Medizintechnik: Branche ist nicht der 'Profiteur der Pandemie'


DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Trotz des gestiegenen Bedarfs an Beatmungsgeräten und anderer technischer Ausstattung sind die deutschen Medizintechnik-Hersteller nicht von Rückgängen durch die Corona-Pandemie verschont geblieben. Für 2020 werde mit einem Umsatzminus von 3,6 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro gerechnet, teilte der Branchenverband Spectaris am Montag bei einer Online-Pressekonferenz aus Anlass der Medizinmesse Medica in Düsseldorf mit. Der Auftragseingang habe von Januar bis September fast 7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum gelegen.

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Das Minus sei eine Folge der hohen Exportquote von fast zwei Dritteln, sagte Spectaris-Vertreter Marcus Kuhlmann. Während beim Inlandsumsatz ein Plus von 1,0 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro erwartet werde, sei beim Export mit einem Minus von 6,0 Prozent auf 20,6 Milliarden Euro zurechnen. "Die Branche ist grundsätzlich kein Profiteur der Pandemie", sagte Kuhlmann. Gerade für kleine Unternehmen sei die Pandemie eine besondere Herausforderung. Die Medizintechnik-Branche beschäftigt rund 150 000 Mitarbeiter.

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