MÄRKTE USA/Wall Street nach Rekordjagd richtungslos


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DOW JONES--Je näher das Fristende für das Inkrafttreten der US-Zölle am 1. August rückt, desto mehr steigt die Verunsicherung an der Wall Street. Die jüngste Rally, die den S&P-500 und die Nasdaq auf Rekordstände getragen hat, scheint ausgelaufen zu sein. Bereits am Vortag, als erneut Höchststände markiert wurden, war die Dynamik nicht mehr groß. Dies könnte sich aber durch neue Impulse ändern, die möglicherweise die Berichtssaison der Unternehmen parat halten könnte. Denn die Geschäftsausweise und Ausblicke der Unternehmen könnten Einblicke in das Konsumverhalten in Zeiten erhöhter Inflation und Zollaktivitäten gewähren.

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Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 44.363 Punkte, der S&P-500 stagniert und der Nasdaq-Composite büßt 0,1 Prozent ein. "Wir schauen nach vorn, um in den kommenden Wochen weitere Details über das Zollmanagement und die allgemeinen Unternehmensaussichten zu erfahren. Bisher wurde unsere Sorge, dass Investoren zu schnell dazu neigen, die Auswirkungen von Zöllen zu ignorieren, nicht gemindert", sagt Aktienstrategin Lori Calvasina von RBC Capital Markets.

Unterdessen erhöht das Weiße Haus den Druck auf die Handelspartner. Die US-Regierung könnte vor Anfang August weitere Zollbriefe versenden oder neue Handelsabkommen abschließen, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Viele Länder arbeiten noch daran, vor Ende des Monats Handelsabkommen zu schließen, obwohl einige, darunter die Europäische Union, Pläne für den Fall vorbereiten, dass keine Einigung erzielt werden kann.

Unabhängigkeit der Fed bleibt Sorgenthema

Am Rentenmarkt tut sich nicht viel, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um zwei Basispunkte auf 4,36 Prozent. Der Dollar-Index büßt 0,1 Prozent ein. Damit fallen Greenback und Renditen weiter, wenngleich auch nicht mehr so deutlich wie am Vortag. Händler zeigen sich weiter besorgt über die Unabhängigkeit der US-Notenbank - trotz des jüngsten Anstiegs der US-Anleihen. Denn die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat ihre Kritik an der Zentralbank verschärft, wobei Finanzminister Scott Bessent eine Überprüfung der "gesamten Institution Federal Reserve" forderte.

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Bessent schloss sich der Kritik von Trump an der Zurückhaltung der Fed bei Zinssenkungen an. Bei der Eröffnung einer Konferenz der Federal Reserve über Bankenregulierung vermied Fed-Chairman Jerome Powell erwartungsgemäß jegliche Kontroversen. Powells kurze vorbereitete Bemerkungen gaben keine Hinweise auf die Geldpolitik und erwähnten erwartungsgemäß nicht die Kampagne der Trump-Administration.

Sinkende Marktzinsen und Dollar-Schwäche hieven den Goldpreis um 0,6 Prozent nach oben. Die Erdölpreise geben zum Teil recht deutlich nach. Die möglichen Zölle ab 1. August könnten die Nachfrage-Angebots-Überlegungen ins Wanken bringen, heißt es. Rohöl werde durch ein langsameres Nachfragewachstum und eine erhöhte Produktion unter Druck gesetzt, heißt es bei Exness.

Unter den Einzelaktien büßen NXP Semiconductors 2,5 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern hat im zweiten Quartal weniger verdient und umgesetzt. Gleichwohl schnitt der niederländische Chiphersteller etwas besser ab als erwartet. Im laufenden Quartal dürften Umsatz und Gewinn aber erneut sinken.

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Coca-Cola hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet und ihre Wachstumsprognose angehoben, obwohl der Umsatz im Quartal leicht hinter den Markterwartungen zurückblieb. Der Kurs verliert 1 Prozent. Sherwin-Williams sinken um 2 Prozent. Der Farbenhersteller ist angesichts der andauernden Nachfrageschwäche mit Blick auf das laufende Jahr vorsichtiger geworden.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat im zweiten Quartal aufgrund zahlreicher einmaliger Kosten einen Gewinneinbruch verzeichnet und die Erwartungen des Marktes verfehlt - der Kurs bricht um 7,4 Prozent ein. Philip Morris International verlieren trotz auf den ersten Blick guter Geschäftszahlen über Erwartungen und einer angehobenen Wachstumsprognose für das Jahr 2025 8,4 Prozent. Der Nettoumsatz des Tabakkonzerns verfehlte indes die Vorhersagen des Marktes.

Opendoor Technologies ziehen dagegen um weitere 4,8 Prozent an nach der Hausse der Vortage. Die Unterstützung durch den aktivistischen Investor Eric Jackson, den Gründer von EMJ Capital, hat zu einer Kursexplosion bei der Plattform für Immobilientransaktionen geführt.

Medpace Holdings springen nach positiven Geschäftszahlen und einem angehobenen Ausblick um 54,8 Prozent nach oben. DR Horton ziehen nach Geschäftszahlen oberhalb der Marktvorhersagen um 10,4 Prozent an.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 44.363,49 +0,1% 40,42 +4,2%

S&P-500 6.307,64 +0,0% 2,04 +7,2%

NASDAQ Comp 20.950,70 -0,1% -23,48 +8,6%

NASDAQ 100 23.154,42 -0,1% -25,65 +10,3%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1688 -0,0% 1,1693 1,1715 +12,9%

EUR/JPY 171,58 -0,4% 172,24 172,54 +5,8%

EUR/CHF 0,9326 -0,1% 0,9331 0,9333 -0,6%

EUR/GBP 0,8671 +0,0% 0,8667 0,8673 +4,7%

USD/JPY 146,80 -0,4% 147,31 147,28 -6,4%

GBP/USD 1,3481 -0,1% 1,3492 1,3508 +7,8%

USD/CNY 7,1446 +0,0% 7,1429 7,1429 -0,9%

USD/CNH 7,1748 +0,1% 7,1710 7,1702 -2,2%

AUS/USD 0,6533 +0,2% 0,6523 0,6536 +5,4%

Bitcoin/USD 119.199,85 +1,6% 117.307,75 119.000,10 +23,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 65,26 67,2 -2,9% -1,94 -6,4%

Brent/ICE 68,55 69,21 -1,0% -0,66 -7,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3.414,77 3.394,30 +0,6% 20,47 +29,4%

Silber 33,36 33,29 +0,2% 0,07 +19,3%

Platin 1.240,37 1.234,24 +0,5% 6,13 +40,9%

Kupfer 5,61 5,61 0% 0,00 +37,9%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 22, 2025 09:51 ET (13:51 GMT)

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