Partnerstaaten

Lockheed Martin sichert sich neue Militärverträge - auch Aktien von Rheinmetall, RENK, HENSOLDT & TKMS reagieren


Lockheed Martin sichert sich neue Militärverträge - auch Aktien von Rheinmetall, RENK, HENSOLDT & TKMS reagieren

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat sich neue Militärverträge mit internationalen Partnern gesichert.

Werte in diesem Artikel
Aktien

74.18 EUR -0.46 EUR -0.62 %

452.80 EUR -0.50 EUR -0.11 %

43.64 EUR -0.49 EUR -1.11 %

992.60 EUR -20.80 EUR -2.05 %

• Lockheed Martin erhält neue Militärverträge
• Fokus auf Ausbildung und Logistik
• Unterstützung für internationale Partnerstaaten

Werbung

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat neue Militärverträge im Gesamtwert von 380,8 Millionen US-Dollar an Land gezogen. Wie das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte, betreffen die Aufträge sowohl Ausbildungsunterstützung als auch logistische Dienstleistungen für internationale Partnerstaaten im Rahmen von Foreign Military Sales (FMS).

Die neuen Verträge unterstreichen die zentrale Rolle des Konzerns in der Ausbildung und Ausrüstung verbündeter Streitkräfte weltweit - insbesondere in den Bereichen Raketenabwehr, Marinesysteme und Artillerielogistik.

AEGIS-Training für sechs NATO- und Partnerstaaten

Den größten Einzelauftrag erhielt die Sparte Rotary and Mission Systems von Lockheed Martin in Orlando, Florida. Das Volumen beträgt 200,8 Millionen US-Dollar und umfasst weitreichende Unterstützungsleistungen für das Surface Combat Systems Training Command.

Werbung

Im Mittelpunkt steht das Ausbildungsprogramm für das maritime Waffensystem AEGIS Combat System. Dieses wird im Rahmen des FMS-Programms unter anderem für Australien, Japan, Kanada, Norwegen, Spanien und Südkorea bereitgestellt.

Die Leistungen umfassen laut Mitteilung des US-Verteidigungsministeriums Programmmanagement, die Bereitstellung von Ausbildern und Fachexperten, die Entwicklung von Lehrplänen, interaktive Trainingssoftware sowie technische Dokumentationen. Damit soll die Einsatzfähigkeit der Partnerstreitkräfte langfristig gesichert werden.

Die Arbeiten verteilen sich global auf mehrere Standorte, darunter Japan (41 Prozent), Südkorea, die USA sowie Australien und Europa. Die Fertigstellung dieses Auftrags ist bis Juni 2031 geplant. Die Finanzierung erfolgt dabei flexibel und wird projektbezogen zugewiesen, heißt es aus Pentagon-Kreisen.

Werbung

Logistikauftrag für HIMARS- und MLRS-Systeme

Neben dem Trainingsgeschäft erhielt ein Standort von Lockheed Martin in Grand Prairie, Texas, einen weiteren Großauftrag mit einem Maximalwert von 180 Millionen US-Dollar. Dabei handelt es sich um einen nicht finalisierten Rahmenvertrag für internationale logistische Unterstützungsleistungen.

Dieser Auftrag unterstützt Kunden im Rahmen von FMS sowie Kooperationsabkommen insbesondere bei den Raketensystemen High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) und Multiple Launch Rocket System (MLRS).

Der Vertrag ist als "Indefinite Delivery / Indefinite Quantity"-Modell (IDIQ) strukturiert und erlaubt flexible Abrufe je nach Bedarf der Partnerstaaten. Verantwortlich für die Vergabe ist das Army Contracting Command am Redstone Arsenal in Alabama.

Strategische Bedeutung für internationale Verteidigungskooperationen

Mit den neuen Aufträgen baut Lockheed Martin seine Position als Schlüsselakteur in der globalen Verteidigungsindustrie weiter aus. Besonders die Kombination aus Ausbildung, Systemintegration und Logistik zeigt, wie stark moderne Militärprogramme auf langfristige Partnerschaften zwischen den USA und ihren Verbündeten setzen.

Laut US-Verteidigungsministerium sollen die Verträge dazu beitragen, die Interoperabilität zwischen den Streitkräften der Partnerländer zu stärken und die Einsatzbereitschaft moderner Waffensysteme nachhaltig zu sichern.

Für Anleger sind die neuen Aufträge vor allem deshalb relevant, weil sie Lockheed Martin langfristig planbare Einnahmen sichern. Die Laufzeiten bis 2031 verdeutlichen zudem, dass es sich nicht um kurzfristige Beschaffungen handelt, sondern um strategisch angelegte Programme mit langfristiger militärischer und technologischer Bedeutung. Zudem zeigt die Meldung, dass die internationale Nachfrage nach modernen Militär- und Raketensystemen trotz hoher Bewertungen im Rüstungssektor ungebrochen bleibt.

Rüstungsaktien im Blick

Die Lockheed Martin-Aktie reagierte am Donnerstag im Zuge der Meldung an der NYSE letztlich mit Gewinnen von 1,26 Prozent bei 530,45 US-Dollar. Am Freitag ließ sich im Handel jedoch kaum mehr Bewegung beobachten: Letztlich verlor das Papier 1,4 Prozent auf 529,69 US-Dollar.

Auch am deutschen Markt standen die Papiere von Rüstungstiteln weiter im Fokus: Die Anteilsscheine von Rheinmetall gewannen via XETRA schlussendlich 0,73 Prozent auf 1.293,40 Euro. TKMS schloss tiefer und verlor zuletzt 2,88 Prozent auf 84,30 Euro. Derweil zeigte sich RENK mit 2,52 Prozent im Plus bei 56,85 Euro. HENSOLDT sank unterdessen um 1,76 Prozent auf 88,42 Euro.

Bettina Schneider, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Lockheed Martin, Lockheed Martin

Aktuelle Rheinmetall Aktie News

Werbung

Rheinmetall Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Rheinmetall nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
DatumRatingAnalyst
09:01 Rheinmetall Buy Jefferies & Company Inc.
08.07.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
08.07.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.07.26 Rheinmetall Buy UBS AG
03.07.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG