MÄRKTE USA/Wall Street mit Kreml-Aussagen kräftig im Plus erwartet
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NEW YORK (Dow Jones)--Mit einem deutlichen Plus dürfte die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel starten. Für Entspannung dürften vor allem Aussagen zu den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland sorgen, die ein Ende der andauernden Kampfhandlungen ermöglichen könnten. Für den Future auf den S&P-500 geht es aktuell um 1,1 Prozent aufwärts.
Bei den Gesprächen wird nach Angaben des Kremls derzeit über eine Neutralität der Ukraine nach dem Vorbild Schwedens oder Österreichs gesprochen. "Das ist die derzeit diskutierte Option", so Sprecher Dmitri Peskow. Dieses Neutralitäts-Modell könne als "ein Kompromiss" betrachtet werden. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow habe von einer Annäherung der Positionen bei den Verhandlungen gesprochen, heißt es im Handel.
Einen positiven Impuls geben zudem Aussagen der chinesischen Regierung. Diese hatte sich zu stabilen Finanzmärkten bekannt, was an den asiatischen Börsen für kräftige Kursgewinne gesorgt hatte - allen voran an den zuletzt gebeutelten Aktienmärkten in Hongkong und Schanghai. Außerdem kündigte ein wichtiger Ausschuss des chinesischen Staatsrats Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft im ersten Quartal an, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete.
Daneben rückt die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend fast etwas in den Hintergrund. "Im Grunde ist die heutige Zinsentscheidung der Fed wahrscheinlich die einfachste, die sie in diesem Jahr zu treffen hat", sagt Michael Hewson, Analyst bei CMC Markets. "Angesichts einer Gesamtinflation von 7,9 Prozent, die wahrscheinlich noch weiter steigen wird, ist es so gut wie sicher, dass wir eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte sehen werden." Das größere Problem der Fed bestehe darin, wie sie ihre Botschaften für künftige Zinserhöhungen vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise, die die US-Wirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres bremsen dürften, formuliere.
Die vor der Startglocke veröffentlichten US-Konjunkturdaten dürften dagegen ohne größere Auswirkungen bleiben. Die US-Einzelhändler haben ihre Umsätze im Februar weiter gesteigert, nachdem es schon im Januar trotz der hohen Inflation außergewöhnlich kräftige Zuwächse gegeben hatte. Die Zunahme um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat blieb aber leicht unter der Erwartung von 0,4 Prozent. Die US-Importpreise sind im Februar zwar kräftig gestiegen, blieben aber unter der Prognose. Nach der Eröffnung folgen noch die US-Lagerbestände für Januar.
Dollar fällt
Der Dollar steht mit den jüngsten Entwicklungen in den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland unter Druck. Der Dollar-Index gibt um 0,5 Prozent nach. Damit sei der Dollar als Fluchtwährung in Krisenzeiten weniger gefragt, sagt Swissquote-Analystin Ipek Ozkardeskaya. Sie rechnet im Fall einer diplomatischen Lösung mit einer raschen Korrektur des Dollar nach unten, selbst wenn die Fed die Zinsen erhöhe. Sollte es nicht dazu kommen, dürfte die US-Währung wieder Auftrieb bekommen.
Die Entwicklungen um die Ukraine sorgten bei den Ölpreisen zwischenzeitlich für Abgaben. Aktuell liegen die Preise für Brent und WTI jedoch wieder im Plus.
Apple-Aktie legt deutlicher zu
Für die Apple-Aktie geht es vor der Startglocke um 1,8 Prozent aufwärts. Foxconn, größter Auftragsfertiger von Apples iPhones, hat die Produktion in seinen Fabriken in der chinesischen Stadt Shenzhen teilweise wieder aufgenommen. Ein Covid-19-Ausbruch und ein Lockdown der Stadt hatte diese Woche das Unternehmen und andere Hersteller dazu veranlasst, den Betrieb dort einzustellen.
Bei Eastman Kodak (+1,4%) werden die Geschäftszahlen positiv aufgenommen. Das Unternehmen hatte für 2021 eine Umsatzsteigerung und die Rückkehr in die Gewinnzone vermeldet.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,86 +0,0 1,86 113,4
5 Jahre 2,14 +3,4 2,11 87,9
7 Jahre 2,20 +3,8 2,16 75,6
10 Jahre 2,18 +2,9 2,15 66,5
30 Jahre 2,49 +1,0 2,48 59,0
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:05 Di, 17:25 % YTD
EUR/USD 1,0985 +0,2% 1,0975 1,0951 -3,4%
EUR/JPY 129,94 +0,2% 129,77 129,50 -0,7%
EUR/CHF 1,0333 +0,2% 1,0313 1,0317 -0,4%
EUR/GBP 0,8395 -0,1% 0,8407 0,8393 -0,1%
USD/JPY 118,30 -0,0% 118,26 118,27 +2,8%
GBP/USD 1,3084 +0,3% 1,3056 1,3047 -3,3%
USD/CNH (Offshore) 6,3728 -0,2% 6,3613 6,3950 +0,3%
Bitcoin
BTC/USD 40.417,05 +2,3% 39.482,96 39.208,94 -12,6%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 97,50 96,44 +1,1% 1,06 +31,0%
Brent/ICE 100,34 99,91 +0,4% 0,43 +30,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.919,19 1.916,53 +0,1% +2,66 +4,9%
Silber (Spot) 24,92 24,88 +0,1% +0,04 +6,9%
Platin (Spot) 1.009,90 985,38 +2,5% +24,53 +4,1%
Kupfer-Future 4,61 4,50 +2,4% +0,11 +3,3%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/smh
(END) Dow Jones Newswires
March 16, 2022 08:59 ET (12:59 GMT)
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