MÄRKTE USA/Wall Street vor wackeliger Stabilisierung
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NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street könnte sich am Dienstag nach dem erneuten Absturz des Vortages und einer dreitägigen Talfahrt stabilisieren. Im Handel verweist man auf positiv aufgenommene Berichte, wonach die Europäische Union eine gemeinsame Finanzierung von Energie- und Verteidigungsausgaben anstrebe. Die europäischen Staats- und Regierungschefs treffen sich diese Woche in Versailles, um Pläne zur Verringerung ihrer Abhängigkeit von russischer Energie zu debattieren.
"Die Hoffnung, dass die europäischen Länder durch eine große gemeinsame Anleiheemission eine finanzielle Atempause erhalten, trägt dazu bei, die Aktienmärkte im frühen Handel in Europa zu beruhigen", sagt Analystin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown. Der Aktienterminmarkt in den USA folgt den europäischen Vorgaben und zeigt sich derzeit knapp behauptet. Der Dow-Jones-Index war am Vortag erstmals seit zwei Jahren in den Korrekturmodus gerutscht, die Nasdaq befindet sich im Bärenmarkt.
Allerdings zeigen sich Händler skeptisch, ob die sich anbahnende Stabilisierung zur Eröffnung Bestand haben wird. Denn die jüngst dritte Gesprächsrunde zwischen Delegierten Russlands und der Ukraine ist praktisch ergebnislos geblieben und Russland setzt den Angriffskrieg auf ukrainische Städte ohne Unterlass fort. Zudem steigen die Erdölpreise weiter. Nun denkt auch Russland über ein Embargo für Ölexporte nach, nachdem am Wochenende aus den USA eine Diskussion angestoßen worden war, keine Energie mehr aus Russland zu beziehen. Zwar sind die USA nicht auf Energielieferungen aus Russland angewiesen, mit den explodierenden Erdölpreisen kochen aber Stagflationsängste an den US-Börsen hoch. "Nicht jede Rezession wurde durch eine Ölpreisrally ausgelöst, aber jeder Ölpreisschock löste eine Rezession aus", warnt Marktstratege Brian O'Reilly von Mediolanum International Funds.
Sichere Häfen werden angesteuert
Angesichts der düsteren Konjunkturaussichten sind vermeintlich sichere Häfen gesucht. Der Goldpreis marschiert in Richtung seines Allzeithochs und auch die Notierungen der US-Staatsanleihen ziehen kräftig an. Der US-Dollar schwächelt indes etwas, der Dollarindex verliert 0,2 Prozent. Ein weiterer Anstieg in den kommenden Tagen sei aber plausibel, heißt es im Handel mit Blick auf das 21-Monatshoch des Vortages.
Chevron steigen vorbörslich mit der Ölpreisrally um 0,6 Prozent auf Rekordhoch. Der Titel verbucht die längste Gewinnphase seit dreieinhalb Jahren. Die Wettbewerberpapiere von Exxon Mobil klettern um 1,2 Prozent. Der Secondhand-Einzelhändler ThredUp hat durchwachsene Quartalszahlen präsentiert. Zwar übertraf das Unternehmen in seinem ersten Quartal die Umsatzerwartung, das negative Ergebnis fiel aber schlechter als gedacht aus. Zudem enttäuschte ThredUp mit dem Ausblick. Die Aktie verliert 8 Prozent.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,58 +3,6 1,54 85,1
5 Jahre 1,76 +5,2 1,71 49,8
7 Jahre 1,82 +6,7 1,75 38,1
10 Jahre 1,84 +7,2 1,77 33,3
30 Jahre 2,24 +4,8 2,19 34,2
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 9:00 Uhr Mo, 17:33 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0891 +0,3% 1,0859 1,0856 -4,2%
EUR/JPY 126,10 +0,7% 125,38 125,37 -3,7%
EUR/CHF 1,0119 +0,7% 1,0062 1,0063 -2,5%
EUR/GBP 0,8319 +0,5% 0,8295 0,8283 -1,0%
USD/JPY 115,78 +0,4% 115,47 115,46 +0,6%
GBP/USD 1,3091 -0,1% 1,3088 1,3106 -3,3%
USD/CNH (Offshore) 6,3243 -0,0% 6,3216 6,3287 -0,5%
Bitcoin
BTC/USD 38.814,28 +1,6% 38.601,57 39.339,63 -16,0%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 124,80 119,40 +4,5% 5,40 +67,6%
Brent/ICE 128,41 123,21 +4,2% 5,20 +66,6%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 2.017,13 1.998,12 +1,0% +19,01 +10,3%
Silber (Spot) 26,37 25,64 +2,8% +0,73 +13,1%
Platin (Spot) 1.144,45 1.126,69 +1,6% +17,76 +17,9%
Kupfer-Future 4,72 4,72 -0,1% -0,00 +5,7%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/kla
(END) Dow Jones Newswires
March 08, 2022 08:45 ET (13:45 GMT)
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