Neue Daten erwartet: Dämpft der Tankrabatt die Inflation auch im Juni?


WIESBADEN (dpa-AFX) - Mit Entspannungssignalen und Verhandlungen im Iran-Krieg sind die Ölpreise gefallen, doch die Menschen in Deutschland müssen sich weiter auf erhöhte Verbraucherpreise einstellen. An diesem Dienstag (14 Uhr) veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung zur Inflation im Juni.

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Im Mai war die Inflationsrate auf 2,6 Prozent gesunken, maßgeblich dank des Tankrabatts der Bundesregierung. Die Subvention, die Ende Juni ausläuft, dürfte die Inflation auch im laufenden Monat gedämpft haben. Auch mit dem Rückgang der Ölpreise an den Weltmärkten dürfte der Druck auf die Teuerung nachgelassen haben. Zuletzt ist der Preis für ein Barrel Brent-Öl auf etwas über 70 Dollar gefallen, der niedrigste Wert seit Beginn des Iran-Kriegs. Der Konflikt hatte die Preise zeitweise deutlich über 100 Dollar steigen lassen.

Ökonomen fürchten, dass Unternehmen gestiegene Energie- und Transportkosten an Kunden weitergeben und die Preise insgesamt steigen, etwa für Lebensmittel. Im Mai verteuerten sich diese aber kaum.

Der Krieg im Nahen Osten hatte in den vergangenen Monaten die Kosten für Energie, besonders Sprit an den Tankstellen, stark steigen lassen. Das bremst den Konsum der Verbraucher, der eine Stütze für die ohnehin kriselnde deutsche Wirtschaft ist. Der Sachverständigenrat ("Wirtschaftsweise") erwartet, dass die Inflation dieses Jahr im Schnitt auf 3,0 Prozent steigt - nach 2,2 Prozent 2025. Das würde die Kaufkraft von Verbrauchern belasten./als/DP/nas

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