Bilfinger: Was diese Zahlen bedeuten können
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Die Bilfinger-Aktie testet erneut eine wichtige Unterstützung im Chart. Die Hoffnung der Anleger auf Staatsaufträge schwindet nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts.
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Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Wochenbeginn sind die Bruttoinvestitionen des Bundes im Jahr 2025 um 12,3 Prozent im Vergleich zu 2024 gestiegen. Was sich auf den ersten Blick nach einer Orderflut für die heimische Wirtschaft anhört, relativiert sich bei genauem Hinsehen dann aber doch. Denn diese 12,3 Prozent entsprechen zwar Mehrinvestitionen von 16,2 Mrd. Euro, gemessen am Sondervermögen von 1.500 Mrd. Euro sind das aber gerade einmal 1,1 Prozent.
Der Bund ist am Zug
Heruntergebrochen auf zusätzliche Investitionen für Straße und Schiene dürfte das Staatsvolumen, das bei den Infrastrukturanbietern 2025 angekommen ist, doch eher gering gewesen sein. Schlimmer noch: Diese Zahlen könnten Signalwirkung für 2026 haben! Denn die Fantasie, dass zumindest im aktuellen Geschäftsjahr nennenswerte Staatsaufträge bei Bilfinger und Co. landen, schwindet bei den Anlegern sukzessive.
Der Bedarf ist da
Für Bilfinger ist die Schlacht aber noch nicht verloren: Der Schutz kritischer Infrastrukturen, der Aufbau der Energie-Infrastruktur und die notwendige Sanierung bei Brücken und Straßen sind unverändert Themen, die in Deutschland angepackt werden müssen. Doch auch im Ausland könnten für Bilfinger noch Türen aufgehen. Kommt es zu einem Frieden in Nahost, könnten Aufträge für im Golfkrieg zerstörte Infrastruktur in den Fokus rücken. Bei Vorlage der Q1-Zahlen hatte das Unternehmen dies bereits angedeutet.
Fazit
Der Bund ist am Zug: Ein neues Gesetz soll die Geschwindigkeit bei der Vergabe von Staatsaufträgen nun beschleunigen. Ob es sich hierbei um den „Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars“ handelt, den Reinhard Mey schon in den siebziger Jahren besang, oder ob dann tatsächlich die Ordervergabe ins Rollen kommt, bleibt aber noch abzuwarten. Spannend wird es auch technisch: Der Abwärtstrend ist intakt und wenn die Unterstützung bei knapp 80 Euro im Jahreschart nicht hält, droht ein weiterer Rückgang bis in die Region um 73 Euro.
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Erstellung am 30.6.26 um 9:30 Uhr.
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