New Yorker Fed berechnet globalen Lieferkettenindex
FRANKFURT (Dow Jones)--Die New Yorker Fed hat einen Index geschaffen, mit dem sie den "Druck" auf internationale Lieferketten misst. Der Global Supply Chain Pressure Index (GSCPI) basiert auf 27 Variablen. Darunter sind drei länderspezifische Lieferkettenvariablen für die Eurozone, China, Japan, Südkorea, Taiwan, Großbritannien und die USA. Dabei handelt es sich um die aus den Einkaufsmanagerumfragen ermittelten Lieferzeiten, Auftragsbestände und Vorräte.
Enthalten sind außerdem die beiden globalen Frachtraten-Indizes (Baltic Dry Index und Harpex Index) sowie die vier Preisindizes, die die Kosten für Luftfracht zwischen den USA, Asien und Europa messen. Die Variablen sind so weit wie möglich um Nachfrageeffekte bereinigt.
Der GSCPI lag laut Website der New Yorker Fed im Dezember 2021 bei 4,25 Punkten und damit nur wenig unter dem Allzeithoch von 4,37 Punkten vom Oktober. Das bedeutet, dass die Anspannung der Lieferketten um über vier Standardabweichungen größer als der Normalwert von 0 war.
Die New Yorker Fed plant, den Index künftig regelmäßig zu veröffentlichen.
Website: https://libertystreeteconomics.newyorkfed.org/2022/01/a-new-barometer-of-global-supply-chain-pressures7