Nicht notwendig

Merck-Chef Oschmann lehnt Staatsbeteiligungen an Pharmafirmen ab - Merck-Aktie tiefer


Merck-Chef Oschmann lehnt Staatsbeteiligungen an Pharmafirmen ab - Merck-Aktie tiefer

Der Chef des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA, Stefan Oschmann, lehnt Staatsbeteiligungen in der Pharmaindustrie ab.

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Er glaube nicht, "dass staatliche Unternehmensbeteiligungen in dieser Branche notwendig sind", sagte er dem Wirtschaftsmagazin Capital (Erscheinungstermin 19. November). Mitten in Corona-Pandemie war der Bund im Juni mit 300 Millionen Euro beim Tübinger Impfstoffentwickler Curevac eingestiegen. Das hatte eine Debatte um die Rolle des Staates ausgelöst. So hatte etwa der Industrieverband BDI transparente und geordnete Verfahren gefordert.

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Nach Ansicht von Oschmann hat die Pandemie auch zu einer Renaissance protektionistischer Ideen geführt. "Wenn ich Protektionist bin, egal ob von rechts oder von links, dann werde ich natürlich diese Krise auch nutzen, um meine Thesen weiter zu pushen", sagte der Merck-Vorstandschef. Er halte Versuche, die komplette Wertschöpfung in der Medikamentenentwicklung nach Europa zurückzuholen, für unrealistisch. "In der Medikamentenproduktion gibt es viel Basischemie, die ganzen Hilfsstoffe, die häufig in China und Indien hergestellt werden - das wieder nach Europa zurückholen zu wollen, ist illusorisch und würde ein großes Problem schaffen."

Gewerkschaften und Apotheker hatten in Corona-Krise gefordert, die Medikamentenproduktion nach Europa zurück zu verlagern, um die Abhängigkeit von Fernost bei wichtigen Wirkstoffen zu senken und Arzneiengpässe zu bekämpfen. Das würde aber die Produktion verteuern.

Oschmann wandte sich auch gegen hohe Hürden für ausländische Kapitalgeber in der Branche. Es sei "vollkommener Unsinn" zu glauben, "dass wir sehr hohe Schutzmechanismen gegen ausländische Investments aufbauen müssen". Im Gegenteil sei es sinnvoll, um ausländisches Kapital und die Beteiligung von Wagniskapital-Fonds zu werben.

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Via XETRA verlieren Merck-Titel am Mittwoch zeitweise 1,37 Prozent auf 129,25 Euro.

/als/DP/tav

DARMSTADT (dpa-AFX)

Bildquellen: Merck KGaA

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03.09.26 Merck Hold Jefferies & Company Inc.
20.08.26 Merck Neutral UBS AG
19.08.26 Merck Hold Jefferies & Company Inc.
11.08.26 Merck Hold Deutsche Bank AG

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