Mehr als 140 400 Corona-Nachweise in Deutschland - 4289 Tote
BERLIN (dpa-AFX) - In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mindestens 140 478 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Samstagabend Stand 20.30 Uhr: Mehr als 140 448 Infektionen). Mindestens 4289 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Samstagabend Stand 20.30 Uhr: 4288). Die Zahlen gehen aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Um 10.30 am Samstag lagen keine aktualisierten Daten der Länder vor, daher gibt es keine 24-Stunden-Vergleichszahlen.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Ansteckungsrate am Samstag leicht höher als am Freitag. Die Reproduktionszahl stieg von 0,7 auf 0,8. Allerdings wurde eine hohe statistische Schwankungsbreite von 0,7 bis 1 angegeben. Das heißt in jedem Fall, ein Mensch steckt im Schnitt einen oder weniger als einen anderen an.
Bei einer Reproduktionszahl von 0,8 geben zehn Infizierte das Virus an acht andere Menschen weiter - was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht. Anfang März lag die Reproduktionszahl noch bei 3. RKI-Präsident Lothar Wieler hatte am Freitag auch auf weiterhin bestehende regionale Unterschiede hingewiesen: So gebe es durchaus Regionen, in denen die Reproduktionsrate noch höher als 1 liege.
Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 85 400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.
Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den dpa-Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 37 200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1226 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 29 100 Fällen und mindestens 862 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 27 700 bestätigten Fällen und mindestens 952 Toten.
Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 284,9 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 168,9. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch./hu/DP/mis