OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Trotz Krise bietet ...


Trotz Krise bietet der Freistaat gute Beschäftigungschancen /

Brossardt: "Hohe Arbeitskosten sind massives Investitionshemmnis"

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München (ots) - Zum internationalen Tag der Arbeit am 01. Mai 2026 weist die vbw

- Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. darauf hin, dass Deutschland und

Bayern viel und gute Arbeit bieten - und das trotz der aktuellen Krise am

Standort. "Klar ist aber auch, wir stehen am Kipppunkt : Entweder lösen wir die

Strukturkrise durch schnelle und nachhaltige Reformen oder die

Deindustrialisierung nimmt noch weiter Fahrt auf. Allein 2025 mussten pro

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Werktag 13 bayerische Firmen Insolvenz anmelden. Pro Werktag gingen zudem 40

Arbeitsplätze verloren. Das sind besorgniserregende Zahlen, die auch auf unsere

mangelnde Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen sind. Die Bundesregierung muss

aufhören, einzelne Symptome anzugehen, sondern tiefgreifende und umfassende

Reformen umsetzen. Nur mit einem hohen Reformtempo wird es gelingen, die

Rahmenbedingungen wieder wettbewerbstauglich zu gestalten. Nicht weniger

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erwarten wir von der Koalition", fordert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer

der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Die Investitionsschwäche und der Arbeitsplatzabbau sind aber laut vbw nicht

allein auf hohe Energiepreise und überbordende Bürokratie zurückzuführen,

sondern auch auf die aus dem Ruder laufenden Arbeitskosten. "Stetig steigende

Entgelte und Sozialversicherungskosten sind gefährlich für die internationale

Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und entziehen den Unternehmen die Basis für

neue Investitionen. So sind allein in der bayerischen Metall- und

Elektroindustrie, einem Kernbereich der bayerischen Wirtschaft, seit dem

Beschäftigungshöchststand Anfang 2024 über 40.000 Arbeitsplätze verloren

gegangen und wir befürchten weitere Arbeitsplatzverluste in 2026. Wir müssen in

der im Herbst beginnenden Tarifrunde Maß halten. Den Kampf um Weltmarktanteile

werden wir ohne Produktivitätssteigerungen und mit rasant steigenden

Lohnzusatzkosten nicht gewinnen können", betont Brossardt.

Um langfristig wieder auf einen Wachstumspfad zu kommen, muss laut vbw wieder

mehr gearbeitet werden. Zusätzliche Steuereinnahmen und Sicherheit der

Arbeitsplätze wird es ohne Erhöhung des Arbeitsvolumens nicht geben. "Diese ist

ein wichtiger Hebel, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und damit auch

unsere Wirtschaftskraft zu stärken. Die Erhöhung der Wochenarbeitszeit, der

Entfall eines Urlaubstags oder die Umwandlung der weit verbreiteten Teilzeit in

vollzeitnahe Beschäftigung sind alles denkbare Möglichkeiten, um unser Ziel zu

erreichen. Dazu gehört es auch, endlich von einer Tageshöchstarbeitszeit auf

eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen, so wie es die europäische

Arbeitszeitrichtlinie vorsieht und die Koalition im Koalitionsvertrag verspochen

hat", erklärt Brossardt abschließend.

Pressekontakt:

Tobias Rademacher, +49 (0) 89-551 78-399, mailto:tobias.rademacher@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6265033

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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