Merz: Antwort auf Sprengstoff-Drohne mit Partnern abgestimmt


BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung stimmt ihre angekündigte Reaktion auf den versuchten Sprengstoff-Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle aktuell mit europäischen Partnern und innerhalb der Nato ab. "Die wird in diesen Tagen auch final abgestimmt mit der Europäischen Union, mit den Nato-Partnern", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im ARD-Sommerinterview. Es werde eine Reaktion aus Deutschland sein, aber die Partner würden davon nicht überrascht werden.

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Weitgehende Einigung in der Bundesregierung

Auf die Frage, ob Deutschland überhaupt angemessen reagieren könnte, sollte sich eine Urheberschaft Russlands herausstellen, antwortete der Kanzler: "Warten wir mal ab, was angemessen reagieren heißt." Zur Frage, wer hinter dem versuchten Anschlag steckt, ließ er sich nicht ein. Merz fügte hinzu, die Ermittlungen stünden kurz vor dem Abschluss. "Wir haben eine weitgehende Einigung in der Bundesregierung, wie wir reagieren", sagte er. Und es werde nicht mehr lange dauern.

Eine mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland". Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr./abc/DP/stw

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