Netanjahu: Kampf gegen Hisbollah ist noch nicht beendet


TEL AVIV (dpa-AFX) - Im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die andauernde Bedrohung seines Landes durch Raketen und Drohnen als zentrales Problem. Das machte er auf einer Militärkonferenz deutlich. Dieses Problem müsse man mit einer Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen lösen, sagte der Regierungschef. Erst dann sei man "auf dem Weg, die Hisbollah zu entwaffnen".

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Netanjahu spricht von dezimiertem Arsenal der Hisbollah

Die Hisbollah verfüge nur noch über etwa zehn Prozent der Raketen, die sie zu Beginn des Kriegs gehabt habe, sagte Netanjahu. Nach Schätzungen habe die proiranische Miliz ursprünglich ein Arsenal von rund 150.000 Raketen und Drohnen gehabt.

Zum Kampf gegen die Hisbollah sagte Netanjahu: "Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen." Die Lage bereite den Einwohnern des israelischen Nordens weiterhin Sorgen. Um die Hisbollah wie angestrebt zu entwaffnen, müsse das Problem mit den Drohnen und Raketen gelöst werden. "Denn die politische Seite können wir meines Erachtens lösen, wenn wir das gelöst haben", sagte er mit Blick auf das Ziel einer friedlichen Einigung mit der libanesischen Führung.

Waffenruhe bleibt brüchig trotz offizieller Vereinbarung

Im Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel gilt offiziell eine Waffenruhe. Diese hatte US-Präsident Donald Trump nach Gesprächen mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet. Die Mitte April verkündete Feuerpause gilt noch gut zwei Wochen. Faktisch kommt es aber fast täglich zu Angriffen beider Seiten. Der Libanon ist offiziell keine Konfliktpartei.

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Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte bei einem Treffen mit der UN-Sonderkoordinatorin für den Libanon, Jeanine Hennis-Plasschaert, es werde "keine Realität einer Waffenruhe im Libanon geben, während gleichzeitig auf unsere Streitkräfte und auf die Ortschaften in Galiläa geschossen wird". Sollte die libanesische Führung sich nicht klar von der Hisbollah distanzieren, werde "ein Feuer ausbrechen und die Zedern des Libanons verbrennen". Die Zeder ist das Nationalsymbol des Libanons und erscheint etwa auf der Flagge des Mittelmeerlandes./le/DP/he

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