldman Sachs hatte die Verkaufsempfehlung kassiert und die Aktie des Streamingdienstes hochgestuft. Das Kursziel wurde zudem deutlich nach oben genommen.
Rivian ziehen um 5,5 Prozent an, die Produktionszahlen des E-Mobilherstellers verdreifachte sich annähernd im zweiten Quartal.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 4,91 -0,8 4,92 49,3
5 Jahre 4,18 -1,6 4,20 18,0
7 Jahre 4,03 +0,3 4,03 5,9
10 Jahre 3,87 +1,1 3,86 -1,3
30 Jahre 3,89 +2,0 3,87 -8,2
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:38 Uhr Di, 17:50 % YTD
EUR/USD 1,0878 -0,0% 1,0879 1,0900 +1,6%
EUR/JPY 157,22 +0,0% 157,38 157,39 +12,0%
EUR/CHF 0,9783 +0,2% 0,9768 0,9763 -1,2%
EUR/GBP 0,8570 +0,1% 0,8563 0,8560 -3,2%
USD/JPY 144,54 +0,1% 144,66 144,40 +10,2%
GBP/USD 1,2693 -0,1% 1,2705 1,2733 +5,0%
USD/CNH (Offshore) 7,2560 +0,4% 7,2491 7,2240 +4,7%
Bitcoin
BTC/USD 30.373,52 -1,4% 30.807,44 30.952,04 +83,0%
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,10 69,79 +1,9% +1,31 -10,4%
Brent/ICE 76,26 76,25 +0,0% +0,01 -8,3%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 34,93 35,41 -1,4% -0,48 -56,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.926,61 1.925,97 +0,0% +0,64 +5,6%
Silber (Spot) 22,83 22,96 -0,6% -0,14 -4,8%
Platin (Spot) 911,93 919,30 -0,8% -7,38 -14,6%
Kupfer-Future 3,74 3,79 -1,3% -0,05 -2,3%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/smh
(END) Dow Jones Newswires
July 05, 2023 08:26 ET (12:26 GMT)
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