MÄRKTE USA/Wall Street wenig verändert vor US-Zinsentscheidung
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NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer wenig veränderten Tendenz ist die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel gestartet. Der Blick des Marktes ist auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend gerichtet. Weithin wird mit einer Anhebung um 50 Basispunkte gerechnet. Daher kommt den Aussagen von Fed-Chairman Jerome Powell auf der anschließenden Pressekonferenz besondere Bedeutung zu. Hier erhoffen sich Investoren genauere Hinweise über das weitere Tempo der Zinserhöhungen, vor dem Hintergrund der bestehenden Lieferkettenprobleme, des Ukraine-Krieges und der anhaltend hohen Inflation.
"Das ist die Frage, mit der sich die Märkte beschäftigen: Bis wohin geht die Fed? Wird diese Serie von Zinserhöhungen auf 5 oder 6 Prozent mit einer Abkühlung der Wirtschaft enden?", fragt Carsten Brzeski, Global Head of Macro Research der ING Groep.
Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Eröffnung 0,1 Prozent auf 33.147 Punkte. Der S&P-500 steigt ebenfalls um 0,1 Prozent, der Nasdaq-Composite büßt 0,1 Prozent ein. Für einen Impuls könnte ein Schwung neuer US-Konjunkturdaten sorgen. Der ADP-Arbeitsmarktbericht für April blieb beim Stellenaufbau in der US-Privatwirtschaft hinter den Erwartungen. Dieser gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht für April am Freitag. Zudem fiel das Handelsbilanzdefizit im März etwas höher als erwartet aus.
Kurz nach der Eröffnung folgen noch der ISM-Index für den Dienstleistungssektor für April sowie der Einkaufsmanagerindex Service, ebenfalls für April, in zweiter Lesung.
Dollar vor Fed-Entscheid etwas leichter - Ölpreise steigen kräftig
Der Dollar zeigt sich im Vorfeld der erwarteten Zinserhöhung in den USA mit leichten Abgaben. Die US-Währung könnte von dem Zinsentscheid kurzzeitig profitieren, denn es dürfte wohl noch einige Marktteilnehmer geben, die mit einer kleineren Zinserhöhung um 25 Basispunkte rechneten, so Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger. Alles andere als eine Erhöhung um 50 Basispunkte wäre eine Überraschung nach den Kommentaren einzelner Fed-Mitglieder in den vergangenen Wochen. Zudem dürfte die Fed Details zum Abbau ihres Anleihebestandes bekannt geben, was aber für den Devisenmarkt weniger relevant sei als für den Anleihemarkt. Hier zeigen sich die Renditen wenig verändert.
Die Ölpreise legen deutlich zu. Teilnehmer verweisen auf Daten zu den US-Ölbeständen des American Petroleum Institute für die vergangene Woche, die einen starken Rückgang gezeigt haben. Mit Spannung wird nun auf die offiziellen Daten am Nachmittag gewartet. Die "sehr positiven" Lagerbestandszahlen und der Plan der EU, russische Ölimporte zu verbieten, trieben die Ölpreise nach oben, heißt es von DNB Markets.
AMD überzeugen mit Zahlen - Lyft knicken ein
Daneben bestimmt die Berichtssaison weiter das Geschehen. Advanced Micro Devices (AMD) legen um 6,0 Prozent zu. Der Chiphersteller verbuchte einen Rekordumsatz und erhöhte zudem den Jahresausblick. Starbucks (+6,1%) hat im zweiten Geschäftsquartal Umsatz und Gewinn erhöht. Airbnb (+5,0%) setzte in den ersten drei Monaten 2022 mehr um und dämmte den Verlust stärker ein als erwartet.
Der US-Biotechnologiekonzern Moderna (+3,9%) hat im vergangenen Quartal deutlich mehr verdient und umgesetzt als erwartet. Den überwiegenden Teil des Umsatzes erzielte Moderna aus Verkäufen des Covid-19-Impfstoffs, die im Berichtsquartal 5,9 Milliarden Dollar beisteuerten gegenüber 1,7 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.
Lyft brechen um 30 Prozent ein, nachdem der Fahrdienstvermittler zwar überwiegend die Erwartungen im ersten Quartal übertroffen hat, aber mit der Gewinn- und Umsatzprognose enttäuscht. Die Aktie des Wettbewerbers Uber fällt um 10,3 Prozent. Uber hat den Umsatz im ersten Quartal mehr als verdoppelt. Unter dem Strich stand allerdings wegen Investitionen ein Milliardenverlust.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 33.146,87 +0,1% 18,08 -8,8%
S&P-500 4.178,58 +0,1% 3,10 -12,3%
Nasdaq-Comp. 12.558,15 -0,0% -5,61 -19,7%
Nasdaq-100 13.091,46 +0,0% 1,56 -19,8%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,81 +4,5 2,76 207,9
5 Jahre 3,03 +0,9 3,02 177,2
7 Jahre 3,06 +2,5 3,03 161,8
10 Jahre 2,99 +2,0 2,97 147,7
30 Jahre 3,03 +2,4 3,01 113,4
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:13 Uhr Di, 17:01 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0550 +0,2% 1,0513 1,0539 -7,2%
EUR/JPY 137,08 +0,1% 136,88 136,92 +4,7%
EUR/CHF 1,0356 +0,5% 1,0294 1,0309 -0,2%
EUR/GBP 0,8429 +0,1% 0,8429 0,8423 +0,3%
USD/JPY 129,94 -0,1% 130,17 129,91 +12,9%
GBP/USD 1,2516 +0,1% 1,2475 1,2513 -7,5%
USD/CNH (Offshore) 6,6545 +0,1% 6,6375 6,6483 +4,7%
Bitcoin
BTC/USD 38.956,06 +3,1% 38.061,14 38.211,01 -15,7%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 107,26 102,41 +4,7% 4,85 +46,2%
Brent/ICE 109,37 104,97 +4,2% 4,40 +44,0%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.869,27 1.868,04 +0,1% +1,23 +2,2%
Silber (Spot) 22,43 22,57 -0,6% -0,14 -3,8%
Platin (Spot) 970,70 966,50 +0,4% +4,20 +0,0%
Kupfer-Future 4,29 4,28 +0,3% +0,01 -3,7%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
May 04, 2022 09:42 ET (13:42 GMT)
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