MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Spekulationen auf ein steigendes Angebot drückten die Ölpreise. Brent verbilligte sich um 4,7 Prozent auf 71,73 Dollar je Fass. Der Preis für WTI fiel um 3,8 Prozent auf 69,18 Dollar. Der iranische Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus vom Donnerstag änderte nach Angaben von Beobachtern nichts an der Erwartung, dass die Ölflüsse aus der Region wieder zunehmen werden.
Nach den wechselseitigen Angriffen am Wochenende zwischen den USA und dem Iran steigen die Ölpreise am Morgen etwas.
+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++
GELDPOLITI USA
Der Präsident der Federal Reserve von Minneanapolis, Neel Kashkari, geht von einer Zinserhöhung in diesem Jahr aus. Bei einer Diskussionsrunde beim Aspen Ideas Festival sagte er, er sei einer von neun Fed-Entscheidungsträgern, die in der jüngsten Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen, die die Zentralbank vergangene Woche zum Abschluss ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni veröffentlicht hat, davon ausgehen, dass die Fed die Zinssätze bis Ende des Jahres anheben muss. Dies markierte eine Abkehr von seiner vorherigen Prognose. Zuvor hatte Kashkari gesagt, er habe auf der geldpolitischen Sitzung der Fed im März eine Zinssenkung bis zum Jahresende prognostiziert.
ZOLLPOLITIK USA / EU
US-Präsident Donald Trump will neue Steuern in Europa für US-Tech-Konzerne mit Zöllen vergelten. Er drohte europäischen Ländern auf seiner Plattform Truth Social, die Steuern für digitale Dienstleistungen erheben, mit Zöllen von 100 Prozent.
RATING USA
Die Ratingagentur Standard & Poor's Global Ratings (S&PGR) stuft die Bonität der USA unverändert mit der Note AA+ ein. Der Ausblick sei nach wie vor stabil, teilte S&PGR mit.
KONJUNKTUR JAPAN
Einzelhandelsumsatz Mai +5,3% gg Vorjahr
Einzelhandelsumsatz Supermärkte Mai +5,0% gg Vj
FINANZMARKT
Nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich braut sich etwas zusammen an den Finanzmärkten: Rekordhohe Staatsschulden treffen auf einen fragilen Bondmarkt, riskant agierende Hedgefonds und heikle KI-Finanzierungen. Die Ökonomen der Bank der Zentralbanken rufen eindringlich zu einer Regulierung der Schattenbanken auf. Der Anleihemarkt laufe auf eine Situation zu, wie sie vom Ausmaß her zuletzt in der Finanzkrise bestanden hatte, warnt die BIZ in ihren neuen Jahresbericht. (Börsen-Zeitung)
GÜTERTRANSPORT DEUTSCHLAND
Die hohen Temperaturen werden nach Einschätzung der Speditionsbranche zunehmend zu einem Risiko für den Güterverkehr. "Die andauernde Extremhitze führt die Verkehrsinfrastrukturen teilweise bereits an Belastungsgrenzen und beeinträchtigt auch die Güterlogistik", sagte Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, dem Handelsblatt. Auf einigen Autobahnen sei der Straßenbelag bereits so stark beschädigt, dass Strecken gesperrt worden seien. "Auch Schienen, Oberleitungen, Weichen und Stellwerke sind betroffen, sodass der Schienengüterverkehr zusätzlich gestört wird." Sorgen bereitet der Branche auch die Entwicklung auf den Wasserstraßen. (Handelsblatt)
ABWANDERUNG INDUSTRIE
In den nächsten vier Jahren werden deutsche Unternehmen ihre Geschäfte zunehmend in Wachstumsregionen verlagern, außerhalb von Deutschland und Europa. Ganz oben auf der Strategieagenda stehen rigorose Kostensenkungen am Heimatstandort. 60 Prozent der Firmen planen daher für Deutschland mit fortschreitendem Stellenabbau. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Beratungsgesellschaft Horvath unter 1.000 Unternehmen. (Handelsblatt)
AIRLINES
Langstreckenfluggesellschaften stellen sich auf zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe ein, da ein drohender Mangel an CO2-Zertifikaten die Preise für die zum Ausgleich ihrer Emissionen erforderlichen Genehmigungen in die Höhe treiben könnte. Laut einer Untersuchung des Datenanbieters MSCI Carbon Markets könnten die Kosten für Zertifikate bis 2035 fast auf das Achtfache steigen und 100 US-Dollar pro Tonne erreichen, weil die Nachfrage der Fluggesellschaften das Angebot übersteigt. (Financial Times)
===
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/cln/flf
(END) Dow Jones Newswires
June 29, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)
