Moskauer Bürgermeister: Beispielloser Angriff am Wahltag


MOSKAU (dpa-AFX) - Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat der Ukraine am letzten Tag der russischen Parlamentswahl massive Störversuche mit Drohnen vorgeworfen. "Dieser beispiellose Angriff war offensichtlich darauf ausgerichtet, die Wahlen zu sabotieren. Dem Gegner ist dies jedoch nicht gelungen", schrieb Sobjanin bei Telegram.

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Er sprach vom "massivsten Angriff feindlicher Drohnen auf Moskau", der abgewehrt worden sei. Ihm zufolge wehrte Russland seit dem Vortag 1.600 Drohnen ab, davon 450 beim Anflug auf die Hauptstadt. Allerdings seien einige Drohnen auf das Gelände der Ölraffinerie gelangt, eine davon sei in ein Wohnhaus gestürzt, Tote habe es nicht gegeben. Auch an allen vier Hauptstadtflughäfen gab es Einschränkungen.

Im Moskauer Umland hatte Gouverneur Andrej Worobjow bereits zwei Tote und sechs Verletzte nach verschiedenen Drohnenangriffen beklagt. Feuer seien an mehreren Orten ausgebrochen, mehrere Wohnhäuser seien beschädigt und Hunderte Menschen evakuiert worden, schrieb er bei Telegram.

Duma-Wahl geht zu Ende

Heute endet die dreitägige Wahl für das russische Parlament - die Staatsduma. Nach dem Ausschluss der Opposition gelten alle zehn Parteien auf dem Wahlzettel als kremlnah und unterstützen die 2022 von Präsident Wladimir Putin befohlene Invasion in die Ukraine. Wahlen in Russland stehen traditionell in der Kritik, weil sie als unfair und nicht demokratisch gelten. Unabhängige Wahlbeobachter meldeten bereits Manipulationsversuche und andere Regelverstöße.

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Die Wahl wird trotz Protesten der Ukraine erstmals auch in den von Russland kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgehalten. Die internationale Gemeinschaft sieht im Abhalten von Wahlen in besetzten Gebieten einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Auch auf der schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wird abgestimmt./ksr/DP/zb

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