Nach Einbruch am Vortag

ADLER-Aktie +27%: Spekulative Käufe treiben Kurs an - BaFin prüft Bilanz seit Sommer 2021


ADLER-Aktie +27%: Spekulative Käufe treiben Kurs an - BaFin prüft Bilanz seit Sommer 2021

Nach dem Rückfall auf ein weiteres Rekordtief am Montag haben sich die Aktien der ADLER Group am Dienstag stabilisiert.

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In der Spitze ging es um fast 40 Prozent nach oben auf über 7 Euro, nachdem die ADLER-Papiere am Montag um nahezu 30 Prozent auf gut 5 Euro eingebrochen waren. Später belief sich der Aufschlag noch zeitweise auf 27,83 Prozent bei 6,55 Euro.

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Im Handel ist von spekulativen Käufen die Rede. Befeuert werden könnten diese von Aussagen des Managements in einem Analystencall, das das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen wolle. Allerdings hätten die Kauforders spekulativer Anleger bereits am Vortag begonnen, diese hätten Kurse von zeitweise unter vier Euro zum Einstieg genutzt. Die Papiere seien unverändert mit großen Risiken behaftet, sagte ein Händler.

BaFin: Prüfen ADLER-Bilanz schon seit August 2021

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bei ihrer Jahrespressekonferenz dem Eindruck widersprochen, dass es sich bei den Problemen des Immobilienkonzerns ADLER um ein "neuen Fall Wirecard" handeln könnte. BaFin-Chef Mark Branson sprach von einem "völlig anders gelagerten Fall". Der für Wertpapieraufsicht zuständige Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch verwies darauf, dass die BaFin bei ADLER bereits im vergangenen Sommer eine Bilanzprüfung eingeleitet habe.

"Die Bilanzprüfung im Fall ADLER, was auch bekannt ist, begann im August letzten Jahres, wenn ich mich recht erinnere, war der Fraser-Perring-Bericht im Oktober", sagte Pötzsch. Branson sagte: "Ich sehe den Fall ganz anders gelagert." Die Wirtschaftsprüfer und die BaFin seien dabei, sich die Rechnungslegung anzuschauen. "Natürlich können wir nicht in der Mitte der Verfahren voreilig etwas dazu sagen."

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Die Wirtschaftsprüfer von KPMG hatten der ADLER-Gruppe in der vergangenen Woche ein Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert. ADLER hatte den Bericht trotzdem veröffentlicht, um Bedingungen ausstehender Anleihen zu erfüllen. Am Wochenende waren mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats zurückgetreten.

Die Investmentfirma Viceroy des Leerkäufers Fraser Perring hatte ADLER erstmals im Oktober 2021 vorgeworfen, Immobilienprojekte nicht richtig bewertet zu haben. ADLER hatte diese Kritik wiederholt zurückgewiesen. Fraser Perring hatte auch früh auf Ungereimtheiten bei dem inzwischen insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hingewiesen.

FRANKFURT (dpa-AFX Broker / Dow Jones Newswires)

Bildquellen: ADLER Group

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DatumRatingAnalyst
31.05.22 ADLER Neutral UBS AG
27.04.22 ADLER Underweight Barclays Capital
25.04.22 ADLER Underweight Barclays Capital
02.02.22 ADLER Underweight Barclays Capital
26.01.22 ADLER Neutral UBS AG