MÄRKTE USA/Zurückhaltung sorgt für Abgaben an der Wall Street


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(Wiederholung)

NEW YORK (Dow Jones)--Mit Abgaben ist die Wall Street in die neue Woche gestartet. Investoren bleiben mit Blick auf die weitere Entwicklung der globalen Lockerungen nach den Coronavirus-Beschränkungen zurückhaltend, zumal in den kommenden Monaten die Konjunkturdaten weiter schwach ausfallen dürften, wie es heißt. Der nicht ganz so schlimm wie befürchtet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht für April sei nur ein kleiner Lichtblick gewesen, sagt ein Marktbeobachter. Die Situation in den USA rund um die Pandemie sei zudem weiter angespannt.

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Der im Konsens erwartete 20-prozentige Rückgang bei den US-Unternehmensgewinnen 2020 sei möglicherweise zu optimistisch, heißt es von der ING. Chefvolkswirt James Knightley rechnet mit einem Schrumpfen des US-Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um 7 Prozent, während die Konsensschätzung lediglich einen Rückgang um 4 Prozent in Aussicht stelle. Dies ließe den Einbruch der US-Unternehmensgewinne stärker als während der Finanzkrise ausfallen.

"Alle schauen auf das nächste Quartal und blicken auf das Jahr 2021", sagt Kelvin Tay, Regional Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management. Daneben seien die Spannungen zwischen China und den USA noch nicht ausgeräumt. US-Präsident Donald Trump habe am Freitag erklärt, er habe bislang noch nicht entschieden, ob er das Januar-Handelsabkommen zwischen den beiden Ländern annullieren werde, ergänzt der Teilnehmer.

Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,9 Prozent auf 24.104 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,8 Prozent nach, der Nasdaq-Composite büßt 0,5 Prozent ein. Wichtige Konjunkturdaten stehen zu Beginn der Woche nicht auf der Agenda.

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Ölpreise volatil - Bericht um weitere Fördersenkungen

Die Ölpreise zeigen sich volatil. Nach anfänglichen kräftigen Verlusten schoben unbestätigte Berichte, wonach Saudi-Arabien weitere Senkungen der Fördermengen plane, die Notierungen kräftig ins Plus. Insgesamt seien Investoren zuversichtlicher hinsichtlich der weiteren Ölpreisentwicklung, da Produktionskürzungen in Kraft träten und die Nachfrage wieder anziehe, nachdem global die Coronavirus-Beschränkungen zunehmend gelockert würden, heißt es. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 2,5 Prozent auf 25,36 Dollar, für Brent geht es dagegen um 0,8 Prozent auf 30,73 Dollar nach unten.

Der Euro zeigt sich um die Marke von 1,0830 Dollar. Die Commerzbank sieht die Gefahr, dass der Konflikt zwischen Bundesverfassungsgericht und Europäischem Gerichtshof um die Staatsanleihekäufe der EZB einen Kursrutsch des Euro zum Dollar hervorrufen könnte. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu Anleihekäufen nicht zu akzeptieren, habe sich zu einer ausgewachsenen Verfassungskrise Europas gemausert, so Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann. Die EU-Kommission drohe Deutschland schon recht unverhohlen mit Bestrafung, falls die Bundesbank aus der gemeinsamen Politik aussteige. Für die Euro-Wechselkurse sei das ein nicht unerhebliches Risiko

Mit leichten Aufschlägen zeigen sich die US-Anleihen. Im Blickpunkt stehen hier die zahlreichen im Wochenverlauf anstehenden Auktionen von US-Staatsanleihen. So werden Papiere mit Laufzeiten von drei, zehn und 30 Jahren begeben. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 1,5 Basispunkte auf 0,67 Prozent. Der Goldpreis bewegt sich dagegen kaum von der Stelle. Die Feinunze kostet 1.705 Dollar.

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Abbvie bringt Übernahme von Allergan zum Abschluss

Die Aktien von Abbvie legen um 0,6 Prozent zu. Der Pharmakonzern hatte mitgeteilt, dass die 62 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Allergan nun endgültig in trockenen Tüchern sei. Der Sportartikelhersteller Under Armour drückt angesichts der Einbußen während der Corona-Pandemie auf die Kostenbremse. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben 325 Millionen Dollar einsparen. Gesenkt werden auch die Investitionen, und zwar um 100 Millionen Dollar in diesem Jahr. Under Armour teilte weiter mit, dass die Lagerbestände im ersten Quartal um 7 Prozent gestiegen seien. Der Konzern hatte seine Prognose für 2020 am 3. April zurückgezogen. Die Aktie knickt um 8,9 Prozent ein.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 11, 2020 09:48 ET (13:48 GMT)

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27.06.19 AbbVie Peer Perform Wolfe Research
29.04.19 AbbVie Market Perform BMO Capital Markets
26.12.18 AbbVie Buy Standpoint Research
02.02.18 AbbVie Underperform BMO Capital Markets
25.09.17 AbbVie Neutral UBS AG