Milliardendeal

Übernahme auf spanischem Telekommarkt: Masmovil will Euskaltel schlucken - Aktien kräftig bewegt


Übernahme auf spanischem Telekommarkt: Masmovil will Euskaltel schlucken - Aktien kräftig bewegt

Auf dem spanischen Telekommarkt droht den etablierten Anbietern eine stärkere Konkurrenz: Der viertgrößte Anbieter Masmovil will die Nummer fünf Euskaltel in einem Milliardendeal schlucken.

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Masmovil will nach Angaben in einer Mitteilung an die Madrider Börse vom Sonntagabend 11,17 Euro je Aktie des kleineren Rivalen zahlen, was insgesamt 2,1 Milliarden Euro wären. Euskaltels drei größte Aktionäre, die zusammen 52 Prozent der Anteile besitzen, haben dem Angebot demnach bereits zugestimmt. Das Management von Euskaltel prüfe derzeit die Offerte, hieß es von der Firma. Euskaltel-Aktien legten am Montag nach Handelsbeginn um 16 Prozent auf 11,12 Euro zu.

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Masmovil ist auf dem hart umkämpften spanischen Markt eher im Billigpreis-Segment auf Kundenfang und konkurriert damit vor allem mit den im Land ebenfalls starken französischen und englischen Telekomriesen Orange und Vodafone. Aber auch der vorwiegend auf den hochpreisigen Markt ausgerichtete Platzhirsch Telefonica musste zuletzt Federn auf seinem Heimatmarkt lassen. Eine stärkere Konsolidierung auf dem spanischen Markt war zuletzt immer wieder spekuliert worden.

Das Angebot von Masmovil muss von den Behörden noch genehmigt werden. Zudem will Masmovil mindestens 75 Prozent der Aktien an Euskaltel ergattern.

Telekom-Übernahme in Spanien bewegt die Kurse kräftig

Ein Übernahmeangebot des viertgrößten spanischen Telekom-Anbieters Masmovil für die Nummer fünf, Euskaltel, hat die Kurse einiger Telekomkonzerne am Montag kräftig bewegt. Die Euskaltel-Aktien sprangen am Montag um mehr als 16 Prozent auf 11,14 Euro hoch.

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Während sich der Orange-Aktienkurs am Montag von den jüngsten Entwicklungen mit zuletzt plus 0,9 Prozent unbeeindruckt zeigte, gaben die Anteile von Vodafone um fast zwei Prozent nach. Telefonica sackten sogar um vier Prozent ab.

Das Angebot von Masmovil muss von den Behörden noch genehmigt werden. Zudem will Masmovil mindestens 75 Prozent der Aktien an Euskaltel ergattern. Den Analysten von Kepler Cheuvreux zufolge ist die Offerte eine Überraschung. Am Markt sei bislang eher erwartet worden, dass Masmovil sich mit Vodafone zusammenschließe. Möglich sei, dass Vodafone und Masmovil in puncto Bewertung und Kontrolle keine Einigung erzielt hätten und Euskaltel für Masmovil leichtere Beute sei, hieß es in ihrer am Montag vorliegenden Studie. Langfristig seien aber alle Optionen mit Vodafone noch auf dem Tisch, hieß es weiter.

/men/ssc/stk

MADRID (dpa-AFX)

Bildquellen: Creativa / Shutterstock.com

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13.05.26 Vodafone Group Buy Deutsche Bank AG
13.05.26 Vodafone Group Sell UBS AG