OTS: Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) / ...


Tabaksteuer bricht im 1. Halbjahr um 15 Prozent ein / BVTE warnt vor

weiterem Drehen an der Steuerschraube (FOTO)

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Berlin (ots) - Nach den heute veröffentlichten Daten des Monatsberichts des

Bundesministeriums der Finanzen (BMF) sind die Tabaksteuereinnahmen erneut

deutlich eingebrochen. Demnach beliefen sich die Einnahmen aus der Tabaksteuer

im ersten Halbjahr 2026 auf 6,792 Milliarden Euro. Das entspricht einem

deutlichen Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.

Bereits zum 1. Januar 2026 war die Tabaksteuer um 15 Cent je 20er-Packung

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Zigaretten erhöht worden. Die Entwicklung der Einnahmen zeigt nach Auffassung

des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), dass

die Belastungsgrenze des legalen Marktes erreicht ist. Der Verband warnt deshalb

eindringlich vor weiteren Steuererhöhungen.

BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke erklärt: "Sowohl der Gesetzentwurf der

Bundesregierung als auch die Pläne der Regierungskoalition für eine weitere

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drastische Erhöhung der Tabaksteuer sind finanzpolitischer Wahnsinn. Die derzeit

diskutierte Steuererhöhung von 80 Cent je Packung würde den Preis einer

Zigarettenschachtel bereits im kommenden Jahr auf rund 9,10 Euro und bis 2030

auf fast 12 Euro steigen lassen.

Die aktuellen Zahlen sind ein deutliches Warnsignal. Wenn bereits eine

Steuererhöhung um 15 Cent mit einem Rückgang der Tabaksteuereinnahmen von 15

Prozent einhergeht, muss die Politik die Folgen weiterer drastischer

Steuererhöhungen sorgfältig abwägen. Eine verantwortungsvolle Steuerpolitik

spielt nicht der organisierten Kriminalität in die Hände, sondern orientiert

sich an den wirtschaftlichen Realitäten.

Nach fest kommt ab. Wer die Tabaksteuerschraube überdreht, zerstört sichere und

stabile Steuereinnahmen und überlässt einen gut überwachten Markt zunehmend der

organisierten Kriminalität. Wer in einem bereits stark rückläufigen Markt

nochmals drastisch höhere Steuern plant, begeht finanzpolitisches Harakiri. Je

höher die Besteuerung ausfällt, desto größer werden die Gewinne der

organisierten Kriminalität und desto höher sind die Steuerausfälle."

Nach Auffassung des BVTE würden derartige Steuererhöhungen den legalen Markt

massiv schwächen und weiter Marktanteile an den illegalen Handel verlieren. Die

Folge wären eine zunehmende Verlagerung des Konsums auf den Schwarzmarkt, mehr

Schmuggel und Produktfälschungen sowie weiter sinkende Steuereinnahmen.

Dass diese Entwicklung keineswegs theoretisch ist, zeigen nach Auffassung des

BVTE die Beispiele Frankreich und Niederlande. In Frankreich entgehen nach einer

aktuellen Studie der Zollverwaltung bereits 17,7 Prozent des Tabakkonsums der

nationalen Besteuerung. Rund vier von zehn konsumierten Zigaretten stammen

inzwischen aus illegalen Quellen. Auch in den Niederlanden ist der

grenzüberschreitende Einkauf nach den Steuererhöhungen des Jahres 2024

sprunghaft gestiegen; inzwischen werden rund 60 Prozent der konsumierten

Tabakwaren im Ausland gekauft.

Mücke abschließend: "Schon heute ist absehbar, dass der Bund weiter erhebliche

Einnahmen aus der Tabaksteuer verlieren wird, weil Verbraucher beliebig hohe

Steuersätze nicht akzeptieren. Diese Steuerpolitik ist unverantwortlich. Das

entstehende Milliardenloch im Bundeshaushalt ist die Folge einer

Gesundheitspolitik, die die Risiken von Schmuggel und Produktfälschungen

systematisch unterschätzt. "

Der BVTE appelliert an Bundesregierung und Bundestag, die geplanten

Tabaksteuererhöhungen grundlegend zu überdenken. Ziel müsse eine verlässliche

Fiskalpolitik sein, die stabile Staatseinnahmen sichert, den legalen und streng

regulierten Markt erhält und den illegalen Handel nicht weiter begünstigt.

Über den BVTE

Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) vertritt

die Interessen der Hersteller von Tabakwaren, E-Zigaretten und verwandten

Produkten in Deutschland. Der Verband setzt sich für eine evidenzbasierte

Regulierung, einen wirksamen Jugendschutz und einen fairen Wettbewerb ein.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)

Jan Mücke

Hauptgeschäftsführer

Georgenstraße 25

10117 Berlin

Tel. +49 30 88 66 36 - 123

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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/141532/6318596

OTS: Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse

(BVTE)

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