MÄRKTE USA/Wall Street vor Stagnation - Politik verunsichert
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NEW YORK (Dow Jones)--Der Aktienterminmarkt deutet am Mittwoch auf einen knapp behaupteten Handelsbeginn an der Wall Street hin. Damit setzte sich der lustlose Handel des Vortages fort. "Die Märkte dürften sich kurzfristig weiter auf einem holprigen Pfad bewegen, aber insgesamt bleiben wir vorsichtig optimistisch. Der Umfang der fiskalischen Unterstützung, der möglich ist, wird risikoreiche Vermögenswerte stützen und es gibt eine Menge Geld an der Seitenlinie", sagt Chef-Investmentstratege Altaf Kassam von State Street Global Advisors.
Neben der sich aktuell verschärfenden Situation der Corona-Pandemie in den USA sorgt auch die politische Unsicherheit für etwas Zurückhaltung unter Investoren. Zwar wissen Händler nicht so recht, was sie von den aktuellen Entwicklungen halten sollen, Verunsicherung räumt man am Markt gleichwohl ein. Nach der Erstürmung des Kapitols haben erste republikanische Abgeordnete angekündigt, für ein Amtsenthebungsverfahren gegen den noch amtierenden Präsidenten Donald Trump der Demokraten zu stimmen. Zudem droht neue Gewalt bei der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Die in der US-Hauptstadt Washington stationierten Nationalgardisten haben mit dem Tragen von Waffen begonnen. Trump-Anhänger machen ebenfalls mobil.
Rentennotierungen stabilisiert
Für etwas Entspannung sorgen die leicht gesunkenen Renditen am Rentenmarkt. Deren Anstieg hatte den Aktienmarkt zuletzt belastet. Der Preisauftrieb in den USA hat sich im Dezember verstärkt - aber im erwarteten Rahmen, wie die Verbraucherpreise zeigen. Die Jahresteuerung erhöhte sich auf 1,4 Prozent, Volkswirte hatten mit einer Rate von 1,3 Prozent gerechnet. Die Fed verfolgt inzwischen ein flexibles Inflationsziel: Künftig darf die Preissteigerung für eine Weile höher als 2 Prozent liegen, wenn sie sich zuvor für einen längeren Zeitraum darunter bewegt hat. Insofern bieten die Daten der Fed Argumente für ein Beibehalten der ultralockeren Geldpolitik. Weitere Fingerzeige könnte hierbei der Konjunkturbericht Beige Book der Fed im weiteren Sitzungsverlauf offenbaren. Zuletzt hatten Fed-Vertreter verbal interveniert, indem sie Diskussionen über ein Zurückfahren der quantitativen Lockerungen für verfrüht erklärten. Das hatte die Rentennotierungen etwas gestützt und den siebentägigen Renditeanstieg gestoppt. Auf Tagessicht sinkt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 1,2 Basispunkte auf 1,12 Prozent.
Der Dollar bewegt sich mit den Inflationsdaten kaum, neigte aber bereits vorher zur Stärke. Der Euro fällt nach der Erholung des Vortages um 0,3 Prozent auf 1,2169 US-Dollar - nach einem Tageshoch über 1,2220. Für Gegenwind sorgt zum einen die Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Sie bekräftigte die Wachsamkeit der EZB gegenüber dem hohen Euro-Wechselkurs. Zum anderen sorgt die Entwicklung in Italien für Verunsicherung. Dort gibt es eine Regierungskrise wegen der Verwendung der Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds.
Der Goldpreis bewegt sich kaum, die Feinunze des Edelmetalls notiert 0,1 Prozent höher bei 1.858 Dollar.
Öl erneut auf Elfmonatshoch
Am Erdölmarkt legen die Preise nach dem Elfmonatshoch des Vortages den siebten Tag in Folge zu: US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,5 Prozent auf 53,50 Dollar je Barrel, der Preis für die europäische Sorte Brent steigt um 0,3 Prozent auf 56,73 Dollar. Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der zurückliegenden Woche deutlich zurückgegangen, wie aus Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hervorgeht. Damit liefen die Daten eine bärische Vorlage für die offiziellen Regierungsdaten im Sitzungsverlauf.
Unter den Einzelaktien klettern General Motors vorbörslich um 3,1 Prozent. Der Automobilhersteller stellt eine Elektrofahrzeug vor. Für die Aktien von KB Home geht es um 6 Prozent nach oben. Der Hausbaukonzern gab für das vierte Quartal zwar einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn bekannt, übertraf aber dennoch die Erwartungen des Marktes.
Visa ziehen um 0,6 Prozent an. Der Kreditkartenkonzern bläst die geplante und 5,3 Milliarden Dollar schwere Akquisition des Finanztechnologieunternehmens Plaid wegen regulatorischer Hürden ab.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,15 0,4 0,14 -105,7
5 Jahre 0,50 -0,5 0,50 -142,8
7 Jahre 0,82 -1,0 0,83 -142,6
10 Jahre 1,12 -1,2 1,13 -132,4
30 Jahre 1,86 -1,6 1,87 -121,0
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:29 Uhr Di, 17:35h % YTD
EUR/USD 1,2161 -0,36% 1,2219 1,2157 -0,4%
EUR/JPY 126,28 -0,31% 126,64 126,64 +0,2%
EUR/CHF 1,0803 -0,18% 1,0820 1,0821 -0,1%
EUR/GBP 0,8884 -0,54% 0,8925 0,8924 -0,5%
USD/JPY 103,87 +0,08% 103,65 104,18 +0,6%
GBP/USD 1,3683 +0,14% 1,3691 1,3621 +0,1%
USD/CNH (Offshore) 6,4645 +0,30% 6,4453 6,4594 -0,6%
Bitcoin
BTC/USD 34.420,99 +2,32% 34.594,25 34.426,50 +18,5%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,59 53,21 +0,7% 0,38 +10,5%
Brent/ICE 56,71 56,58 +0,2% 0,13 +9,7%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.857,84 1.855,00 +0,2% +2,84 -2,1%
Silber (Spot) 25,37 25,63 -1,0% -0,26 -3,9%
Platin (Spot) 1.082,60 1.073,70 +0,8% +8,90 +1,1%
Kupfer-Future 3,63 3,61 +0,7% +0,03 +3,3%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/kla
(END) Dow Jones Newswires
January 13, 2021 09:02 ET (14:02 GMT)
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