Nordkorea nennt US-Manöver trotz Kürzung 'provokativ'


PJÖNGJANG (dpa-AFX) - Nordkorea hat die von US-Präsident Donald Trump angeordnete Reduzierung der gemeinsam mit Südkorea abgehaltenen Militärübungen zurückgewiesen. Kim Yo Jong, Schwester von Machthaber Kim Jong Un, erklärte laut staatlicher Nachrichtenagentur KCNA, eine Verringerung von Umfang und Dauer der Übungen ändere nichts an deren "provokativem und offensivem Charakter". Es handele sich weiterhin um feindselige Militärübungen gegen Nordkorea.

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Kim sagte zudem, sie wisse von keiner Kommunikation zwischen den Staatschefs Nordkoreas und der USA. Sie räumte aber ein, dass Nordkoreas Machthaber "gute Erinnerungen" an Trump hege und die beiden eine nach wie vor gute Beziehung verbinde.

Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump in einem Post auf der Online-Plattform Truth Social angekündigt, das gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen zu lassen. Er verwies dabei auf seine angeblich "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Die Militärmanöver sendeten ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an ein Land, das - solange er Präsident gewesen sei - keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe, schrieb Trump.

Südkoreas Generalstab teilte am Mittwoch mit, dass die aktuell laufenden Militärübungen mit dem Titel "Ulchi Freedom Shield" um die Hälfte gekürzt würden und das Manöver auf Wunsch der USA bereits am Freitag ende. Südkoreas Außenminister Cho Hyun machte zugleich klar, dass die südkoreanische Regierung über Trumps Online-Post im Vorfeld nicht informiert wurde.

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Weiteres Treffen von Trump und Kim Jong Un?

Unterdessen berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, Trump wolle Kim noch in diesem Herbst treffen.

Trump hatte Kim während seiner ersten Amtszeit mehrfach getroffen. Nach einem ersten Gipfel in Singapur 2018 endete die zweite Begegnung der beiden Staatschefs im folgenden Jahr in Hanoi in einem Eklat: Kim reiste noch vor Ende des offiziellen Programms ab. Hintergrund war ein Konflikt bei den Verhandlungen über Nordkoreas nukleare Abrüstung./fkr/DP/stw

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