MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

30.06.26 07:31 Uhr

Der Dollar könnte seine Gewinne gegenüber dem Yen ausbauen, wenn er sich über dem exponenziellen gleitenden 21-Tage-Durchschnitt halte, der aktuell bei 161,00 Yen liege, urteilt Analyst Quek Ser Leang von UOB Global Economics & Markets Research. "Da sich der Dollar zum Yen in unbekanntem Terrain befindet, gibt es nur wenige offensichtliche technische Referenzpunkte, die als sinnvoller Widerstand zu erkennen sind", so der leitende Stratege. Daher "könnten Widerstandsmarken bei runden Zahlen als die praktischsten Widerstandsmarken dienen."

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 3.969,23 -1,2 -46,79 4.016,02

Silber 57,34 -1,6 -0,96 58,30

Platin 1.564,02 -0,7 -10,54 1.574,56

Der Goldpreis fiel stark um 73 Dollar auf 4.015 je Feinunze. Der Markt spiele nachlassende Inflationserwartungen, hieß es mit Blick auf die Beruhigung bei den Ölpreisen. Gold dürfte unter Druck bleiben, weil die geopolitischen Risikoprämien weiter abnähmen und die Erwartungen auf eine geringere energiebedingte Inflation stiegen, so eine Analystin.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 70,4 -0,5 -0,35 70,75

Brent/ICE 72,51 -0,9 -0,64 73,15

Die Ölpreise stiegen zwar angesichts erneuter Scharmützel um die Straße von Hormus etwas, sie lagen aber weiter nahe an ihrem Niveau von vor Beginn des Iran-Krieges. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent zog um 1,2 Prozent auf knapp 73 Dollar an.

+++++ MELDUNGEN SEIT MONTAG 17.30 UHR +++++

EU / CHINA

Die EU und China werden ein System zur Überwachung von Handelsströmen einrichten und streben weitere Gespräche in diesem Herbst an. Das sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao. Die EU will die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Regionen verbessern.

KONJUNKTUR CHINA

Chinas verarbeitendes Gewerbe ist im Juni expandiert, nachdem es im Vormonat stagniert hatte. Dies ist zum Teil auf robuste Exporte angesichts der starken weltweiten Nachfrage nach Produkten für künstliche Intelligenz und grünen Technologien zurückzuführen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg in diesem Monat leicht auf 50,3 von 50,0 im Mai. Der Wert übertraf die Prognose von 50,1. Chinas offizieller PMI für den Nicht-Industriesektor stieg im Juni auf 50,2 von 50,1 im Vormonat.

KONJUNKTUR JAPAN

Die Industrieproduktion ist im Mai gestiegen, wenn auch langsamer als erwartet. Grund dafür sind der andauernde Nahostkonflikt und Sorgen um die Energieversorgung. Die Industrieproduktion stieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte damit das gleiche Tempo wie im April. Ökonomen hatten einen Anstieg von 1,1 Prozent prognostiziert.

Arbeitslosenquote Mai 2,5% (PROG: 2,5%)

ZUCKERSTEUER

Statt einer Sonderabgabe auf Zucker will die schwarz-rote Bundesregierung jetzt doch eine Zuckersteuer erheben. Nach Informationen der Zeitung Welt wird der entsprechende Gesetzentwurf federführend im Finanzministerium von Lars Klingbeil (SPD) ausgearbeitet, nicht mehr im Gesundheitsministerium von Nina Warken (CDU). Der Entwurf soll bereits Anfang kommender Woche vom Kabinett verabschiedet werden. Der Grund für den Schwenk seien verfassungsrechtliche Bedenken, heißt es in Regierungskreisen. Die beiden Ministerien wollten sich auf Anfrage nicht äußern. Da Steuereinnahmen nicht für einen bestimmten Zweck reserviert werden können, sondern in den großen Haushaltstopf fließen, verfolgte die Regierung zwischenzeitlich das Ziel, statt einer Steuer eine Sonderabgabe einzuführen. Dadurch wollte sie sicherstellen, dass die erwarteten Einnahmen in Höhe von 450 Millionen Euro im Jahr tatsächlich zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen und zur Gesundheitsprävention verwendet werden können. (Welt)

PASSIVE AKTIONÄRE

Der Anteil der passiven Anlagestrategien an den Investments im DAX ist 2025 deutlich gestiegen und erreicht inzwischen 27,5 Prozent. Dies ist der einmal pro Jahr vorgelegten Studie "Who owns the DAX" zu entnehmen, die von S&P Global Market Intelligence und dem Deutschen Investor Relations Verband (DIRK) erstellt wird. Damit seien die Kapitalzuflüsse in den DAX erstmals vor allem von ETFs und Indexfonds getragen worden, während im Vorjahr noch aktive Fonds die wichtigste Käufergruppe gewesen seien. Der Zuwachs von 2,5 Prozentpunkten sei zudem größer ausgefallen als der 2024 zu beobachtende Anstieg des Anteils passiver Investoren von 1 Prozentpunkt. Getragen wird dieser Vormarsch passiver Anlagen im DAX aus Nordamerika heraus. Amerikanische ETFs erhöhten ihren Anteil an den DAX-Investments um immerhin 1,6 Prozent. Wie schon in den Vorjahren gehören die Unternehmen im DAX vor allem ausländischen Investoren. (Börsen-Zeitung)

DEUTSCHE TELEKOM

Der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, lässt ein kleines Team von Spezialisten an einem großen Deal feilen. Das Ziel: Die Deutsche Telekom mit ihrer US-Tochter T-Mobile in einer Holding zu vereinen. Die Pläne kommen voran, berichteten vier Insider sowohl aus dem Konzernumfeld als auch aus der Branche dem Handelsblatt. Die Anstrengungen hätten zuletzt an Bedeutung gewonnen. Der Grund: Elon Musk hat seine Satellitenfirma SpaceX an die Börse gebracht. Dessen Satellitennetzwerk Starlink gilt als potenzieller Mega-Konkurrent im Mobilfunkgeschäft. Mit einer Marktkapitalisierung von rund zwei Billionen Dollar ist SpaceX der Telekom oder ihrer US-Tochter derzeit weit überlegen. T-Mobile kam zuletzt auf einen Börsenwert von knapp 200 Milliarden Dollar. Die Telekom kommt auf knapp 130 Milliarden Euro. (Handelsblatt)

RWE

hat eine weitere grüne Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro begeben, aufgeteilt in zwei Tranchen zu je 750 Millionen Euro.

HANIEL - Bei der Investmentholding der Duisburger Industriellen-Dynastie Haniel bahnt sich ein Milliardendeal an. Nach Informationen der Börsen-Zeitung aus Kreisen von Investoren und Investmentbankern versteigert die Franz Haniel & Cie. GmbH ihre Portfoliofirma Bauwatch im Wert von rund 1 Milliarde Euro an Finanzinvestoren. Als Bieterfavoriten in der abschließenden Runde mit verbindlichen Offerten, die in den kommenden Wochen erwartet wird, nennen mit der Sache vertraute Personen die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle, die gerade die BASF-Lacksparte Coatings erworben hat, und die Amsterdamer Infrastruktursparte DIF des britischen Finanzinvestors CVC. (Börsen-Zeitung)

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 30, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)