Nach Erdbeben: Kolumbien bittet Trump um Aussetzung der Zölle


BOGOTÁ (dpa-AFX) - Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat angesichts der enormen Erdbebenschäden in seinem Land bei US-Präsident Donald Trump um eine Aussetzung der Zölle gebeten. Dies teilte der neue kolumbianische Staatschef am Samstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X mit. Von Trump gibt es bislang keine öffentliche Reaktion dazu.

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De la Espriella berichtete von einem zehnminütigen Telefonat mit seinem Amtskollegen, der ihn im Wahlkampf unterstützt hatte. Bei dem Gespräch habe er Trump gebeten, eine "vorübergehende Aussetzung der hohen Zölle zu erwägen, die kolumbianische Produkte betreffen". Dadurch solle kolumbianischen Unternehmern Erleichterung verschafft werden, die aufgrund des Erdbebens "sehr schwierige Zeiten" durchlebten.

Erst im Juli hatten die USA die Zollgebühren auf kolumbianische Waren (mit Ausnahmen) von 10 auf 12,5 Prozent erhöht. Das südamerikanische Land war am Montag von einem der schwersten Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht worden, das fast 300 Todesopfer forderte.

Soforthilfen der USA

Die Trump-Regierung hatte Hilfen für Kolumbien in Höhe von 26,5 Millionen US-Dollar (rund 22,9 Millionen Euro) angekündigt. Die USA unterstützen mit Rettungsteams, aber auch mit Lebensmitteln, Notunterkünften und medizinischen Hilfsgütern. De la Espriella dankte Trump für die "Solidarität und Unterstützung" der USA.

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Vor wenigen Tagen trat Kolumbien Trumps Anti-Drogen-Bündnis "The Shield of the Americas" bei. Dabei vereinbarten Kolumbien und die USA laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auch gemeinsame militärische Operationen gegen die Drogenkartelle./mch/DP/zb

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