MÄRKTE USA/Wall Street von Eskalation im Nahen Osten belastet
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DOW JONES--Die Rekordserie an der Wall Street scheint am Mittwoch auszulaufen. Ein Ende des Iran-Kriegs scheint wieder in weite Ferne gerückt zu sein, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran neue heftige Gefechte geliefert haben. Kuwait meldet, dass der internationale Flughafen von einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff getroffen worden sei, bei dem ein Zivilist getötet und Dutzende weitere verletzt wurden. Die vereinbarte Waffenruhe zeigt sich als brüchig, auch wenn die USA vom Halten des Waffenstillstands sprechen. "Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu. Anleger werden der Versprechungen des Weißen Hauses über ein baldiges Abkommen mit dem Iran zunehmend überdrüssig", erläutert der leitende FxPro-Marktanalyst Alex Kuptsikevich.
Der Dow-Jones-Index sinkt gegen Mittag US-Ostküstenzeit um 0,8 Prozent auf 50.885 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite geben um 0,6 bzw. 0,9 Prozent nach. Mit der Eskalation im Nahen Osten zieht der Ölpreis an, das Barrel Brentöl verteuert sich um 2 Prozent. Zudem haben sich die Rohöllagerbestände in den USA auf Wochensicht deutlicher verringert als gedacht.
Mit dem Ölpreis steigen die Inflationssorgen, was wiederum am Anleihemarkt die Renditen nach oben treibt. Die Zehnjahresrendite klettert um 5 Basispunkte auf 4,50 Prozent. Untermauert werden die steigenden Renditen durch starke Konjunkturdaten: Laut Arbeitsmarktdienstleister ADP wurden mehr Stellen als erwartet geschaffen. Auch der Auftragseingang der Industrie im April sowie der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe im Mai fallen stärker als veranschlagt aus. Der Einkaufsmanagerindex Dienstleistung für Mai wurde in der Zweitlesung nur knapp nach unten revidiert. Später folgt dann der Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank.
Der Dollar verzeichnet mit anziehenden Marktzinsen Zulauf; der Dollarindex zieht um 0,3 Prozent an. Gold gibt angesichts des festeren Dollar und der höheren Marktzinsen nach. Der Preis für die Feinunze sinkt um 1,1 Prozent.
Am Aktienmarkt stehen Fondsbetreiber unter Druck. Die schweizerische Vermögensverwalter Partners Group hat Rückzahlungen aus einem seiner Fonds gedeckelt, um den Kapitalabzug zu bremsen. Blackstone verlieren 5,3 Prozent, KKR 4,6 Prozent, Ares 4,8 Prozent und Blue Owl 3,6 Prozent. Marvell Technology verteuern sich um weitere 5 Prozent, nachdem sie am Dienstag einen Sprung von über 30 Prozent gemacht hatten. Die Titel profitieren weiter von Aussagen des Nvidia-CEO Jensen Huang. Er traut dem Unternehmen einen Börsenwert von 1 Billion Dollar zu.
Nach Vorlage überzeugender Geschäftszahlen gewinnen Gamestop 6,2 Prozent. Für Palo Alto Networks geht es hingegen um 4,4 Prozent abwärts, obwohl das Cyber-Security-Unternehmen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hat. Allerdings hat sich der Kurs der Aktie seit Mitte April in etwa verdoppelt.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 50.885,10 -0,8 -422,69 51.307,79
S&P-500 7.562,52 -0,6 -47,26 7.609,78
NASDAQ Comp 26.839,17 -0,9 -254,74 27.093,90
NASDAQ 100 30.521,87 -0,5 -138,73 30.660,60
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,09 +0,04 4,10 4,05
5 Jahre 4,23 +0,05 4,23 4,18
10 Jahre 4,50 +0,05 4,50 4,45
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 21:17
EUR/USD 1,1596 -0,3 -0,0035 1,1631 1,1631
EUR/JPY 185,59 -0,2 -0,4000 185,99 185,9800
EUR/CHF 0,918 +0,3 0,0024 0,9156 0,9155
EUR/GBP 0,864 +0,0 0,0003 0,8637 0,8633
USD/JPY 160,02 +0,1 0,1300 159,89 159,9000
GBP/USD 1,3418 -0,4 -0,0047 1,3465 1,3470
USD/CNY 6,7692 +0,1 0,0070 6,7622 6,7622
USD/CNH 6,7799 +0,3 0,0185 6,7614 6,7627
AUS/USD 0,7133 -0,6 -0,0045 0,7178 0,7180
Bitcoin/USD 65.911,87 -2,3 -1.580,77 67.492,64 67.131,64
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 96,28 +2,7 2,52 93,76
Brent/ICE 97,96 +2,0 1,96 96,00
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.436,74 -1,1 -47,85 4.484,59
Silber 73,29 -2,4 -1,82 75,11
Platin 1.870,71 -3,4 -66,04 1.936,75
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/cln
(END) Dow Jones Newswires
June 03, 2026 12:33 ET (16:33 GMT)
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