MÄRKTE USA/Wall Street wenig verändert - Zwischen Fed-Entscheid und Tech-Zahlen
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DOW JONES--Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank und im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger Quartalszahlen aus dem Technologie-Sektor hat die Wall Street am Mittwoch wenig verändert geschlossen. Die US-Notenbank hat ihre Zinspause wie mehrheitlich erwartet verlängert, wobei sich allerdings größere Meinungsverschiedenheiten darüber zeigten, ob weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt werden sollten. Denn die drei Ratsmitglieder Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan sprachen sich gegen einen solchen Hinweis im geldpolitischen Statement aus. Der Leitzins liegt weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent.
Fed-Chairman Jerome Powell erklärte auf seiner Pressekonferenz, dass die Zentralbank angesichts der hohen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten gut aufgestellt sei, um in der Geldpolitik abzuwarten. "Wir halten unseren Leitzins für angemessen", sagte Powell. "Derzeit fordert niemand eine Zinserhöhung - es wird wirklich davon abhängen, wie sich die Lage entwickelt." Die Inflation sei gestiegen und befinde sich auf einem erhöhtem Niveau.
"Für Investoren ist die Kernbotschaft, dass der Weg zu niedrigeren Zinsen wahrscheinlich langsamer und weniger vorhersehbar sein wird, als die Märkte gehofft hatten. Die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes gibt der Fed Spielraum, geduldig zu bleiben, aber längerfristig höhere Zinsen prägen weiterhin die Bedingungen an den Aktien- und Anleihemärkten", sagte Richard Flax, Chief Investment Officer bei Moneyfarm.
Der Dow-Jones-Index verlor 0,6 Prozent auf 48.862 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite schlossen jeweils wenig verändert. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 822 (Dienstag: 1.181) Kursgewinner und 1.949 (1.544) -verlierer. Unverändert schlossen 67 (98) Titel.
Die KI-Sorgen rund um OpenAI drückten weiter auf den Technologie-Sektor. Dieser stand auch mit den Geschäftsausweisen von Amazon, Meta Platforms, Microsoft, Alphabet und Ebay im Fokus, die nach der Schlussglocke veröffentlicht werden. Die vier erstgenannten Technologiegrößen investieren viel Geld in KI, daher könnte ihre Investitionsprognose dazu beitragen, die jüngste Unruhe zu beruhigen. "Die Ergebnisse und Ausblicke dieser Unternehmen können die Entwicklung auf Indexebene und die Stimmung der Anleger maßgeblich beeinflussen", urteilte SWBC-Chefmarktstratege Chris Brigati.
Der Dollar baute mit der Zinsentscheidung und den Aussagen der Fed seine Gewinne leicht aus. Der Dollar-Index legte um 0,3 Prozent zu.
Die Renditen am US-Staatsanleihen zogen an. Die Fed-Erklärung "habe gezeigt, dass das Thema der zweitägigen Sitzung eindeutig das Risiko gewesen ist, das der Krieg im Iran für beide Seiten des Mandats der Zentralbank mit sich gebracht habe", so Art Hogan von B. Riley Wealth. "Man bekommt den Eindruck, dass es mindestens mehrere Sitzungen geben wird, bevor wir Zinsänderungen durch den Offenmarktausschuss sehen", ergänzte der Teilnehmer. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erhöhte sich um 6,0 Basispunkte auf 4,41 Prozent.
Die Ölpreise stiegen weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit angedeutet hat, die US-Militäraktionen gegen den Iran könnten wieder aufgenommen werden. Zudem hat Trump Mitarbeiter nach Aussagen von Regierungsvertretern angewiesen, sich auf eine länger andauernde Blockade des Iran - und damit der Straße von Hormus - vorzubereiten. "Die anhaltende Pattsituation in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran macht eine baldige Normalisierung der Ströme durch Hormus immer unwahrscheinlicher", sagte XS-Analystin Linh Tran. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg um 7,8 Prozent auf 119,88 Dollar.
Gestiegene Marktzinsen und ein festerer Dollar belasteten den Goldpreis. Dazu kam die gesunkene Wahrscheinlichkeit einer künftigen Zinssenkung durch die Fed, hieß es. Die Feinunze fiel um 1,1 Prozent auf 4.546 Dollar.
Unter den Einzelaktien stürzten GE HealthCare nach Vorlage von Erstquartalszahlen um 13,2 Prozent ab. Das Medizintechnikunternehmen senkte den Ausblick und plant die Zusammenlegung der beiden größten Segmente. AbbVie (+3,3%) hat dagegen die Prognose für den bereinigten Jahresgewinn angehoben. Das Pharmaunternehmen meldete zudem einen höheren Umsatz im ersten Quartal.
Seagate Technology stiegen um 11,1 Prozent, der Festplattenhersteller überbot die Gewinn- und Umsatzerwartungen des Marktes für das dritte Geschäftsquartal - zudem sprachen Händler von einem überzeugenden Ausblick. Auch andere Aktien aus dem Speicher- und Speicherchipbereich legten zu: Micron Technology stiegen um 2,8 Prozent.
Das Kreditkartenunternehmen Visa hat die Gewinnerwartungen für das zweite Geschäftsquartal übertroffen, der Kurs zog um 8,3 Prozent an. Starbucks stiegen um 8,5 Prozent, die Kaffeehauskette hat erstmals seit 2023 wieder ein Gewinnwachstum verbucht. Für Brown-Forman ging es 10,3 Prozent talwärts, nachdem der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard die Gespräche mit dem Jack-Daniel's-Hersteller über eine mögliche Fusion beendet hat.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 48.861,81 -0,6 -280,12 49.141,93
S&P-500 7.135,95 -0,0 -2,85 7.138,80
NASDAQ Comp 24.673,24 +0,0 +9,44 24.663,80
NASDAQ 100 27.186,99 +0,6 +157,97 27.029,01
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,93 +0,09 3,95 3,84
5 Jahre 4,06 +0,08 4,09 3,97
10 Jahre 4,41 +0,06 4,43 4,34
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:30
EUR/USD 1,1675 -0,3 -0,0036 1,1711 1,1710
EUR/JPY 187,19 +0,2 0,3000 186,89 186,8600
EUR/CHF 0,9235 -0,1 -0,0006 0,9241 0,9242
EUR/GBP 0,8663 0,0 0,0000 0,8663 0,8669
USD/JPY 160,38 +0,5 0,7700 159,61 159,5900
GBP/USD 1,3475 -0,3 -0,0041 1,3516 1,3505
USD/CNY 6,8375 0,0 0,0001 6,8374 6,8374
USD/CNH 6,848 +0,1 0,0087 6,8393 6,8387
AUS/USD 0,7116 -0,9 -0,0064 0,718 0,7173
Bitcoin/USD 75.574,92 -1,2 -894,49 76.469,41 76.022,22
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 107,79 +7,9 7,86 99,93
Brent/ICE 119,88 +7,8 8,62 111,26
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.545,67 -1,1 -48,84 4.594,51
Silber 71,66 -1,9 -1,42 73,08
Platin 1.877,33 -3,2 -62,75 1.940,08
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros
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April 29, 2026 16:18 ET (20:18 GMT)
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| 15.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets |
