OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Mercosur-Abkommen ...


Mercosur-Abkommen eröffnet große Chancen für die bayerische Wirtschaft

/ Brossardt: "Zügige Ratifizierung notwendig, weitere

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Freihandelsabkommen müssen folgen"

München (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft begrüßt die

vorläufige Anwendung des EU-Mercosur-Abkommens ab dem 01. Mai 2026, fordert aber

zeitgleich dessen zügige Ratifizierung. "Die Entscheidung der EU-Kommission zur

vorläufigen Anwendung des Mercosur-Abkommens ist nur folgerichtig. Die Welt

befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die aggressive Politik von

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US-Präsident Trump und der Krieg im Iran belasten die globale Wirtschaft. Zudem

hat sich China vom größten Vorlieferungslieferanten zum knallharten, nicht immer

fair agierenden Wettbewerber entwickelt", betont vbw Hauptgeschäftsführer

Bertram Brossardt und ergänzt: "Neue Handels-, Rohstoff- und

Investitionspartnerschaften sind daher grundlegend für die bayerische

Wirtschaft. Die Industrie im Freistaat erwirtschaftet immerhin 60 Prozent ihres

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Umsatzes im Ausland. Zudem waren wir in der Vergangenheit zu abhängig von

einzelnen Handelspartnern. Diversifizierung ist das Gebot der Stunde. Jetzt gilt

es, die Ratifizierung zügig abzuschließen, nur so schaffen wir langfristig

Planungssicherheit."

Insgesamt entsteht durch das Mercosur-Abkommen eine Freihandelszone mit 780

Millionen Einwohnern. "Wir erhoffen uns für europäische Unternehmen

Einsparungen von etwa vier Milliarden Euro pro Jahr durch den Wegfall von Zöllen

für 91 Prozent aller Waren", erklärt Brossardt. Das Abkommen erleichtert

bayerischen Unternehmen den Zugang zum Markt, indem es Zölle reduziert und

andere Hindernisse aus dem Weg räumt. 2025 ging nur ein knappes Prozent der

bayerischen Exporte in die Mercosur-Staaten. Durch das Abkommen könnte das

deutlich mehr werden. Das gilt insbesondere für die Automobilindustrie, den

Maschinen- und Anlagenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie. Zudem

verspricht das Mercosur-Abkommen weniger Abhängigkeiten bei Rohstoffen. "So ist

Argentinien ein wichtiger Produzent von Lithium", erklärt Brossardt. Auch die

Mercosur-Staaten profitieren von der engeren Partnerschaft mit Europa. "Die

Volkswirtschaften ergänzen sich gut ", so Brossardt.

Neben einer zügigen Ratifizierung des Mercosur-Abkommens setzt die vbw auf den

Abschluss vieler neuer europäischer Freihandelsabkommen. "Wir sind überzeugt,

dass jedes Freihandelsabkommen unseren europäischen Wirtschaftsraum stärker

macht und davon alle Branchen profitieren können. Die Bemühungen der

EU-Kommission zum raschen Abschluss vieler solcher neuen Vereinbarungen

unterstützen wir ausdrücklich", unterstreicht Brossardt. Die bayerische

Wirtschaft setzt daher ebenso auf eine schnelle Ratifizierung der kürzlich

geschlossenen EU-Freihandelsabkommen mit Indien und Australien. "Je mehr

Partner wir auf der Welt haben, umso weniger sind wir von einzelnen

Wirtschaftsräumen abhängig. Vor allem in Zeiten, in denen sich traditionelle

Verbündete als weniger verlässlich erweisen, gilt es, unsere wirtschaftliche

Krisenfestigkeit zu erhöhen. Dafür müssen wir unsere Lieferketten und

Absatzmärkte so vielfältig wie möglich aufstellen. Das Mercosur-Abkommen ist

dafür ein wegweisender erster Schritt. Es müssen aber noch viele Abkommen

folgen", so Brossardt.

Pressekontakt:

Felix Fend, +49 (0) 89-551 78-335, mailto:felix.fend@vbw-bayern.de

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